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Geschichtliche Entwicklung des HRZ

Das HRZ ist aus einer 1963 geschaffenen Universitätseinrichtung hervorgegangen und hat im Laufe seiner Geschichte verschiedene Bezeichnungen angenommen. In den ersten 20 Jahren war jeweils nur ein Zentralrechner zu betreuen, um den sich alles gedreht hat. In den 80ern sind mit den Mikrocomputern und deren Vernetzung neue Aufgabenbereiche hinzugekommen, in den 90ern hat sich das Hochschulnetz inkl. Anschluss an das Internet zur Kernaufgabe entwickelt. Diese geschichtliche Entwicklung soll hier kurz umrissen werden; bzgl. weiterführender Details s.

Die unterschiedlichen Bezeichnungen waren:

  • Zentrale Rechenanlage ZRA (1963 - 1973)
  • Rechenzentrum RZ (1973 - 1982)
  • Hochschulrechenzentrum HRZ (seit 1982)

Und weil die Zentralrechner anfangs so groß waren, war jeweils ein Umzug erforderlich, von der Universitätsstraße 24 (ab 1963) in die Neue Kasseler Straße 4 (1966) und schließlich in die Hans-Meerwein-Straße auf den Lahnbergen (1975).

„Grundsätze für die Errichtung und den Betrieb von Hochschulrechenzentren“ waren von der Kultusministerkonferenz bereits 1962 festgelegt worden. Als gesetzliche Grundlage für die Umwandlung der ZRA in das RZ ist 1973 § 27 des Hessischen Universitätsgesetzes (HUG) von 1970 bemüht worden, weil zumindest dort eine Regelung für „ständige technische Betriebseinheiten“ zu finden war. Das Hessische Hochschulgesetz (HHG) von 1978 hat mit § 28 Datenverarbeitung Regelungen zu Hochschulrechenzentren gebracht, die in Marburg ab 1987 umgesetzt wurden. Seit 2000 fallen Hochschulrechenzentren - zusammen mit den Universitätsbibliotheken - unter HHG § 56 Informationsmanagement, seit dessen letzter Novellierung in 2009 unter den gleichnamigen § 49.

Infolge dieser gesetzlichen Grundlagen hat es unterschiedliche Ordnungen und Steuerungsgremien gegeben, z.B. den Ständigen Ausschuss für Datenverarbeitung gemäß §§ 18, 19 des HUG von 1978, und zwar von 1979 bis 2001. Für eine Satzung gemäß HHG ab 2000 hat es bisher lediglich Entwürfe des HRZ gegeben.

Die Zentralrechner (Mainframes) waren:

  • Zuse Z22 (1963 - 1969)
  • Telefunken TR4 (1966 - 1975), CGK TR440 (1975 - 1984)
  • Sperry 1100/60 (1983 - 1989)
  • IBM 4361 (1984 - 1987), IBM 4381 (1987 - 1993)
  • DEC VAX 11/750 (1984 - 1990), DEC VAX 6000-420 (1990 - 1995)

Der Einstieg in die Vernetzung erfolgte 1974 mit der Inbetriebnahme einer Datenstation an einer IBM/370-168 im HRZ der TH Darmstadt. Ab dem TR440 hatten alle Zentralrechner eigene Terminalnetze, über die der Rechnerzugriff aus den Fachbereichen möglich wurde. Schließlich waren die IBM-Hosts ab 1986 an das EARN/BITNET angeschlossen, das weltweiten E-Mail-Verkehr ermöglichte.

Der PC-Support ist 1985 angelaufen, als die ersten PC-Pools für die Lehre in Betrieb genommen wurden, seitdem unterstützt das HRZ den Betrieb von PC-Pools in Fachbereichen und Bibliotheken sowie den Betrieb von PCs am Arbeitsplatz. Mit dem PC-Saal für E-Klausuren auf den Lahnbergen und den neuen PC-Pools im Carolinenhaus stellt das HRZ den Studierenden seit 2011 über 1000 PC-Arbeitsplätze mit einheitlicher Benutzeroberfläche bereit.

Die ersten lokalen Netze auf der Basis von Ethernet sind 1987 entstanden, ihre Kopplung zum Extended Ethernet LAN ab 1990 war Ausgangspunkt für das Hochschulnetz UMRnet. Anschließend wurden bzw. werden folgende Techniken zur Kopplung eingesetzt:

  • FDDI-Backbone (1995 - 1999)
  • ATM-Kernnetz (1999 - 2004)
  • 10 Gigabit-Kernnetz (seit 2004)

Seit 1990 ist das UMRnet an das Wissenschaftsnetz WiN des DFN-Vereins angeschlossen, ab 1991 inkl. Zugang zum Internet (zunächst nur mit Telnet, E-Mail und FTP), mit kontinuierlich steigender Bandbreite. Mittlerweile gibt es im UMRnet mehr als 100 lokale Netze mit insgesamt mehr als 20.000 Hosts.

Für das Hochleistungsrechnen wurden bzw. werden folgende Systeme betrieben:

  • Vektorrechner CONVEX C230 (1989 - 1995)
  • Parallelrechner IBM SP (1995 - 2003)
  • Linux-Cluster MaRC der Fa. Megware (2006-2012)
  • Linux-Cluster MaRC2 der Fa. Circular (seit 2012)

Zentrale Server (von IBM, Sun, Intel) haben ab 1993 die Zentralrechner abgelöst, als eigenständige Rechner aber keine besondere Beachtung mehr gefunden (weil es schnell mehr als einige zig Server wurden). In den Vordergrund sind die Services gerückt, die mit ihnen bereitgestellt wurden, wie z.B. Gopher (1992), News (1993), WWW (1994) oder Backup/Archive (1996). Seit 2004 werden verstärkt Virtualisierungstechniken für die Bereitstellung der Services eingesetzt.

Der Internet-Zugang für Studierende (1995) sowie Professoren und Mitarbeiter (1996), d.h. ein Account für eine E-Mail-Adresse, persönliche Web-Seiten sowie den Modem/ISDN-Zugang vom heimischen PC, haben die Anzahl der Benutzer von weniger als 2000 in 1994 auf über 14.000 in 2004 ansteigen lassen. Ab 2004 gewannen VPN- und WLAN-Zugänge immer mehr an Bedeutung, der Account wird aber auch für alle zentralen web-basierten Dienste (wie z.B. ILIAS oder LSF) genutzt. Seit  dem WS 2007/2008 erhalten alle Studierenden einen entsprechenden Internet-Account, so dass jetzt über 25.000 Accounts zu betreuen sind.

Zur Bearbeitung von Anfragen und Störungsmeldungen wurde 1998 im HRZ auf den Lahnbergen ein Helpdesk eingerichtet, der seit 2004 mit einem Ticket-System arbeitet. Seit der Einrichtung des großen PC-Saals in der UB in 2005 ist das Aufsichtspersonal in den PC-Sälen in die Arbeit des Helpdesks integriert. Mit der Einführung von Studiengebühren im WS 2007/2008 konnte auch der Helpdesk weiter ausgebaut werden, im PC-Saal der UB ist der Helpdesk auch am Wochenende besetzt.

Seit 1999 ist das HRZ auch für den Betrieb der Telefonanlage zuständig. Anlass war die Inbetriebnahme einer neuen Anlage von Alcatel, eines Systems aus verteilten Telefonknoten, die über das ATM-Kernnetz verbunden waren. Diese Integration von Sprache und Daten hat Synergieeffekte gebracht, das Betriebspersonal wurde in das HRZ integriert. Seit 2008 betreibt das privatisierte Klinikum eine eigene Telefonanlage. Im Zuge der Teilung wurde die Anlage modernisiert und das ATM-Kernnetz stillgelegt.

Mit dem Betrieb der Telefonanlage übernahm das HRZ auch die Pflege der Daten für ein uni-internes Telefonbuch. Eine erste Aktualisierung der Daten erfolgte im Rahmen der SAP-Einführung in 2001 durch die Verwendung der neuen Kostenstellen für die Abrechnung. Mit diesen Daten richtete das HRZ ein Online-Verzeichnis auf der Basis von OpenLDAP ein, das im Laufe der Jahre zum Identity-Management-System der Universität ausgebaut wurde. Ein letztes traditionelles Telefonbuch wurde 2003 gedruckt.

Seit Ende der 90er Jahre steht Multimedia auf dem Programm, die Ausstattung von Hörsälen und Seminarräumen mit Multimediatechnik hat sich zu einer Routinetätigkeit entwickelt. Im Rahmen des Projekts Multimedia-Kompetenzzentrum (2001 - 2008) wurden einige neue Dienste nachhaltig eingeführt, z.B. die zentrale Lernplattform ILIAS in 2002 und  die elektronischen Semesterapparate in Kooperation mit der UB in 2005 . Seit 2009 wird der Multimedia-Einsatz in der Lehre durch die Lenkungsgruppe Neue Medien begleitet, als erstes Projekt wurde die Einführung von E-Klausuren in Kooperation mit der JLU Gießen gestartet.

Der Relaunch des Web-Auftritts (ab 2005) auf Basis eines Content Management Systems hat Wirrwarr und Uneinheitlichkeit der ehemaligen Web-Angebote überwunden und ist dafür mit dem „Preis für Hochschulkommunikation 2007 - Der beste Internetauftritt“ ausgezeichnet worden.

Mit Blick auf die an allen deutschen Hochschulen anstehende Ablösung der veralteten HIS-Software für die Studienverwaltung wurden dem HRZ in 2009 die Aufgaben der Verwaltungsdatenverarbeitung übertragen. Neben dem Support für die PC-Arbeitsplätze und IT-Systeme der Verwaltung ist das HRZ damit auch für den IT-Support der Veranstaltungs- und Prüfungsverwaltung in den Fachbereichen zuständig. In 2010 wurde das Amt eines Vizepräsidenten für "Informations- und Qualitätsmanagement" eingerichtet, insbesondere mit dem Auftrag, ein neues integriertes Campus-Management-System (iCM) für die Studienverwaltung einzuführen. Das HRZ ist für die technische Umsetzung verantwortlich und beratend in Projektleitung  und Lenkungsgruppe eingebunden.

Seit 2011 gibt es im HRZ einen Beauftragten für IT-Sicherheit.


Zuletzt aktualisiert: 05.05.2012 · Jutta Weisel

 
 
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