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Nationale und Hessische Forschungsdateninfrastrukturen - NFDI und HeFDI

Die Philipps-Universität Marburg ist an mehreren NFDI-Konsortien beteiligt, und das Servicezentrum koordiniert federführend die Bundeslandinitiative Hessische Forschungsdateninfrastrukturen (HeFDI). Durch diese synergistische Vernetzung stehen deren Angebote den Forschenden der UMR zur Verfügung.

NFDI - Nationale Forschungsdateninfrastruktur
HeFDI - Hessische Forschungsdateninfrastrukturen

NFDI - Nationale Forschungsdateninfrastruktur

Um Forschungsdaten auch national gut verfügbar zu machen und mittelfristig zu sichern, haben Bund und Länder die Nationale Forschungsdateninfrastruktur NFDI aufgebaut. Die NFDI ist die Brücke zur European Open Science Cloud EOSC, das heißt der Vernetzung von Forschungsdaten im europäischen Wissenschaftsraum. Die NFDI-Fachkonsortien, getrieben durch Forschende und Infrastrukturanbieter, bieten zentrale Anlaufstellen zur fachspezifischen, langfristigen Verfügbarkeit und Nutzung von digitalen Forschungsdaten.

Die Philipps-Universität ist Mitantragstellerin bei NFDI4Culture, NFDI4BioDiversity, NFDI4Microbiota sowie Text+. In den Konsortien NFDI4Earth,  NFDI4Memory und Dataplant hat die UMR die Rolle Participant inne. Im mathematisch geprägten Konsortium MaRDI war die Philipps-Universität von 2022 bis 2025 als Participant aktiv. 

Ein starker Schwerpunkt in allen drei Co-Applicant-Konsortien liegt auf Education & Training. Weitere Services sind der Aufbau der RDC Infrastruktur, Beratung zur Beschreibung und Dokumentation von Daten sowie Verfügbarkeit von Sprachdaten. Zudem ist die Philipps-Universität seit März 2021 Mitglied im NFDI e.V., d.h. der formalrechtlichen Grundlage (Verein) der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur. Bei Informationsbedarf kontaktieren Sie gerne  .

HeFDI - Hessische Forschungsdateninfrastrukturen

HeFDI ist die Initiative des Bundeslandes Hessen zur gemeinsamen Entwicklung und Betrieb von Angeboten rund um Forschungsdaten- und codemanagement. Die Philipps-Universität hat seit 2016 die Federführung in HeFDI inne.

HeFDI besteht als Verbund aus mehreren staatlich finanzierten hessischen Hochschulen. Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK) hat HeFDI von 2016 bis 2025 finanziert.

Alle beteiligten Hochschulen haben lokale Servicestellen/Helpdesks aufgebaut, Policies entwickelt und verabschiedet und bieten Beratungen sowie Trainings an. Das Serviceportfolio wird ergänzt um technische Dienste wie RDMO, Datenrepositorien und elektronische Laborbücher. Insbesondere die gemeinsamen Angebote wie HeFDI Data Talks, HeFDI Data Week, HeFDI Data School und Code School erfahren eine enorme überregionale Nachfrage. Durch die gemeinsame Arbeit unter der Federführung der Philipps-Universität war es möglich, diese Vielzahl an Services und Angeboten kostengünstig und für die Breite der Interessierten zu erschaffen und zu betreiben.

HeFDI versteht sich als Teil der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur und arbeitet gemeinsam mit anderen Bundeslandinitiativen daran, eine gute Verzahnung aller Ebenen im Forschungsdatenmanagement zu erreichen, siehe unter anderem die Publikation "HeFDI als Teil einer NFDI - konzeptionelle Überlegungen zur Verzahnung einer Landesinitiative mit der bisherigen Nationalen Forschungsdateninfrastruktur" und das Positionspapier "Wir bringen die breite Basis mit" – Gemeinsames Plädoyer für eine enge Einbindung der Landesinitiativen für Forschungsdatenmanagement in die Nationale Forschungsdateninfrastruktur (Version 1)."