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Zentrum für interdisziplinäre Religionsforschung (ZIR)

Das Zentrum für Interdisziplinäre Religionsforschung (ZIR) ist ein Forschungsverbund, in dem religionswissenschaftliche, historische, philologische, aber auch sozial- und kulturwissenschaftliche Kompetenzen gebündelt sind. Dadurch soll die Voraussetzung geschaffen werden, zu einem besseren Verständnis von Religion in kulturellen, sozialen und politischen Transformationsprozessen zu gelangen.
Prozesse der Globalisierung, Migration und Mediatisierung haben zu einer engen Verflechtung und Präsenz unterschiedlicher Religionen und den mit ihnen verbundenen Wert- und Normsystemen geführt. Auf der individuellen Ebene zeigen neue Formen hochgradig privatisierter Spiritualität das Bedürfnis nach idiosynkratischen Sinn- und Transzendenzkonstruktionen. Auf der gesellschaftlichen Ebene steht Religion als ein entscheidender Faktor für soziale und kulturelle Identitätsbildung sowie als Brennpunkt ethnischer, nationaler und internationaler Konflikte immer wieder im Zentrum des Interesses.
Es ist unsere Überzeugung, dass eine Analyse der sozialen, politischen und auch kulturellen Dynamik von Religion nur interdisziplinär erfolgen kann. Der Forschungsverbund überspannt eine große Vielfalt von Disziplinen, die Expertise in unterschiedlichen Regionen, Zeitspannen und Sprachräumen mitbringen. Hier sind es oft auch kleine Fächer oder spezifische Ausrichtungen in großen Fächern, die von der Vernetzung untereinander profitieren.
Das ZIR versteht sich als ein Zentrum mit flachen Hierarchien, in dem der wissenschaftliche Austausch über alle Statusgruppen hinweg erfolgt. Es wird ein besonderes Gewicht auf die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses gelegt. Das ZIR veranstaltet kontinuierlich interdisziplinäre Kolloquien, interne Workshops, Studientage und eine öffentliche Annual Research Lecture.

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