Forschung
Forschungsschwerpunkte
- Parteien und Verbände
- Politik und Geschlecht
- Politische Kommunikation und Medien
- (Leit)Bilder in der Politik
- Politikfeldanalyse (Geschlechter-, Tarifpolitik)
- Nationale und internationale Gewerkschaften
- Industrielle Beziehungen; ihre Europäisierung und Internationalisierung
- Globalisierung und Global Governance
- Historische Grundlagen der Politik (u.a. historische Parteien-, Verbände-, Geschlechter- und Kommunismusforschung)
Projekte
| In Bearbeitung |
Medien in der Tarifpolitik – Zur Herausbildung neuer
tarifpolitischer Akteurskonstellationen und Machtasymmetrien in der
Mediengesellschaft Das Projekt will am Beispiel ausgewählter aktueller tarifpolitischer Verhandlungen und Streikkonflikte die Bedeutung der Medien und verbandlicher Öffentlichkeitsarbeit in der Tarifpolitik untersuchen. Damit soll die Tarifpolitik, ihre Handlungsbedingungen, ihre Akteurskonstellationen und Erfolgsaussichten in einen neuen multikausalen Begründungskontext gestellt werden, der neben rechtlichen, wirtschaftlichen, politisch-kulturellen und organisatorischen Faktoren auch die Einflussmacht der medialen Öffentlichkeit einbezieht. Sie ist das Ergebnis eines zentralen, aber meist vernachlässigten Strukturwandels zur Mediengesellschaft, in der den Medien zunehmend im Politikprozess Thematisierungs-, Deutungs- und damit Einflussmacht zuwächst. Untersucht werden soll, wie sich infolgedessen die Handlungsspielräume der tarifpolitischen Akteure geändert haben und wie gewichtig die medial-öffentliche Unterstützung für den Erfolg bzw. Misserfolg von Tarifverhandlungen und Streiks ist. Vorarbeiten u.a.: Das Ende der Geheimdiplomatie? Zur Medialisierung der Tarifpolitik, in: Medien und Policy. Neue Machtkonstellationen in ausgewählten Politikfeldern, hrsg. von Sigrid Koch-Baumgarten und Lutz Mez, Frankfurt a.M. 2007, S. 143-160. |
| In Vorbereitung | Global Governance: Ansätze gesellschaftlicher
Selbstregulierung in einer "Weltsozialordnung" Im „kooperativen“ oder Verhandlungsstaat gehört die Tarifautonomie neben der Medienselbstkontrolle zu den zentralen Institutionen gesellschaftlicher Selbstregulierung und damit zu den grundlegenden Säulen einer binnenstaatlichen Governance-Architektur. Auch in der internationalen Politikarena existiert ein bislang singuläres und weitgehend unbekanntes Mehr-Ebenen-System industrieller Beziehungen in der weitgehend globalisierten Handelsschifffahrt, das sich bis in die 50er Jahre zurückverfolgen lässt. Im geplanten Forschungsprojekt sollen seine Entstehungs-, Funktionsbedingungen und Problemstrukturen untersucht und nach der Bedeutung für eine entstehende „Weltsozialordnung“ als Teil der internationalen Governance-Architektur gefragt werden. Vorarbeiten u.a.: Politik jenseits des Nationalstaats: Globalisierung, Global Governance und industrielle Beziehungen, Magdeburg 2003; Globalization and International Industrial Relations in Maritime Transport: The Multinational Collective Bargaining System in Flag-of-Convenience Shipping, in: Proceedings 12th World Congress of the International Industrial Relations Association, Global Integration and Challenges for Industrial Relations and Human Ressource Management in the 21st Century, Tokyo 29.5. - 2.6.2000, Vol. 3: Changing Patterns of Employee and Union Participation: Towards New Systems of Industrial Relations?, Tokio: IIRA 2000, S. 135-142. |
| 2006/7 |
Public Policy and the Mass Media: Influences and
Interactions. ECPR Workshop (Helsinki) mit Veröffentlichung (Routledge)
(zusammen mit Dr. Katrin Voltmer). Finanzierung: European Consortium
for Political Research. The study explores the relationship between mass communication and public policymaking, since little is known about the role of the media in the formation of policy agendas, policy decisionmaking and policy implementation. It can be assumed that by making some problems more salient than others and by framing current issues in a way that implies particular policy solutions the media can influence the course of policy decisionmaking. However, existing empirical evidence is fragmented and provides a rather mixed picture, and it seems that the role of the media in the policy process varies across policy fields. By bringing together empirical evidence from different policy fields, different countries and across all levels of governance the workshop aims to develop a more systematic understanding of the media-policy link and its implications for the quality and per¬formance of modern democracy. Publikation: Public policy and the mass media. The interplay of mass communication and political decisionmaking, London/New York: Routledge 2010 (zus. mit Katrin Voltmer). |
| 2004/5 | Diversity und das Problem von
Diskriminierung/Antidiskriminierung: wissenschaftlicher Forschungsstand
und Forschungsbedarf (zusammen mit Prof. Dr. Ulrike Berendt).
Finanzierung: MGSFF - Ministerium für Gesundheit, Soziales, Frauen und
Familie NRW. Untersuchung der Anforderungen an wissenschaftliche Forschung, politische Regulierung und gesellschaftliche Integration angesichts neuer gesellschaftlicher Ungleichheitsstrukturen und vor dem Hintergrund europäischen Antidiskriminierungs- bzw. Gleichstellungsrechts seit Maastricht. Analyse verschiedener Gleichstellungsstrategien, darunter "GenderMainstreaming" und "Managing Diversiy". |
| 2002 | Wahlabsichten und -motive Duisburger Studierender für die
Bundestagswahl 2002 In einer repräsentativen Umfrage unter Studierenden der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg wurden deren Wahlabsichten für die Bundestagswahl 2002, ihre Kandidaten- und Parteibewertungen, Issuepräferenzen, Partizipationsbereitschaft und Informationsverhalten u.a. erhoben. Eine Publikation der Ergebnisse (u.a. in den Arbeitsheften des Otto-Stammer-Zentrums. Arbeitsstelle für Empirische Soziologie an der FU Berlin) ist in Vorbereitung (zusammen mit Prof. Dr. Ulrike Berendt). |
| 1997-1998 | Geschlechterbilder in den Gewerkschaften
In diesem in Kooperation mit Dr. Brigitte Kerchner (Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft; Abteilung Historische Grundlagen) durchgeführten Projekt ging es um Prozesse der Politikinszenierung, um die Bedeutung von Bildern, Metaphern und Ritualen in der politischen (gewerkschaftlichen) Auseinandersetzung. Damit wird auf eine zweite Dimension von (Gewerkschafts-)Politik verwiesen: auf Emotionen und vorbewusste Orientierungen, die genauso wie rationales, ideologie- oder interessegeleitetes Handeln Gewerkschaftspraxis konstituieren. Die daraus entstehende "duale Beschlußlage" erklärt die für die Gewerkschaftsgeschichte typische Diskrepanz zwischen Programmatik und Realpolitik. Veröffentlichung: Geschlechterbilder in den Gewerkschaften. (= Internationale Wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der Arbeiterbewegung, 34. Jg. (1998), Schwerpunktdoppelheft 3-4), Berlin 1999 (hrsg. zus. mit Dr. Brigitte Kerchner). |
| 1994-1997 | Gewerkschaftsinternationalismus und die Herausforderung der
Globalisierung (zugleich Habilitationsschrift).
Teilfinanzierung: Kommission zur Förderung von
Nachwuchswissenschaflerinnen, KFN. Analyse der Konstitutionsbedingungen
und Funktionsmechanismen gewerkschaftlichen Internationalismus am
Beispiel der Internationalen Transportarbeiterföderation (ITF). In
einer historischen Längsschnittanalyse (1886-1989) und in Anlehnung an
die Regime-Theorie werden ausgewählte Beispiele internationaler
Gewerkschaftskooperation, ihre Entstehungsbedingungen und Ergebnisse
untersucht. Gezeigt werden kann, daß problematische internationale
Handlungsinterdependenzen in zentralen gewerkschaftlichen
Politikfeldern multinationale Gewerkschaftskooperation und Regulierung
bereits seit dem 19. Jahrhundert begründen. In Reaktion auf
Globalisierungsprozesse ist ein bislang singuläres multinationales
System industrieller Beziehungen als spezifische Form einer
international governance entstanden. Veröffentlichung der
Habilitationsschrift unter dem o.g. Titel im Campus-Verlag 1999;
gleichzeitig diverse Aufsätze (vgl. Liste der
Veröffentlichungen). |
| 1990-1993 | Vergleich Internationaler Berufskretariate
(IBS). Finanzierung: VW-Stiftung. Mitarbeit beim o.g. Projekt unter der Leitung Prof. Dr. Siegfried Mielke, Freie Universität Berlin. Analyse und Vergleich der Organisationsstrukturen und Handlungsfelder verschiedener internationaler Gewerkschaftsorganisationen. Veröffentlichung im Rahmen des Projektes u.a.: Koch-Baumgarten, Sigrid/Rütters, Peter (Hrsg.): Zwischen Integration und Autonomie. Der Konflikt zwischen den Internationalen Berufssekretariaten und dem Weltgewerkschaftsbund um den Neuaufbau einer internationalen Gewerkschaftsbewegung. Eine Quellenedition, Köln: Bund-Verlag 1991. |
| 1986-1989 | Grenzen und Möglichkeiten internationaler
Gewerkschaftspolitik 1896-1950. Finanzierung: DFG. Post-Doktoranden-Stipendium mit Forschungsaufenthalt in Großbritannien zur Auswertung des ITF-Archivs am Modern Records Centre, University of Warwick. Untersuchung von Handlungschancen und -grenzen internationaler Gewerkschaftsorganisationen am Beispiel der Internationalen Transportarbeiterföderation mit Schwerpunkt in den Nachkriegsjahren 1945-1950. Veröffentlichungen im Gewerkschaftsjahrbuch 1987 und 1988. |
| 1980-1983 |
Die KPD in der frühen Weimarer Republik und die Märzaktion 1921. Finanzierung: Friedrich-Ebert-Stiftung (Promotionsstipendium) Unter Auswertung umfangreicher Archivmaterialien exemplarische Studie zur Zentralfrage der Kommunismusforschung, ob die Politik der KPD auf exogene (Interventionen der Komintern) oder endogene (soziale, politische und wirtschaftliche Konflikte, Mitgliederinteressen) Einflußfaktoren zurückzuführen ist. Veröffentlichung: Aufstand der Avantgarde. Die Märzaktion der KPD 1921, Frankfurt a.M., New York: Campus 1986. |

