Einblicke in die Philipps-Universität
Neben den Spitzenleistungen in Forschung und Lehre einerseits erleben Marburger Studierende andererseits eine Hochschule fernab hektischer Betriebsamkeit. Anonymität und Massenbetrieb halten sich an der Philipps-Universität in Grenzen. Lehrende und Lernende schätzen Marburg vor allem wegen seiner anziehenden Altstadt, des reizvollen landschaftlichen Ambiente und der vielfältigen kulturellen Angebote. In der gut 80 000 Einwohner zählenden Stadt an der Lahn dreht sich praktisch alles um die Universität mit ihren rund 22.000 Studierenden und 3.900 Beschäftigten. Wer in Marburg studiert, kann sein Studienziel in vielen Fächern wesentlich schneller (bis zu zweieinhalb Semester) erreichen, als dies an anderen deutschen Universitäten der Fall ist, bestätigte erneut die jüngste Studie des Wissenschaftsrats.
Die Stadt im Grünen bietet Studierenden relativ günstige Arbeitsbedingungen. Die Uni-Gebäude verteilen sich auf zwei Standorte: Während sich die Buchwissenschaften auf die Innenstadt konzentrieren, sind die meisten Naturwissenschaften und die Mathematik auf den sechs Kilometer entfernten Lahnbergen angesiedelt. Hier befinden sich seit zwei Jahrzehnten das Uni-Klinikum und der Neubau des Max-Planck-Instituts für Terrestrische Mikrobiologie sowie der des Biomedizinischen Forschungszentrums.
Kurze Studienzeiten, herausragende Forschung, qualifizierte Nachwuchsförderung, intensive internationale Beziehungen - diese Highlights zeichnen die Philipps-Universität, die 1527 vom Landgraf Philipp als älteste, heute noch erhaltene protestantische Hochschule gegründet wurde, aus. Doch bietet die Philipps-Universität noch viel mehr: Im Wissens- und Technologietransfer unterstützten Gesellschaften unsere Forscher. Das Studium ist besonders auch für Behinderte, insbesondere Sehgeschädigte, durch zahlreiche Unterstützungen erleichtert, so dass in Marburg mit großem Abstand die meisten Blinden studieren. Schließlich bietet die Philipps-Universität auch ein breites Freizeitangebot von Sport über Musik bis hin zu Kultur.

