19.12.2012
Neue digitale Möglichkeiten zur besseren Gestaltung von Vorlesungen:
„Vorlesung revisited“ an der Philipps-Universität Marburg
Rund 40 Hochschulehrende aus den unterschiedlichsten Fachdisziplinen trafen sich im Rahmen des Lehr-Lern-Kolloquiums der Philipps-Universität Marburg, um über aktuelle Ideen zur Aktivierung von Studierenden in Vorlesungen zu diskutieren. Christian Dorn, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Schulpädagogik, hielt den Impulsvortrag zum Ort der Vorlesung in der Hochschullehre und zu deren didaktischen Möglichkeiten. Anschließend führten Prof. Dr. Klaus Quibeldey-Cirkel (Technische Hochschule Mittelhessen) und Dr. Egbert Opitz (Philipps-Universität Marburg) einen Workshop zu Audit-Response-Systemen in Vorlesungen durch. Christian Dorn stellte im parallel stattfindenden Workshop ein Konzept zur Einbindung der Lernplattform ILIAS in Vorlesungen vor.

„Die hohe Teilnehmeranzahl spricht für die Aktualität des Themas.
Vorlesungen sind ein notwendiger Bestandteil der Hochschullehre. Es ist wichtig, hier nach innovativen Möglichkeiten aus hochschuldidaktischer Perspektive zu diskutieren und die Studierenden stärker aktiv einzubinden“, erklärte Christian Dorn zum Thema des Abends.
Nach einem Impulsvortrag von Christian Dorn zur Frage der Verankerung der Vorlesung in der Hochschullehre und zu den Perspektiven hinsichtlich der didaktischen Möglichkeiten von Vorlesungen fanden zwei Workshops statt. Klaus Quibeldey-Cirkel und Egbert Opitz stellten die verschiedenen Möglichkeiten von zwei verschiedenen Audit-Response-Systemen im Rahmen von Vorlesungen vor. Bei dem von Egbert Optiz vorgestellten System handelt es sich um ein Hardware gestütztes TED-System, bei dem die Studierenden während eines Vortrags an zuvor vorbereiteten Abstimmungen teilnehmen können. Klaus Quibeldey-Cirkel führte den Teilnehmenden das an der Technischen Hochschule Mittelhessen entwickelte System „ars.Nova“ vor. Dieses Audit-Response-System ermöglicht den Studierenden neben der Teilnahme an vorbereiteten Abstimmungen auch die Formulierung von Verständnisfragen an die Dozierenden. Das System ist für eine Verwendung in Verbindung mit mobilen Endgeräten (Smartphone, Tablet, Laptop) hin optimiert und browserbasiert. Es steht den Lehrenden kostenlos im Netz zur Verfügung.
Christian Dorn stellte in einem parallel stattfindenden Workshop ein Konzept zur Einbindung der Lernplattform Ilias in Vorlesungen vor. Die Teilnehmenden diskutierten durchaus kontrovers über den didaktischen Nutzen, technische Voraussetzungen und den Arbeitsaufwand.
Dies wird beim nächsten Impulsabend des Lehr-Lern-Kolloquiums zu ersten Erfahrungen mit ipads in der Hochschullehre am 29. Januar um 18.30 Uhr fortgesetzt werden. Gegründet wurde das Lehr-Lern-Kolloquium des Fachbereichs Erziehungswissenschaften von Frau Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing, Dr. Uwe Feldbusch, Christian Dorn und Alexander Klug.
Ziel der Lehr-Lern-Kolloquien in der Lern- und Forschungswerkstatt des Instituts für Schulpädagogik im Pilgrimstein 2 sind Austausch und Diskussion zwischen den Hochschullehrenden über „neue“ Lehr-, Lern- und Prüfungsformen in der Universität.

