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Vergleichende Sprachwissenschaft

Gegenstand der Vergleichenden Sprachwissenschaft (auch: Indogermanistik) ist die indogermanische Sprachfamilie. Im 19. Jahrhundert konnte mit Hilfe einer zuverlässigen Methodik nachgewiesen werden, dass viele Sprachen Europas und Asiens miteinander "verwandt" sind: Indisch, Iranisch, Tocharisch, Armenisch, Anatolisch, Griechisch, Baltisch, Slavisch, Italisch, Keltisch, Germanisch. Diese Sprachen gehen auf eine gemeinsame Vorstufe, die ur-indogermanische Grundsprache, zurück und haben sich von dieser ausgehend in unterschiedlicher Weise entwickelt. Die Vergleichende Sprachwissenschaft wendet sich bevorzugt jeweils den frühest greifbaren Textzeugnissen in den genannten Einzelsprachen zu und versucht auf dieser Basis, die ältesten Stufen dieser Sprachen möglichst genau zu erfassen und ihre Geschichte und Vorgeschichte zu ermitteln. Durch den Vergleich der Sprachen miteinander können Rückschlüsse auf ihren Ursprung, das nicht bezeugte Ur-Indogermanische, gezogen werden. Neben einer umfassenden Ausbildung in historisch-vergleichender Sprachwissenschaft wird in Marburg auch eine Vertiefungsrichtung in Hethitologie angeboten, die sich mit der Sprache und Kultur der Hethiter befasst.

Mykenisch


In Marburg können Sie Vergleichende Sprachwissenschaft als Schwerpunkt in dem B.A.-Studiengang Historische Sprach-, Text- und Kulturwissenschaften studieren. Wir bieten Ihnen außerdem einen weiterführenden Masterstudiengang Historisch-vergleichende Sprachwissenschaft an.

Zuletzt aktualisiert: 22.09.2011 · Dieteric

 
 
 
Fb. 10 - Fremdsprachliche Philologien

Vergleichende Sprachwissenschaft und Keltologie, Wilhelm-Röpke-Straße 6e, D-35032 Marburg
Tel. +49 6421/28-24786, Fax +49 6421/28-24556, E-Mail: vergspra@staff.uni-marburg.de

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