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Monitoringkonzept für das Nationale Artenhilfsprogramm am Beispiel der Vögel

Der Rückgang der biologischen Vielfalt schreitet trotz zahlreicher politischer Bemühungen voran. Mit der Bereitstellung von Fördermitteln im Rahmen der Nationale Strategie zur Biologischen Vielfalt, unterstützt der Bund in ganz Deutschland Projekte u.a. mit dem Ziel der Verbesserung von Lebensbedingungen für seltene Tier- und Pflanzenarten. Eine standardisierte Erfolgskontrolle dieser Programme steht jedoch noch aus, da die Vielzahl unterschiedlicher Maßnahmen, etwa zur Förderung verschiedener Lebensräume und Artengruppen, einen Vergleich bisher deutlich erschwert.

Das Projekt „Monitoringkonzept für das nationale Artenhilfsprogramm – Konzeptentwicklung am Beispiel der Vögel“ (AviConAHP) hat sich daher zum Ziel gesetzt, die Wirksamkeit verschiedener Naturschutzmaßnahmen auf die Vogelwelt wissenschaftlich zu bewerten. Hierfür wird ein kontrafaktischer Ansatz gewählt, bei dem die Entwicklung der Bestände mit Szenarien ohne Maßnahmenumsetzung verglichen wird. Dies erfordert ein systematisches Monitoring von Natur und Landschaft sowie eine präzise Wirkungsanalyse im Hinblick auf die angestrebten Ziele.

Im Rahmen des Vorhabens wird ein methodisches Gesamtkonzept entwickelt und beispielhaft umgesetzt. Dieses beschreibt, wie ein Monitoring aufgebaut sein muss, damit kontrafaktische Analysen für die Wirkungsanalyse auf Vogelbestände genutzt werden können. Als Datenbasis dient primär das bundesweite, standardisierte Vogelmonitoring. Über die Vögel hinaus werden zudem Auswirkungen auf weitere Artengruppen sowie zentrale Ökosystemleistungen und deren Zusammenhänge untersucht. Ziel des Projekts ist es, ein wissenschaftlich fundiertes und zugleich praxisnahes Konzept für die Ermittlung der Wirksamkeit von Naturschutzprogrammen zu entwickeln und dessen Machbarkeit am Beispiel der Vögel zu untersuchen. In einem im Projekt erarbeiteten Handbuch wird Projektträgern die standardisierte Datenerhebung und Wirkungsanalyse dargelegt werden.

PIs: Nina Farwig, Jakob Katzenberger

Team: Nina Farwig, Victoria Reuber, Alexandra Brion (Uni Marburg); Jakob Katzenberger, Steffen Paßlick, Kim Lindner, Sven Trautmann, Malte Busch (Dachverband Deutscher Avifaunisten), Rainer Dröschmeister, Sophie Davids (BfN)

Projekt

Projektförderung: BfN