Hauptinhalt
Lehrveranstaltungen des Fachgebiets Semitistik im Wintersemester 2026/2027
Einführung in die semitischen Sprachen
Seminar/Mittelseminar
Dozentin: Dr. Vera Tsukanova
Zeit: Mo., 14-16 Uhr, Raum: 01A25, Beginn: 12.10.2026
Der Kurs richtet sich als Einführung vor allem an Studienanfänger*innen, ist aber auch für andere Interessierte offen. Er stellt einzelne semitische Sprachen der Vergangenheit und der Gegenwart vor und behandelt dabei jeweils ihre Sprachverwandtschaft, ihre historische Bezeugung und ihr soziolinguistisches Profil. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Introduction into Phoenician and Punic Inscriptions
Seminar/Mittelseminar
Dozentin: Dr. Vera Tsukanova
Zeit: Do., 12-14 Uhr, Raum: 01A09, Beginn: 15.10.2026
Sprache: Englisch
Phoenician-Punic is an ancient Semitic language that can be regarded as part of the cultural heritage of Lebanon, Tunisia and other Mediterranean countries. It was spoken and written from the end of the second millennium BCE until the first centuries CE. The Phoenicians played a key role in shaping the civilization of the Mediterranean. This was not only because they standardized and spread the consonantal alphabet, from which most of the world's alphabetic scripts derive, but also because of their colonies and trade relations throughout the Mediterranean region. The Phoenician language resembles other Canaanite languages, such as Biblical Hebrew. Nevertheless, not all inscriptions are easy to translate and interpret. The course is intended for students with prior knowledge of other Semitic languages, but anyone else who is interested is also welcome. The course follows the standard structure: an introduction to the grammar from a comparative-historical perspective, followed by the reading of texts from different periods.
Syrische Sprache 1
Sprachkurs
Dozentin: Dr. Vera Tsukanova
Zeit: Mo., 16-18 Uhr, Raum: 01A16, Beginn: 12.10.2026
Das Syrische ist ein Dialekt des Mittelaramäischen, der seit dem 2./3. Jahrhundert von den Christen des Nahen und Mittleren Ostens verwendet wird. Die sehr umfangreiche und reichhaltige Literatur ist eine wichtige Quelle für Semitistik, Ostkirchengeschichte und biblische Textkritik. Der Kurs führt in Schrift und Morphologie des Syrischen ein und befähigt zur Lektüre leichter vokalisierter Texte.
Modernhebräisch I
Sprachkurs
Dozent: Johannes Dams
Zeit: Fr., 08-10 Uhr, Raum: 00A02, Beginn: 16.10.2026
Das Modernhebräische, auch Neuhebräisch oder Ivrit genannt, ist die offizielle Amtssprache in Israel und gehört zur Familie der semitischen Sprachen. Die hebräische Sprache war fast 2.000 Jahre lang ausgestorben und wurde Ende des 19. Jh. u. a. durch Elieser Ben-Jehuda als Nationalsprache und Alltagsidiom wiederbelebt. Die Kenntnis dieser Sprache ist unerlässlich, wenn man sich für die aktuelle Situation im Israel-Palästinakonflikt interessiert. Der Kurs führt in die Schrift, Grammatik und Kultur des Modernhebräischen ein und befähigt die Teilnehmenden, einfache und grundlegende Konversationen auf Modernhebräisch zu bestreiten.
Es wird das Lehrbuch von Smadar Raveh-Lemke: "Ivrit bekef", 6. Auflage von 2020, ISBN 978-3-944312-09-5 und das dazugehörige Übungsbuch "Targilim bekef" von 2022, ISBN 978-3-96769-254-9 benötigt. Bitte schaffen Sie sich diese Bücher vor dem Kurs selbstständig an. Es werden noch einige Exemplare für die Universitätsbibliothek angeschafft, die dann dort verfügbar sein werden.
WICHTIG: Bitte lernen Sie vor Kursbeginn die 22 Buchstaben des Hebräischen! Diese werden im Kurs nicht extra erarbeitet und sind Voraussetzung. Hierbei kann das zur Reihe gehörige Buch "Otijot bekef", ISBN 978-3-944312-49-1 hilfreich sein. Wer sich darüber hinaus für die Grammatik interessiert, kann sich als freiwillige Literaturempfehlung auch die dazugehörige Grammatik "Dikduk bekef", ISBN 978-3-944312-70-5 besorgen.
Altäthiopische Literatur I
Lektürekurs (Übung)
Dozent: Leonard Bahr
Zeit: Mi., 12-14 Uhr, Raum: 00A16, Beginn: 14.10.2026
Im Kurs werden Texte in Altäthiopisch (Gəʿəz) gelesen. Der Kurs richtet sich an Studierende, die bereits den Einführungskurs in die Grammatik des Gəʿəz besucht haben.