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Rudolf Bultmann (1884-1976) wirkte von 1921 bis 1951 als Professor für Neues Testament in Marburg. Mit seinen Hauptwerken (Die Geschichte der Synoptischen Tradition (1921), Kritisch-exegetischer Kommentar zum Johannesevangelium (1941), Theologie des Neuen Testaments
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(1953)) und vielen Schülerinnen und Schülern wirkte er im 20. Jh. weit über das Fach Neues Testament prägend. Zentral ist für ihn die Rekonstruktion des Glaubens- und Selbstverständnis der Menschen hinter der neutestamentlichen Theologie. Die  historisch-kritischen Vergleiche von Formen und Gattungen neutestamentlicher Überlieferung sowie die religionsgeschichtliche Rekonstruktion der jeweils prägenden Diskurse und Auseinander- setzungen führten ihn zur existentialen Interpretation, die nach dem Kerygma, als die auf das Glaubens- und Selbstverständnis antwortende Botschaft urchristlicher Verkündigung fragt. Insofern neutestamentliche Theologie auf dem Hintergrund antiken und mythologischem Weltverständnis formuliert ist, entwickelte die Bultmannschule das Programm der Entmythologisierung.

Zum Weiterlesen:  Rudolf Bultmann. Neues Testament und christliche Existenz. Theologische Aufsätze, ausgewählt, eingeleitet und herausgegeben von Andreas Lindemann, Tübingen 2002.

Zuletzt aktualisiert: 04.01.2008 · Marianne Peter

 
 
Fachbereich 5: Evangelische Theologie

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