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Studentische Forschungsprojekte
Hier finden Sie einen Überblick und Berichte studentischer Forschungsprojekte der Arbeitsgruppe Deutsch als Fremd- und Zweitsprache.
Inhalt ausklappen Inhalt einklappen Seminarbericht SE Unterrichtsforschung SoSe 2026
Auch im vergangenen Sommersemester wurde das Seminar Unterrichtsforschung wieder für Studierende des Masters sowie des Erweiterungsfaches Lehramt Deutsch als Fremd- und Zweitsprache angeboten. In Kooperation mit dem Sprachenzentrum der Universität Marburg konnten diese hierbei vielfältige Forschungsprojekte planen und selbst durchführen.
Das Seminar bietet einen Überblick über die aktuelle empirische Sprachlehr- und -lernforschung im Bereich DaFZ. Hierfür erlernten die Studieren zunächst in der ersten Hälfte des Semesters alle theoretischen Grundlagen, die sie benötigen, und konnten daraufhin im zweiten Semester im Rahmen von aktuellen Forschungsprojekten ihre eigenen Forschungsfragen verfolgen. Dabei hatten sie die Möglichkeit, sich am ganzen Prozess zu beteiligen – von der Proband*innenakquise über die Datenerhebung bis hin zum Analysieren und Präsentieren der Ergebnisse.
In diesem Semester hatten die Studierenden die Auswahl zwischen zwei verschiedenen Forschungsprojekten:
1. Unterrichtsbeobachtung
Das erste Projekt legte seinen Fokus auf die mediengestützte Beobachtung authentischer DaF-Unterrichtseinheiten und der Interaktion zwischen Lehrenden und Lernenden oder zwischen den Lernenden untereinander. Hierfür besuchten die Studierenden einige DaF-Kurse des Sprachenzentrums (Link) auf verschiedenen Lernniveaus, in denen sie das Unterrichtsgeschehen mittels Videokameras und Mikrofone aufnahmen. Anschließend analysierten sie das Video- und Audiomaterial auf Basis der Methoden der Interaktionsforschung und beschäftigten sich z. B. mit Semantisierungsverfahren der Lehrkräfte oder Code-Switching in kollaborativen Lernsettings.
2. Aussprache von Deutschlernenden
Im zweiten Projekt konnten die Studierenden an der Datenerhebung für das Projekt Pronunciation Matters teilnehmen, welches sich mit der Aussprache von Deutschlernenden beschäftigt. Hierfür nahmen sie einige Lernenden in der Tonkabine der Universitätsbibliothek auf und versuchten bestimmte Aussprachephänomene zu elizitieren. Anschließend analysierten sie die gewonnenen Sprachdaten kontrastiv (Deutsch im Vergleich mit der Erstsprache der Lernenden) und untersuchten, warum bestimmte Laute schwerer für Lernende mit einer bestimmten L1 zu artikulieren waren. Anschließend entwarfen die Studierenden zudem Unterrichtsmaterialien auf Basis ihrer Ergebnisse, mit denen die erforschten Ausspracheschwierigkeiten trainiert werden können.
Wir freuen uns sehr über viele spannende Forschungsbeiträge der Studierenden und bedanken uns herzliche beim Sprachenzentrum für die gute Zusammenarbeit!