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Studienablauf & FAQ: Reduktionssilben im typischen und atypischen Spracherwerb

Wer kann teilnehmen?

Für diese Studie suchen wir Kinder zwischen 1,5 und 5 Jahren mit und ohne Sprachauffälligkeiten, die einsprachig, mit Deutsch als Muttersprache, oder multilingual jedoch in einem vorwiegend deutschsprachigen Haushalt aufwachsen. 

Was untersuchen wir?

Wörter bestehen aus Silben. Es gibt Silben, die beim Sprechen betont werden. Diese werden „starke“ Silben genannt und befinden sich bei vielen deutschen Wörtern am Wortanfang (wie „Ha“ im Wort „Hase“). „Schwache“, unbetonte Silben befinden sich bei zweisilbigen deutschen Wörtern häufig am Wortende (wie „se“ im Wort „Hase“). Bisherige Forschung zum Spracherwerb konzentriert sich vor allem auf die Rolle von starken Silben. Da viele Wörter im Deutschen aber auch eine schwache Silbe tragen, strukturieren sie durch den rhythmischen Wechsel von starken und schwachen Silben den Sprachstrom. Außerdem tragen sie oft grammatische Informationen (wie die Pluralmarkierung in „Hasen“). Um mehr darüber herauszufinden, welche Bedeutung schwache Silben für die Wahrnehmung und Verarbeitung von Sprache haben, führen wir vier Aufgaben durch.

Was passiert beim 1. Termin?

Bei der ersten Aufgabe wollen wir erforschen, wie Kinder Lautveränderungen in schwachen und starken Silben wahrnehmen. Hierfür sieht Ihr Kind ein kurzes Zeichentrick-Video und hört eine bestimmte Abfolge von Fantasiewörtern (z. B. „mote, mote, mota, mote, mote“).

Foto: Julia Pantelmann
Aufbau des Eyetrackers

 

In der nächsten Aufgabe sieht Ihr Kind Bilder von Tieren oder Alltagsgegenständen. Dazu hört Ihr Kind, wie das Bild entweder richtig (z. B. „Katze“) oder mit einer kleinen Veränderung (z. B. „Kutze“) benannt wird. Uns interessiert dabei, wie Kinder Veränderungen in bekannten Wörtern verarbeiten.

Während der beiden Aufgaben zeichnen wir mit einem Eyetracker die Pupillengröße Ihres Kindes auf. Dies ist eine völlig ungefährliche Methode, die seit vielen Jahren in der Forschung verwendet wird.

Anschließend führen wir Teile eines etablierten Sprachentwicklungstests durch. Dabei wählt ihr Kind beispielsweise Bilder aus, beantwortet Fragen oder beschreibt Bilder. Bei jüngeren Kindern bitten wir die Eltern stattdessen einen Elternfragebogen auszufüllen.

Foto: Julia Pantelmann
Durchführung eines Sprachentwicklungstests

Was passiert beim 2. Termin?

In der zweiten Sitzung interessiert uns, wie Kinder neue Wörter lernen. Hierfür zeigen wir Ihrem Kind bekannte und unbekannte Gegenstände und benennen diese bzw. führen neue Begriffe für unbekannte Gegenstände ein. Anschließend bitten wir Ihr Kind, aus mehreren der Gegenstände bestimmte Objekte auszuwählen bzw. diese zu benennen. 

Im Folgenden haben wir eine Reihe von häufigen Fragen zusammengestellt. Sie können uns auch jederzeit kontaktieren.

Haben Sie Interesse mit Ihrem Kind an unserer Studie teilzunehmen? Dann melden Sie sich unverbindlich bei unseren Mitarbeiterinnen:

-          Für Marburg und Umgebung: Anna Heid per oder unter +49 6421 28-26806

-          Für Mannheim und Umgebung: Stefanie Radetzky per

 

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