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Dr. Yves Schmitz

E-Mail: yves.schmitz@web.de

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    „‘Weapons of State Obstruction‘. Illegaler Waffenhandel in imperialen Grenzregionen im Südlichen Afrika und Nordamerika“

    Waffenhandel, legal und illegal, war in der imperialen Peripherie des 19. Jahrhundert allgegenwärtig, vor allem in Grenzregionen. Diese Gebiete waren aufgrund ihres umstrittenen Status, ihrer Durchlässigkeit und ihrer Funktion als interkulturelle Kontaktzone idealer Ort für den transkulturellen Waffenhandel. In diesem Projekt sollen zwei imperiale Grenzregionen, zum einen das kanadisch-amerikanische Grenzgebiet in den „northern plains“ und zum anderen die Region um den Orange River, welcher die britische Kapkolonie und Deutsch Südwestafrika trennte, untersucht werden. Die Analyse des Umgangs von imperialer Politik und imperialem Militär mit dem Thema Waffenhandel in diesen Räumen soll dabei Aufschluss über seine Bedeutung für die Durchsetzung und Sicherung imperialer Herrschaft und den Aufbau staatlicher Strukturen in der Peripherie geben. Einerseits sorgte der Waffenhandel für eine Intensivierung regionaler und transkultureller Konflikte und trug damit zur militärischen und politischen Destabilisierung der Region bei. Anderseits wurde er aber auch zur diplomatischen Annäherung und beim Abschluss von Bündnissen genutzt. Zudem sollen sozial- und kulturhistorische Fragen erfasst werden, etwa zur Funktion, die der Waffenhandel in der imperialen Peripherie hinsichtlich der interkulturellen Beziehungen hatte. Da die Indigenen vor Ort Waffen zwar reparieren aber nicht selber herstellen konnten, sorgte die große Nachfrage für ein Abhängigkeitsverhältnis, von dem die Imperialmächte profitieren konnten. Zudem regte der Waffenhandel eine vermehrte wirtschaftliche Interaktion, transkulturellen Austausch sowie einen Wissenstransfer an, der die indigenen Gesellschaften wirtschaftlich, sozial und militärisch veränderte.

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    2008-2011 Studium der Geschichte und Philosophie (B.A.) an der Universität Hamburg

    2012-2014 Studium der Geschichte (M.A.) an der Universität Hamburg

    2014-2015 Studium der Geschichte mit dem Schwerpunkt "Krieg und Gesellschaft" (M.A.) an der University of Exeter

    Seit 2016 Doktorand am Lehrstuhl für Neueste Geschichte (19./20. Jahrhundert) an der Philipps-Universität Marburg

    Seit 2016 Stipendiat der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur

    Promotionsstipendium des Deutschen Historischen Instituts London

    Promotionsstipendium des International Council for Canadian Studies

    Promotionsstipendium des Deutschen Historischen Instituts Washington

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    "Unmögliches Scheitern: Die Niederlagen imperialer Armeen am Little Bighorn und bei Isandlwana", Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 63 (10), 2015, S.869-888.