16.11.2011
Rechtspopulismus in der Europäischen Union
Die Forschungsgruppe Europäische Integration lädt alle Interessierten herzlich zur Tagung "Rechtspopulismus in der Europäischen Union" am 09.12.2011 von 09:00-21:00 Uhr in die Alte Mensa, Reitgasse 11, 35037 Marburg ein.
Die Tagung Rechtspopulismus in der Europäischen Union diskutiert Ursachen von Rechtspopulismus und mögliche Gegenstrategien. Ziel ist es, die Forschung zu Rechtspopulismus mit den Debatten der kritischen Integrationsforschung, wie sie unter anderem im Kontext der Marburger Forschungsgruppe Europäische Integration entwickelt wurden, zu verknüpfen. Gegenüber Ansätzen, die Rechtspopulismus vor allem als Problem 'extremistischer' Einstellungen oder rechtspopulistischer Parteien in den Blick nehmen, verweist die kritische Integrationsforschung auf die gesellschaftliche Dimension des Phänomens. Auf der Tagung wird Rechtspopulismus im Kontext von Transformationen von Staatlichkeit, neoliberalen Umstrukturierungen der Gesellschaft und Krisen von Geschlechterverhältnissen in den Blick genommen. Länderstudien zeigen Gemeinsamkeiten und Differenzen von Rechtspopulismus innerhalb der Europäischen Union auf. Die Diskussion über mögliche Gegenstrategien bildet einen weiteren inhaltlichen Schwerpunkt der Tagung.
Programm
9:00-09:45 Uhr: Eröffnung
Nikolai Huke/John Kannankulam (Marburg): Begünstigt europäische Integration Rechtspopulismus? Debatten der kritischen Integrationsforschung
09:45-10:00 Uhr: Pause
10:00-11:45 Uhr: Rechtspopulismus und Neoliberalismus
Aljoscha Pilger (Marburg) - Rechtspopulismus in Ungarn und die europäische Osterweiterung unter neoliberalen Vorzeichen
Stefan Schmalz (Jena) - Prekarisierung der Arbeit: Fördert sie einen neuen Autoritarismus? (Fallbeispiel Deutschland)
11:45-13:00 Uhr: Mittagspause
13:00-14:45 Uhr: Rechtspopulismus und Geschlecht
Anna Stiede (Berlin) - Retraditionalisierung von Geschlechterrollen im Kontext rechtspopulistischer Backlashs in Italien
Yves Müller (Berlin) - Männliche Homosexualität und Homophobie im deutschen Rechtspopulismus
Daniela Marx (Marburg): Wahlverwandtschaften - Feministische 'Islamkritik' in Deutschland und den Niederlanden
15:00-15:15 Uhr: Pause
15:15-17:00 Uhr: Nationenbegriffe im Rechtspopulismus
Magdalena Marsovszky (Fulda) - „Die Erlösung der Nation“. Strukturen des völkischen Denkens in Ungarn
Gerd Wiegel (Berlin) - Rechtes Erfolgsmodell Österreich
Patrick Eser (Marburg) - Rechtspopulismus und Nationalitätskonflikte. Das Beispiel der Plataforma per Catalunya
17:00-20:00 Uhr: Gemeinsames Abendessen
20:00-21:00 Uhr: Rechtspopulismus in der Europäischen Union: Was tun?
Talkrunde mit Beiträgen von Elisabeth Gauthier (transform!), Anna Stiede (Interventionistische Linke), Yves Müller (Verein für demokratische Kultur in Berlin) und Magdalena Marsovszky (Hochschule Fulda)
Tagungsort
Alte Mensa
Reitgasse 11
35037 Marburg
Wegbeschreibung (ca. 15 Minuten Fußweg)
Den Hauptbahnhof in Marburg durch den Hauptausgang verlassen. Geradeaus der Bahnhofstraße in Richtung Marburg Mitte/Stadtzentrum bis zum Ende folgen. Links in die Elisabethstraße einbiegen. Nach circa 200 Metern geradeaus die Verkehrskreuzung überqueren und der Straße Am Pilgrimstein folgen. Vor der nächsten Verkehrskreuzung rechts halten und in den Oberstadtaufzug einsteigen. Den Aufzug durch langen Gang verlassen. Die Alte Mensa ist gleich rechts um die Ecke. Alternativ: Mit den Buslinien 1,2,4,5,6,7 vom Hauptbahnhof Richtung Innenstadt bis Haltestelle Rudolphsplatz fahren. Durch die Einkaufspassage gehen, die Fußgängerampel über-queren und dann den Aufzug nehmen (Die Buslinie 3 hält direkt am Oberstadtaufzug).
Teilnahme
kostenlos
Anmeldung
Per Mail unter fei-marburg@staff.uni-marburg.de bis 27.11.2011 (Eine Teilnahme ist auch ohne Anmeldung möglich, wir würden uns jedoch über eine fristgerechte Anmeldung freuen, um den Bedarf an Essen etc. besser planen zu können).
Kinderbetreuung
Auf Anfrage wird für den Zeitraum der Tagung eine kostenlose Kinderbetreuung zur Verfügung gestellt.
Information/ Kontakt
http://www.uni-marburg.de/fb03/fei
Kontakt
Forschungsgruppe Europäische Integration
E-Mail

