19.11.2009
AnthroLab: Vortrag über die völkerkundliche Forschung zu Beginn des 20. Jahrhunderts
Neunter Vortrag des "Marburger AnthroLab"
Zeit:
21.01.2010
18:00 h
Ort:
Fachgebiet Völkerkunde, Kugelhaus, Kugelgasse 10, 1. OG
Referent/Beteiligte:
Dr. Michael Kraus
Weitere Informationen:
»Zwei Tagebücher sind noch unerträglicher als ein Tagebuch« –
Texte, Kontexte und Subtexte der völkerkundlichen Forschung zu Beginn des 20. Jahrhunderts
Im Jahr 1998 wurden der Völkerkundlichen Sammlung der Philipps-Universität Marburg der Nachlass des Ethnologen Theodor Koch-Grünberg (1872-1924) übergeben. Die erhaltenen Dokumente, zu denen u.a. die Tagebücher der Südamerikareisen als auch die umfangreiche, mehr als ein Vierteljahrhundert umfassende Korrespondenz mit in- und ausländischen Kollegen zählen, ermöglichen es, fachhistorische Entwicklungen in der Ethnologie über nahezu ein Vierteljahrhundert zu rekonstruieren und neben den von Koch-Grünberg publizierten Ergebnissen Hintergründe, Netzwerke, aber auch politische Ereignisse und weltanschauliche Überzeugungen, die sich sowohl auf die Umstände der Forschungen als auch auf die Darstellung der Erforschten auswirkten, zu analysieren.
Im Jahr 2004 konnten die Tagebücher der Xingu-Expedition Koch-Grünbergs (1899) veröffentlicht werden. Der Vortrag konzentriert sich auf die Arbeiten am Folgeband („Vom Roraima zum Orinoko, 1911-1913“) und stellt die Marburger Archiv-Informationen in den Kontext der frühen Fachentwicklung.
Dr. Michael Kraus, Berlin
Weitere Informationen zum "Marburger AnthroLab" hier.
Veranstalter:
IVK-Völkerkunde


