Zoologische Sammlung - Teilbereich "Alkoholsammlung"
Diese Sammlung enthält Präparate von Wirbellosen
und Wirbeltieren in verschiedenen Konservierungsflüssigkeiten
(verschiedene Alkohole, Formalin, Sublimat und Bouin). Sie ist in einem
abgedunkelten Raum mit Belüftungsanlage untergebracht, da
Flüssigkeitspräparate ausgesprochen empfindlich auf Licht reagieren und
sehr schnell ausbleichen.
Eine kontinuierliche Erweiterung in den Bereichen
Crustacea, Insecta und Pisces erfährt diese Sammlung seit einigen
Jahren durch die Sammeltätigkeit von C. Dümpelmann.
Das Anlegen von "Spiritus-Sammlungen" begann im 16.
oder 17. Jahrhundert. Die Aufbewahrung in einem Glas voller Weingeist
oder Spiritus war neben der Trocknung eine der wenigen Möglichkeiten,
tierische Gewebe oder auch menschliche Weichteile für Forschungs- und
Anschauungszwecke zu konservieren, und eignete sich insbesondere für
das Aufbewahren weichhäutiger Organismen, die beim Trocknen zu einer
unansehnlichen Masse zusammenschrumpfen. Auch Sublimat
(quecksilberhaltige, geruchlose Flüssigkeit) und Terpentinöl fanden
häufig Verwendung; für mikroskopische und anatomische Belange eignete
sich besser Formalin. Viele zoologische Sammlungen gingen aus
anatomisch-zootomischen Sammlungen hervor.
---
Auch in der heutigen Zeit sind Alkohol und Formalin aus der Zoologischen Sammlung nicht wegzudenken; moderne Methoden wie die Verwendung von Kunststoffen bringen zwar in Einzelfällen spektakuläre Ergebnisse, entziehen aber das Exponat weiteren Untersuchungen und sind zudem nicht bezahlbar.
Neue Schränke in der Alkohol-Sammlung. Foto: N. Beck |
Im Mai 2008 wurden die Exponate in zwölf neu
angeschaffte Sicherheitsschränke überführt.

