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#EduNextForum26: Hochschullehre Hessen – zwischen Innovation und digitaler Verantwortung
Wir laden Sie herzlich ein zur gemeinsamen Veranstaltung der Philipps-Universität Marburg in Kooperation mit dem HessenHub - Netzwerk digitale Hochschullehre Hessen, die durch QuIS - Qualität in Studium und Lehre Hessen und das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur gefördert wird. Die Veranstaltung richtet sich an Lehrende, Studierende, Hochschulleitungen und Tätige im Hochschulmanagement:
#EduNextForum26: Hochschullehre Hessen – zwischen Innovation und digitaler Verantwortung
am 03. Dezember 2026, TTZ Marburg (Softwarecenter 3, 35037 Marburg)
Anknüpfend an die erfolgreiche #EduNext25: Digitalisierung und KI in der Hochschullehre widmen wir uns aktuellen Entwicklungen und Zukunftsfragen der digitalen Hochschullehre. Im Mittelpunkt steht die Frage danach, wie digitale Lehrinnovation gestaltet und verantwortungsvoll, nachhaltig und qualitätsgesichert in Studium und Lehre verankert werden kann. Mit einem vielfältigen Programm möchten wir innovative Projekte sichtbar machen, neue Impulse setzen und mit unterschiedlichen Formaten einen hochschulübergreifenden Austausch ermöglichen.
Programm
Moderation: Emanuel Koch
| 09:00-10:00 | Ankommen und Morgenkaffee |
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10:00-10:15 |
Begrüßung |
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10:15-11:15 |
Keynote: "Wenn Digitalisierung sich selbst verändert: Hochschulen im KI-Strukturbruch" |
Inhalt ausklappen Inhalt einklappen Abstract Keynote
Generative und agentische KI verändert nicht nur digitale Werkzeuge, sondern zunehmend auch die Bedingungen von Wissen, geistiger Arbeit und gesellschaftlicher Handlungsfähigkeit. Damit wandelt sich auch der Bildungsauftrag der Hochschulen: KI- und Digitalkompetenzen werden zu einer wichtigen Voraussetzung für wissenschaftliche, berufliche und demokratische Mündigkeit. Hochschulbildung muss deshalb stärker von der Vermittlung reproduzierbaren Wissens zu Urteilskraft, Gestaltung, Verifikation und Verantwortung führen.
Die Keynote beleuchtet, welche Strukturbrüche durch KI entstehen, wie sich dadurch unser Verständnis digitaler Souveränität verändert und welche Rolle Hochschulen dabei einnehmen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Hochschulen Studierende dazu befähigen können, eine zunehmend KI-geprägte Gesellschaft kritisch, souverän und verantwortungsvoll mitzugestalten. Dabei müssen Hochschulen nicht nur für eine KI-geprägte Gesellschaft ausbilden, sondern sich auch als Institution unter den Bedingungen von KI stetig weiterentwickeln.
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11:15-12:30 |
EduConnect |
| 12:30-13:15 | Mittagsimbiss |
| 13:15-14:45 | Parallelformate I |
Inhalt ausklappen Inhalt einklappen 1.A Fishbowl-Diskussion: KI-Strategien für Studium und Lehre
Gäste: Prof. Dr. Yvonne Zimmermann (Philipps-Universität Marburg, VP Bildung), Dr. Tina Klug (Hochschule RheinMain, Kanzlerin) und N.N.
Künstliche Intelligenz entwickelt sich stetig weiter und bietet damit zunehmend unterschiedlichste Einsatzmöglichkeiten für Studium und Lehre. Neben individuellen Entscheidungen für die konkrete Lehrpraxis erfordert dies auch eine Auseinandersetzung damit, wie ein hochschulweiter, gemeinsamer Rahmen für den Umgang mit KI in Studium und Lehre aussehen kann.
Gemeinsam mit dem Publikum diskutieren die Gäste, welche Erfahrungen an den unterschiedlichen Hochschulen bei Strategieentwicklung zu KI in Studium und Lehre gemacht wurden. Welche Strategien verfolgen die Hochschulen? In welchem Verhältnis stehen zentrale Steuerung und dezentrale Entscheidungskompetenzen und wie können unterschiedliche (fach-)spezifische Bedarfe zusammengebracht werden? Wie wurde der Prozess gestaltet und welche Akteur*innen wurden eingebunden?
Inhalt ausklappen Inhalt einklappen 1.B Workshop: „Hype oder Pflichtprogramm?“ - Agentische KI in der Hochschullehre. Konzept, Sicherheitsfragen und erste Erfahrungen aus einem laufenden Lehrprojekt
Wolfgang Baier und Christoph Bienias (Hochschule Darmstadt, Hochschuldidaktik und Digitalisierung)
Wie lassen sich agentische KI-Systeme didaktisch sinnvoll und verantwortungsvoll in die Hochschullehre integrieren? Ausgehend von der Vorstellung erster Erfahrungen einer neu entwickelten Lehrveranstaltung an der Hochschule Darmstadt diskutieren die Teilnehmenden gemeinsam Chancen, Risiken und Qualitätskriterien beim Einsatz agentischer KI als Gegenstand in der Lehre. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen der Transparenz und Nachvollziehbarkeit für die Anwendenden, sowie die Entwicklung konkreter Einsatzszenarien und möglicher Kooperationen zwischen hessischen Hochschulen.
Inhalt ausklappen Inhalt einklappen 1.C Workshop: Interaktives Storytelling in der Lehre: Vom Lerninhalt zum ersten Story-Konzept
Isabel Cutrim (Justus-Liebig-Universität Gießen, Servicestelle Hochschuldidaktik, Projekt Innovationscampus)
Geschichten können komplexe Lerninhalte zugänglich machen und Lernende aktiv einbeziehen. In diesem Workshop entwickeln die Teilnehmenden erste Ideen für interaktive Geschichten in der eigenen Lehre und reflektieren, wie digitale und KI-gestützte Werkzeuge deren Gestaltung und Umsetzung unterstützen können. Technische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Inhalt ausklappen Inhalt einklappen 1.D Workshop: KI-Chatbots für Studium und Lehre
Marcel Neumann, Katharine Schröder (Philipps-Universität, Referat für Studieninformationen, Projekt Chatbot für Studieninteressierte), Dr. Sarah Voß-Nakkour, Imran Hossain, Louis Dunkel (Goethe-Universität Frankfurt, studiumdigitale, Projekt LearnMate)
Alle wollen ihn: Den Chatbot, der alles kann. Aber was können Chatbots eigentlich und wie können sie Studieninteressierte, Studierende und Lehrende verantwortungsvoll unterstützen? Diese Fragen wollen wir gemeinsam mit Ihnen beantworten. Wir erarbeiten, wie ein eigener Chatbot in Ihrem Arbeitsbereich aussehen kann und setzen Ihr Konzept anschließend praktisch um. Mit eigenen Dokumenten wird Ihr Chatbot sofort konkret – Hinweise, welche Materialien sich eignen, erhalten Sie nach der Anmeldung.
Inhalt ausklappen Inhalt einklappen 1.E Digitale Empörungswellen verstehen: Free Speech als Gegenstand in Forschung und Lehre
Prof. Dr. Christine Domke und Prof. Dr. Matthias Klemm (Hochschule Fulda, Lehrprojekt Free Speech)
Wie können Hochschulen einen reflektierten, zivilen Umgang mit digitalen Meinungsdiskursen und gesellschaftlicher Polarisierung entwickeln? Ausgehend vom Projekt „Free Speech“ der Hochschule Fulda gibt der Workshop Einblicke in die Logik digitaler Polarisierungswellen. Anhand empirischer Beispiele von „Offensive Speech“ diskutieren die Teilnehmenden Ansätze und Strategien, kontroverse Meinungsäußerungen im digitalen Diskurs in der Lehre konstruktiv zu nutzen.
| 14:45-15:15 | Kaffeepause |
| 15:15-16:45 | Parallelformate II |
Inhalt ausklappen Inhalt einklappen 2.A Panel-Diskussion: Lehrkräftebildung im Kontext gesellschaftlicher Transformation: Verantwortung und Gestaltungsauftrag der Universität
Mit Beiträgen von: Prof. Dr. Annekatrin Bock (Philipps-Universität Marburg, Schulpädagogik), Prof. Dr. Susann Gessner (Philipps-Universität Marburg, Politikwissenschaft) und N.N.
Aktuelle Transformationsprozesse stellen die Lehrkräftebildung vor grundlegende Fragen, die sich auch im Entwurf des Hessischen Lehrkräftebildungsgesetzes widerspiegeln. Dort werden neben anderen Themen Demokratiebildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Medienbildung und Digitalisierung sowie Künstliche Intelligenz als Querschnittsthemen und damit zentrale Themenfelder der Lehrkräftebildung genannt.
Drei Impulsvorträge eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf die damit verbundenen Herausforderungen. Gemeinsam mit dem Publikum diskutieren die drei Referent*innen: Welche Kompetenzen und professionellen Orientierungen benötigen zukünftige Lehrkräfte, um mit komplexen gesellschaftlichen Herausforderungen reflektiert und verantwortungsvoll umzugehen? Wie können wissenschaftliche Reflexion, fachliche Expertise und gesellschaftliche Verantwortung mit Blick auf diese Themen in der Lehrkräftebildung miteinander verbunden werden? Und welche Verantwortung kommt dabei der Universität als Ort der Wissenschaft, Bildung und Professionalisierung zu?
Inhalt ausklappen Inhalt einklappen 2.B Workshop: Aufmerksamkeit gewinnen & individuelles Lernen fördern: KI-Avatare und interaktive Lernangebote
Prof. Dr. Elmar Schlüter (Justus-Liebig-Universität Gießen, Projekt KiSS) und Dr. Sebastian Busse (Justus-Liebig-Universität Gießen, Data Analytics)
Social Media, Streaming, Push-Nachrichten: Heute entscheidet sich in Sekunden, wohin unsere Aufmerksamkeit wandert. Wie kann Hochschullehre in diesem Wettbewerb bestehen und zugleich unterschiedlichen Lernbedürfnissen gerecht werden? Dieser Workshop vermittelt Erfahrungen aus konkreten Lehrveranstaltungen mit Ansätzen zur KI-gestützten Individualisierung des Lernens.
Im Zentrum des ersten Workshop-Teils steht zum einen ein hybrides Seminar von Dr. Sebastian Busse aus dem Sommersemester 2026, in dem kurze, mit HeyGen erstellte KI-Avatar-Videos nach dem Flipped-Classroom-Prinzip die Grundlagen vermittelten. Die gemeinsame Zeit sollte so frei werden für Diskussion und Gruppenarbeit, strukturiert durch ein digitales Whiteboard als offene Themenlandkarte statt als Folienfolge. Prof. Dr. Elmar Schlüter ergänzt diese Praxiserfahrungen um Perspektiven aus dem Projekt "KI-basiertes individualisiertes Lernen der empirischen Sozialforschung (KiSS)". Demonstriert wird, wie z.B. KI-gestützte Audio-Podcasts und interaktive Selbstlernmodule die Wiederholung und Vertiefung von Lehrinhalten unterstützen können.
Im Mittelpunkt des zweiten Workshop-Teils steht Ihre eigene Lehrveranstaltung: Gemeinsam prüfen Sie, wie sich insbesondere KI-Avatar-Videos didaktisch sinnvoll einsetzen und mit aktiven sowie individuell anpassbaren Lernangeboten verbinden lassen. Sie entwickeln erste Umsetzungsideen und diskutieren Aufwand, Grenzen und den möglichen Mehrwert für Ihre Studierenden.
Inhalt ausklappen Inhalt einklappen 2.C Workshop: Digitale Barrierefreiheit
Rebecca Bahr und Josef Bauer (Philipps-Universität Marburg, Service- und Beratungsstelle für ein inklusives Studium), Saba Mateen und Dr. Sarah Voß-Nakkour (Goethe-Universität Frankfurt, studiumdigitale), Prof. Dr. Ilka Agricola, Prof. Dr. Sabine Lauber-Pohle und Dr. Kai Kortus (Philipps-Universität Marburg, Projekt MAR-B-MINT)
Wieso ist digitale Barrierefreiheit wichtig? Welche Strukturen, Maßnahmen und technische Lösungen können dabei helfen, Barrieren abzubauen und neue Möglichkeiten der Teilhabe zu schaffen? Diese Fragen stehen im Fokus des Workshops. Im ersten Teil werden neben einer kurzen Einführung zur Frage, was digitale Barrierefreiheit bedeutet und warum diese relevant ist, Best-Practice-Beispiele aus der Arbeit der Referent*innen vorgestellt. Anschließend wird an mehreren Stationen praktisch erfahrbar gemacht, wieso Barrierefreiheit wichtig ist und wie sie z.B. in digitalen Medien umgesetzt werden kann.
Inhalt ausklappen Inhalt einklappen 2.D Workshop: Ersetzen, modifizieren, beibehalten? Prüfungsformate im Zeitalter generativer KI neu denken
Dr. Annika Brück-Hübner und Daniel Erl (Technische Hochschule Mittelhessen, Zentrum für kooperatives Lehren und Lernen)
Generative KI stellt etablierte Prüfungsformate infrage. Damit rückt die Frage nach der Passung von Lernzielen, Lehr-Lern-Aktivitäten und Prüfungsformen im Sinne des Constructive Alignment erneut in den Fokus. Die Teilnehmenden diskutieren und erarbeiten, ob sich ein Prüfungsformat ersetzen, modifizieren, beibehalten oder streichen lässt und an welchen Stellen KI eingesetzt werden kann, etwa um Lehrende zu entlasten oder Studierende in der Prüfungsvorbereitung zu unterstützen.
Inhalt ausklappen Inhalt einklappen 2.E Workshop: Wer ist (un)sichtbar? KI, Bias und Diversität in der Hochschullehre
Benedikt Pielenz, Elena Schaub (TU Darmstadt, Hochschuldidaktische Arbeitsstelle)
Welche Vorstellungen von Menschen, Rollen und Hochschule vermitteln KI-generierte Bilder und Texte? An konkreten Beispielen untersuchen wir gemeinsam stereotype Darstellungen und fehlende Perspektiven und erproben, was veränderte Prompts und eigene gestalterische Überarbeitungen bewirken – und wo ihre Grenzen liegen. Der interaktive Workshop verbindet einen verständlichen Einstieg in generative KI mit gestalterischen und diversitätssensiblen Perspektiven und bietet Anregungen für einen reflektierten Einsatz in der Hochschullehre; technische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, ein Laptop oder Tablet kann nützlich sein.
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17:00-17:50 |
Podiumsdiskussion: "Digitalität, Demokratie und Zukunftsperspektiven der Hochschullehre" |
| 17:50-18:00 | Verabschiedung und Veranstaltungsende |
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Ab 18 Uhr |
Gemeinsamer Ausklang |
Anmeldung
Bis zum 22.11.26 können Sie sich hier für die Teilnahme an der Veranstaltung anmelden.
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Kontakt
#EduNext26-Organisationsteam
Referat III B 7 - Projektbüro Studium und Lehre
Dezernat III Studium und Lehre
edunext26@uni-marburg.de