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Lehrende und Studierende berichten

Auf dieser Seite finden Sie einige Erfahrungsbreichte von Lehrenden und Studierenden.

  • Jana W. über ihr Studium

    Ursprünglich aus dem Sauerland stammend bin ich nach Marburg gekommen, um hier Pharmazie zu studieren. Naturwissenschaftlich interessiert war ich schon immer. Die Kombination dessen mit dem Aspekt Menschen helfen zu können und auch gute und vielseitige Jobaussichten zu haben hat dieses Studium ideal erscheinen lassen – und bisher wurde ich nicht enttäuscht. Nicht nur der praktische Anteil parallel zu den Vorlesungen, sondern auch die verschiedenen Naturwissenschaften, auf die während des Studiums eingegangen wird, bieten Abwechslung. Außerdem lernt man hier, am größten Fachbereich Pharmazie Deutschlands, schnell viele Leute kennen, mit denen man neben dem gemeinsamen Lernen zum Beispiel in der idyllischen Altstadt viel erleben kann.

    Apotheker und Pharmazeuten tragen in ihrem Beruf viel Verantwortung. Natürlich ist damit ein recht lern- und zeitintensives Studium verbunden, um dieser gerecht zu werden. Kann man sein erworbenes Wissen aber erst einmal anwenden, stellt man fest, dass sich diese Investition gelohnt hat. Ob man sich letztlich für die Apotheke, Krankenhausapotheke, Industrie oder Forschung entscheidet, bleibt einem selbst überlassen.

  • Isabel S. über ihr Studium

    Obwohl aus meiner Familie niemand eine Apotheke oder irgendeinen anderen pharmazeutischen Hintergrund besitzt, entschied ich mich für das Pharmaziestudium. Dort werden alle Naturwissenschaften, die mich schon zu Schulzeiten sehr interessiert haben, vereint. Dafür zog ich schließlich von Berlin nach Marburg. Das Studium ist nicht einfach und bringt einen manchmal an seine Grenzen, davon darf man sich jedoch nicht unterkriegen lassen.

    Was ich später mit meinem Abschluss machen möchte, kann ich nicht sagen, dazu fehlen mir Einblicke in die Berufswelt, die im Studium auch leider kaum vermittelt werden. Da ich aber weiß, dass es unzählige Berufsfelder gibt, mache ich mir keine Sorgen, etwas passendes für mich zu finden.

  • Portrait von Prof. Dr. Peter Kolb

    Peter Kolb studierte Biochemie und Theoretische Chemie an der Universität Wien und am Karolinska Institut in Stockholm. Seine Dissertation verfasste er in der Arbeitsgruppe von Amedeo Caflisch an der Universität Zürich, Schweiz. Die Arbeit dort beschäftigte sich mit der Auffindung von Kinase-liganden und chemoinformatischer Methodenentwicklung. Nach einem kurzen Postdoc in derselben Gruppe ging Peter in das Labor von Brian K. Shoichet an der University of California, San Francisco, USA. Zu diesem Zeitpunkt wurden erstmals Kristallstrukturen von pharmazeutisch relevanten G-Protein-gekoppelten Rezeptoren gelöst und er führte eine der ersten strukturbasierten Ligandensuchen für diese Proteinklasse durch. Daneben leistete Peter auch Beiträge zur "Enzyme Function Initiative".

    Seit April 2011 ist Peter an der Philipps-Universität Marburg, zuerst als Juniorgruppenleiter im Emmy-Noether-Programm der DFG, seit Oktober 2016 als Professor im Heisenberg-Programm. Die Forschungsinteressen seiner AG liegen auf der Auffindung von GPCR-Liganden mit maßgeschneiderten Eigenschaften – einerseits um so die Rezeptoren und deren Funktion besser zu verstehen, andererseits um diese Moleküle in weiterer Folge eventuell als Wirkstoffe nutzbar zu machen.

    Peter Kolb lehrt derzeit im 4. Semester und liest die Vorlesung "Instrumentelle Analytik", gemeinsam mit Doru Vornicescu, sowie Regina Ortmann und Gabriela Laufenberg, den Leiterinnen der Abteilungen NMR bzw. Massenspektrometrie. Daneben führt die AG Kolb zahlreiche Wahlpflichtpraktika für Studierende der Pharmazie und Chemie durch. Lehre geht für Peter immer mit der Forschung einher. Auf der einen Seite lernt man viel über die eigenen Forschungsthemen und die darin vorkommenden Annahmen, wenn man diese Studierenden erklärt und deren Rückfragen beantwortet. Auf der anderen Seite ist es unglaublich faszinierend, die großen Zusammenhänge zwischen den einzelnen Feldern zu sehen und dann auch weiterzugeben. Es ist super zu sehen, wenn Studierenden plötzlich das sprichwörtliche Licht aufgeht.

    Diese Interdisziplinarität ist es auch, was Peter am meisten an seiner Forschung begeistert: man muss nicht nur sattelfest in Chemie, Molekularbiologie und Biologie sein, sondern auch Grundlagen der Informatik und Physik beherrschen. Dies äußert sich auch in der Zusammensetzung der Arbeitsgruppe und der Forschungskooperationen – alleine geht gar nichts.