24.03.2013
Klare Sprache
Der Neubau des Forschungszentrums Deutscher Sprachatlas (DSA)
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Ziele: Bis Ende 2014 erhält das am Fachbereich Germanistik und Kunstwissenschaften angesiedelte Forschungszentrum Deutscher Sprachatlas (DSA) in zentraler Lage – zwischen Oberstadt, Botanischem Garten und Hörsaalgebäude – einen Neubau. Sind die Räume des Zentrums bislang noch auf mehrere Häuser über die Stadt verteilt, so werden die Sprachdynamikforschung sowie Arbeitsgruppen aus den Bereichen Langzeitdiachronie, Neurolinguistik, Klinische und Theoretische Linguistik künftig künftig unter einem Dach vereint. Mit dem Neubau werden die am Sprachatlas beteiligten Forscherinnen und Forscher optimale Bedingungen vorfinden, um interdisziplinär arbeiten zu können. Der Forschungsbau entsteht nach den Plänen des Nürnberger Architekturbüros Bär, Stadelmann, Stöcker zur Realisierung, die im Dezember 2011 den Wettbewerb für sich entscheiden konnten. Der Neubau entsteht auf dem Gelände der ehemaligen Brauerei, das seit deren Abbruch als öffentlicher Parkplatz genutzt wird. Da der geplante Forschungsbau der Nürnberger Architekten nur etwa ein Drittel der Fläche einnimmt und sich zudem auf die Ränder des Baufeldes konzentriert, werden auch nach Baubeginn weiterhin rund 70 Parkplätze zur Verfügung stehen. |
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Architektur: „Der Entwurf besticht durch seine städtebauliche Haltung und durch seine Klarheit bei der Organisation: Der Baukörper wird so geformt, dass nicht nur eine großzügige Eingangssituation, sondern auch ein schöner räumlicher Bezug zwischen Pilgrimstein und Botanischem Garten aufgebaut wird“, urteilte der Vorsitzende des Auswahlgremiums Ferdinand Heide. Im Hinblick darauf, dass das Gebäude auch sehr stark aus der Oberstadt, also von oben wahrgenommen werde, lobte die Jury zudem die überzeugende Dachgestaltung. Die Architekten Bär, Stadelmann und Stöcker variieren in ihrem Entwurf die Themen Verdichtung und Aufweitung: Indem sich der Neubau auf die beiden Randbereiche des Grundstücks konzentriert, entsteht zur Altstadt hin ein Vorplatz, zum Hörsaalgebäude hin eine offene Terrasse mit Blick zum Botanischen Garten. Die Besucher werden über einen überdachten Außenbereich in das mit hellem Klinker verkleidete Gebäude geführt. Dort spannt sich eine mehrgeschossige Eingangshalle mit Blick über den Mühlgraben auf. Diese Halle mit ihrer „imposanten Freitreppe“ sei der ideale Verteiler zwischen Bibliothek und Vortragsraum im Erdgeschoss sowie den beiden ringförmig angeordneten Obergeschossen mit Arbeitsräumen und Laboren, befand die Jury. Im Oktober 2013 soll voraussichtlich mit dem Bau begonnen werden, dessen Gesamtkosten sich auf rund 7,3 Millionen Euro belaufen werden. Erstmalig übernimmt die Universität im Rahmen der Teil-Bauautonomie die Bauherreneigenschaft für die Errichtung eines Neubaus. Die Finanzierung erfolgt zur Hälfte aus Mitteln des Bundes, die andere Hälfte wird aus dem Hochschulbauprogramm „HEUREKA“ des Landes Hessen bereit gestellt. |
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