Leitfaden zum wissenschaftlichen Arbeiten
Charakteristisch für die Philosophie, gleiches gilt für die Ethik als Teildisziplin der Philosophie, ist die kritische Auseinandersetzung mit den philosophischen Gedankenentwürfen der Tradition sowie die argumentative Beschäftigung mit den grundlegenden Herausforderungen der Gegenwart. Entsprechend führt das Studium der Philosophie in eine Vielzahl unterschiedlicher Weltbilder und Denkformen ein. Im Studium können Sie sich mit gegensätzlichen Standpunkten und einander widersprechenden Denkansätzen bekannt machen und lernen, deren rivalisierende Ansprüche durch kritische Untersuchung der Gründe und Gegengründe zu beurteilen. Philosophieren heißt sich im Denken zu orientieren. Philosophen versuchen die Grundlagen unseres Alltagsverstandes und der Wissenschaften zu analysieren und zu bewerten. Dabei untersuchen sie häufig die allgemeinen Begriffe, die beim Nachdenken oder in den Wissenschaften verwendet werden: Vernunft, Sprache, Bedeutung, Wissen, Geist, Gut und Böse, Handlung, Gerechtigkeit – um nur einige Beispiele zu nennen. Wie andere Fächer verwenden auch Philosophen bestimmte Methoden, um zu den Ergebnissen ihrer Arbeit zu gelangen und diese zu präsentieren. Auch wenn das Methodenarsenal der Philosophie vielfältig ist, sind allgemeine Grundregeln des wissenschaftlichen Arbeitens von Anfang an zu beachten. Dieser Leitfaden orientiert über die maßgeblichen Gepflogenheiten, welche beim Studium zu berücksichtigen sind und die Sie sich im Rahmen Ihrer Arbeiten zu eigen machen sollten.
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