Dr. Kerstin Kraft
Wiss. Mitarbeiterin, Projektmitarbeiterin
Philipps-Universität Marburg » Gesellschaftswissenschaften und Philosophie » Institut für Europäische Ethnologie/Kulturwissenschaft
| Telefon* | 28-26517 |
|---|---|
| Fax* | 28-26515 |
| E-Mail* | kerstin.kraft@staff |
| Gebäude | Geb. Biegenstr. 9 |
| Adresse |
Biegenstraße 9 35032 Marburg (Paketpost: 35037 Marburg) |
VW-Projekt: Soziokulturelle Untersuchungen zur Bekleidungsgeschichte der 1930er/40er Jahre
Im Rahmen einer neuen Förderlinie der Volkswagenstiftung (‚Forschung in Museen’) wird das Projekt ‚Soziokulturelle Untersuchungen zur Bekleidungsgeschichte der 1930er/40er Jahre’ vom LVR-Industriemuseum in Kooperation mit dem Institut für Europäische Ethnologie/Kulturwissenschaften über eine Laufzeit von drei Jahren durchgeführt werden.
Das Forschungsvorhaben leitet sich aus der Sammlung des Museum ab und hat die folgenden Aufgaben und Ziele:
- Aufarbeitung der Mode- und Bekleidungsgeschichte der 1930er und 1940er Jahre, u.a. unter den Aspekten realer Konsummuster, Kleidungsverhalten, Vorbilder, Motivationen, Beeinflussungen, Ideologisierungen etc. auf der Grundlage
- einer wissenschaftlichen Bearbeitung und objektbasierten Untersuchung des Konvoluts Bekleidung der 1930er/40er Jahre mit der
- Entwicklung einer eigenständigen Methode zur Untersuchung von Bekleidung und Anwendung dieser Methode auf den genannten Objektbereich sowie die
- Entwicklung und Anwendung einer spezifischen Befragungsmethode für objektbezogene Zeitzeugen-Interviews, um zu neuen Ergebnissen über den Sammlungsbestand und von diesem abgeleitet zur Kultur- und Sozialgeschichte im Untersuchungszeitraum zu gelangen. Die letzte Generation der Zeitzeugen wird in wenigen Jahren verstorben sein. Damit wird eine wichtige Quelle mit ihren Spezifika (Emotion, Narration) zur Erforschung gerade des Alltags dieser Zeit verschwunden sein.
Die Ergebnisse des Projektes werden in zwei Phasen der Öffentlichkeit und Forschung vorgestellt. 2011 (nach ca. der Hälfte der beantragten Förderdauer von drei Jahren) informiert eine Ausstellung (Schauplatz Ratingen, Textilfabrik Cromford) mit Begleitbroschüre über das Erreichte. Ein interdisziplinärer ‘Workshop’ (voraussichtlich 2012) stellt das Zwischenergebnis in der Fachöffentlichkeit zur Diskussion. Dies erlaubt, die Reaktionen auf die Ausstellung von unterschiedlichen Rezipientengruppen in die weitere Arbeit einzubeziehen. Die Abschlusspublikation (2013) präsentiert das Forschungsergebnis und die wissenschaftliche Erschließung der Sammlung.

