Historische Insignien der Philipps-Universität
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Stiftungsprivileg des Kaisers: Erst 1541, vierzehn Jahre nach ihrer Gründung, beurkundete Kaiser Karl V. die Gründung der Marburger Universität. Zeremoniell der Rektoratsübergabe, vgl. Protokollvorlage, die bis 1968 verbindlich war Universitätssiegel: Die Universität hat seit 1531 ein Siegel mit dem Bildnis ihres Gründers Philipp dem Großmütigen (vgl. Vom Siegel zum Logo). Die vier Fakultäten haben bis zur Hochschulreform 1940 eigene Siegel verwendet, der Fachbereich Rechtswissenschaften führt seines heute als Dekor im Internetauftritt (vgl. www.uni-marburg.de/fb01). Amtskette: Die Amtskette ist mittlerweile das einzige Attribut, dass der Präsident bzw. die Präsidentin der Philipps-Universität zu festlichen Anlässen trägt. Sie wurde 1879 von Kaiser Wilhelm I. anlässlich der Einweihung des ersten Bauabschnitts des neuen Universitätsgebäudes, dem Südflügel der heutigen Alten Universität, gestiftet. Zum 400. Jubiläum kam eine neue, reich geschmückte Kette mit den Symbolen der vier Fakultäten dazu. Universitätsszepter: Die Szepter wurden als Zeichen der akademischen Selbstverwaltung bei Rektoratsübergaben und Aufzügen dem Rektor voran getragen. Nach 1968 nicht mehr benutzt, überwies man sie 1977 dem Universitätsmuseum. Rektoratsmantel und Barrett: Die Rektoren (bis 1968) ließen sich noch darin portraitieren ließen (vgl. Abbildung). Mit Umstellung auf die Präsidialverfassung tragen die Präsidenten der Philipps-Universität diese Kleidungsstücke nicht mehr. Talare: 1968 wurden die Talare der Dekane und
Prodekane eingelagert und nur vereinzelt von Professoren für feierliche
Anlässe in ausländischen Universitäten ausgeliehen. Im Jahre 2008 trug
der Dekan des Fachbereichs Rechtswissenschaften bei der Promotionsfeier
erstmals wieder den Talar. Ein Semester zuvor hatten hatten
die Absolventen der Rechtswissenschaften und der Medizin
angefangen, Talar und Doktorhut zu tragen. |

