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Alte Universität

==> Wandmalerei der Alten Aula

 

Das Gebäude stammt aus dem 13./14. Jahrhundert und diente ursprünglich als Dominikanerkloster. Hier kamen seit 1527 die Juristische Fakultät und seit 1530 das Pädagogikum unter. Das Refektorium diente gleichzeitig als Aula.

Aulafensterfront
Foto: Peter Müller

1873 wurde dieser Bereich des Klosters bis auf die Grundmauern abgerissen, um ein einheitlichen Auditoriengebäude zu errichten, in dem auch die Verwaltungsräume Patz finden konnten. Stehen gelassen wurde die schon lange als Universitätskirche dienende Dominikanerkirche, an die sich nun ein neuer Kreuzgang anschloss ebenso wie ein Eingangstrakt und ein langer Flügel mit Hörsälen.

Der Entwurf für den gesamten Neubau stammt von dem damaligen Universitätsbaumeister Carl Schäfer (1844-1908), der später Professor an der Technischen Hochschule zu Berlin wurde. Der Stil des Bauwerks ist frühgotisch, was vor allem im Eingangsbereich und in Kreuzgang sichtbar ist. Das hochgotische Formenrepertoire ist (abgesehen vom Zeitgeist) als Rückbezug auf den klösterlichen Vorgängerbau und somit als bewusstes Anknüpfen an die Tradition des Ortes zu verstehen. Aber genauso entsteht hier ein Bezug zum zweiten prominenten Marburger Bauwerk, der Elisabethkirche. Nicht zufällig sind alle Außenseiten aus eben jenem hellen Sandstein, aus dem die Elisabethkirche gebaut ist.

Bauzeit war von 1874 bis 1891, wobei in der zweiten Bauphase 1887-1901 die Aula entstand. Deren Ostfront ist von stadtbildprägender Wirkung: Spitzgiebel sowie drei große Maßwerkfenster zeichnen den Baukörper aus.

Heute ist nur noch der Fachbereich Evangelische Theologie in der Alten Universität untergebracht, während die Alte Aula nach wie vor für Festveranstaltungen der Universität benutzt wird.

Aula

Die am 19. Juni 1901 eingeweihte Aula wurde als Festsaal für akademische Feierlichkeiten erstellt. Der Raum von 27 Metern Länge, 14 Metern Breite und 8,5 Metern Höhe ist durch zwei Türen auf einer Seite zugänglich: dem ehemaligen Professoreneingang zum schräg gestellten Professorengestühl nahe dem Katheder und dem allgemeinen Eingang nahe der Orgel. Da heute häufig eine Leinwand gebraucht wird, wurde inzwischen die Sitzordnung komplett gedreht, sodass man heute Richtung Orgel schaut und das fest installierte Professorengestühl, das reiche Schnitzarbeiten mit den Wappen einiger deutscher Universitätsstädte zeigt, kaum noch in Gebrauch ist.

Der innere Ausbau ist aus Eichenholz, u.a. umgibt eine 2,10 Meter hohe Wandtäfelung sockelartig den unteren Teil der drei Wände. Die vierte Wand besteht aus drei großen Fensterbögen mit Antikglas in grisailleartiger Bemalung (siehe auch Wandmalerei).

Zuletzt aktualisiert: 15.06.2010 · duewert

 
 
 
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