18.04.2011
AnthroLab: Vortrag über religiöse Praktiken und modernisierte Traditionen in Mexiko
Dreiundzwanzigster Vortrag des "Marburger AnthroLab"
Zeit:
28.06.2011
18:00 h
Ort:
Fachgebiet Kultur- und Sozialanthropologie, Kugelhaus, Kugelgasse 10, 1. OG
Referent/Beteiligte:
Prof. Dr. Eveline Dürr
Weitere Informationen:
Religiöse Praktiken und modernisierte Traditionen in Mexiko
Die facettenreiche Beziehung zum Tod und zu den Verstorbenen ist zum integralen Bestandteil der nationalen Identität Mexikos geworden. In diesem Sinne zählen die Feiern anlässlich des Tages der Toten am 1. November, todos santos oder día de los muertos genannt, mit zu den bedeutendsten sozialen aber auch touristischen Ereignissen des Landes. Auf lokaler Ebene besitzen diese Feste spezifische, wenn auch nicht für alle Akteure und Akteurinnen gleiche Bedeutungen. Die wachsende interne Differenzierung der indigenen Gemeinden trägt dazu bei, dass die Praktiken und Bedeutungszuschreibungen dieses Festes immer stärker divergieren. Gleichzeitig ist eine Wiederbelebung der sogenannten „Traditionen“ zu beobachten, die oftmals mit einer verstärkten Touristifizierung einher geht. Die dadurch entstehenden Spannungen innerhalb der indigenen Gemeinden sowie die weltbildspezifischen Einbindungen und revidierten Interpretationen des día de los muertos vor dem Hintergrund der globalisierten Tourismusindustrie werden im Vortrag näher betrachtet.
Prof. Dr. Eveline Dürr, LMU München
Veranstalter:
IVK - Kultur- und Sozialanthropologie


