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Herzlich Willkommen am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte

der Philipps-Universität Marburg!



 

 

 


 

Gesellschaftliche Entwicklungen sind nie gleich – aber vergleichbar.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise gewinnen wirtschaftshistorische Erklärungsansätze – auch im öffentlichen Diskurs – stark an Bedeutung. So lassen sich zahlreiche Parallelen, aber auch deutliche Unterschiede, etwa zu den Krisen der 1870er Jahre, zur Weltwirtschaftskrise Ende der 1920er Jahre oder zur Krise der 1970er Jahre erkennen. Dabei spielen nicht nur ökonomische, sondern auch soziale, politische, kulturelle und psychologische Aspekte eine Rolle. Was waren die Auslöser der jeweiligen Krisen?  Welche Auswirkungen und Folgen hatten sie für die weitere wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung? Welche Mittel standen zur Krisenüberwindung zur Verfügung und wie erfolgreich waren sie? Welche Rolle spielte der Staat? Aus heutiger Sicht können wir diese Fragen beantworten, weil wir den Ausgang der jeweiligen Krisen kennen. Der intertemporäre Vergleich ist – wie auch der internationale Vergleich – ein wichtiges Hilfsmittel zum Erkenntnisgewinn. Die Wirtschafts- und Sozialgeschichte kann dazu beitragen, diese komplexen, multifaktorellen Prozesse angemessen zu analysieren und zu erklären. Dafür steht ein umfangreiches theoretisches und methodisches Instrumentarium – gerade auch der Nachbardisziplinen - zur Verfügung.  

hemdquelle

 

Multidisziplinarität zwischen Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Ein wichtiges Kennzeichen der Wirtschafts- und Sozialgeschichte ist dementsprechend, daß sie als interdisziplinäres Fach und als Brückenfach zwischen den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften zahlreiche Anknüpfungspunkte an die benachbarten Fächer bietet. Sie  beschäftigt sich mit langfristigen Entwicklungen in Wirtschaft und Gesellschaft zwischen dem Spätmittelalter und der Gegenwart.

Teilbereiche der Sozial- und Gesellschaftsgeschichte sind u.a. die Bevölkerungsgeschichte, die Geschichte der Familie und der Geschlechterbeziehungen, die Geschichte sozialer Strukturen und sozialer Bewegungen, die Alltags-, Mentalitäts- sowie die Kulturgeschichte.

Die Wirtschaftsgeschichte unterscheidet zwischen einer makroökonomischen Perspektive (Geschichte einzelner Sektoren und Branchen, Märkte und Wettbewerb, Wirtschaftsordnungen, die Geschichte von Krisen, Wachstum  und Konjunkturen) und einer mikroökonomische Sicht, die Wirtschaftssubjekte wie Unternehmen und Haushalte in den Mittelpunkt stellt.

uni
 

Schwerpunkte in Marburg

In Marburg liegen die Schwerpunkte in Forschung und Lehre im Bereich der deutschen Wirtschaftsgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert, auf dem Gebiet der Globalisierung und der internationalen Wirtschaftsbeziehungen, der Unternehmensgeschichte, der Konsumgeschichte und der modernen Kulturgeschichte. Nähere Informationen erhalten Sie hier.

Regelmäßig werden auch in den Fachgebieten Alte und Mittelalterliche Geschichte wirtschafts- und sozialhistorische Lehrveranstaltungen angeboten.

 

 

 

 

 

Zuletzt aktualisiert: 19.02.2014 · Gerhard2

 
 
Fb. 06 - Geschichte und Kulturwissenschaften

Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Wilhelm-Röpke-Straße 6c, D-35032 Marburg
Tel. +49 6421/28-24593, Fax +49 6421/28-24599, E-Mail: grohmann@staff.uni-marburg.de

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