Die Vermessung des Himmels

Vortragsreihe "Physik am Samstagmorgen"

Veranstaltungsdaten

26. Oktober 2019 11:00 – 26. Oktober 2019 12:00

Fachbereich Physik, Renthof 5, Großer Hörsaal

Die Faszination des Sternenhimmels ist seit Urzeiten ungebrochen. Die Bewegung der Gestirne ist die Grundlage für unsere Kalender und Zeitmessung. Zum Studium der Bewegungen z.B. der Planeten ist eine genaue Karte mit den Positionen und Helligkeiten der Sterne erforderlich. Erste Sternkarten reichen bis zur Zeit der Babylonier zurück. Der genaueste Sternenkatalog der Antike geht auf Hipparch von Nizäa zurück und ist uns im Werk des Ptolemäus Almagest übermittelt. Zu Beginn der Neuzeit nahmen sich Wilhelm IV von Hessen-Kassel und Tycho Brahe der Aufgabe einer Neuvermessung des Himmels an. In der Kasseler Sternwarte wurde dabei erstmals eine Sternwartenuhr zur Positionsbestimmung der Sterne eingesetzt. Diese Idee wurde bis ins 20. Jahrhundert für erdgebundene Messungen perfektioniert. Sie wird auch in der aktuellen Raumsonde Gaia benutzt, die zur Zeit den Sternenhimmel in bisher nicht gekannter Präzision kartografiert.

Referierende

Prof. Dr. Andreas Schrimpf

Veranstalter

Fachbereich Physik