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Das B-Zell Repertoire während Ontogenese und allergischer Sensibilisierung

Projektleiter: Prof. Dr. Michael Zemlin


Wissen über die Entwicklung des B-Zell-Repertoires während der Ontogenese ist Grundvoraussetzung für das Verständnis von immunologisch bedingten Erkrankungen wie Immunschwäche-Syndromen, Autoimmunerkrankungen und Allergien. Die Inzidenz dieser Erkrankungsgruppen hat in den letzten Dekaden massiv zugenommen, so dass inzwischen über 15 % aller Menschen an einer Allergie oder Autoimmunerkrankung leiden. Damit verbunden sind häufig eine Einschränkung der Lebensqualität und der Lebenserwartung, sowie exponentiell steigende Behandlungskosten. In unseren Untersuchungen zur Entwicklung des B-Zell-Repertoires während Ontogenese, allergischer Sensibilisierung und chronischem Asthma bronchiale haben wir folgende Ergebnisse erzielt:

  • Beim Menschen beginnt die Entwicklung des primären (IgM) und sekundären (IgG) Antikörper-Repertoires bereits intrauterin. Dabei nimmt die Vielfalt im ersten Lebensjahr schrittweise zu. Während des Klassenwechsels von IgM zu IgG haben Antikörper mit "reiferen" Antigen-Bindungsstellen keinen Selektionsvorteil. Die Keimzentrumsreaktion, in deren Folge hochaffine Antikörper entstehen, ist bei Neugeborenen und Säuglingen beeinträchtigt.

  • Im Mausmodell untersuchen wir, ob eine qualitative Modifikation der klassischen Antigen-Bindungsstelle wesentliche Merkmale der allergischen Sensibilisierung und Atemwegsentzündung verändert. Hierzu haben wir Mauslinien mit GenetTargeting hergestellt, deren klassische Antigen-Bindungsstelle bevorzugt aus geladenen, neutralen oder hydrophoben Aminosäuren besteht. Diese Arbeiten finden im Rahmen des Teilprojektes A17 des SFB/Transregio 22 "Allergische Erkrankungen der Lunge" statt.

Zuletzt aktualisiert: 12.04.2013 · Rogosch Tobias, Medizin

 
 
 
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