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Studien

Lernen Sie unsere Forschungsprogramme kennen und informieren Sie sich über die Ergebnisse der einzelnen Studien:

Forschungsprogramm Household Finance – Finanzwissen, Finanzberatung und Finanzentscheidungen privater Haushalte

Forschungsprogramm Empirische Kapitalmarktforschung

  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen Welche Einflussfaktoren trieben Anleihepreise in nervösen Marktphasen?Welche Einflussfaktoren trieben Anleihepreise in nervösen Marktphasen?

    Diese Studie widmet sich der für Anleger und Emittenten, aber auch für die Finanzaufsicht relevanten Frage, welche Einflussfaktoren die Preise von Unternehmensanleihen bestimmen. Hierbei bedienen wir uns sich zur Modellierung US-amerikanischer Unternehmensanleihepreise eines sogenannten Regime-Switching-Ansatzes. Dieser Ansatz ermöglicht, dass sich die Stärke des Einflusses bepreisungsrelevanter Risikofaktoren auf die Zinsaufschläge zwischen Phasen ruhigerer Finanzmärkte und Phasen von Finanzmarktstress unterscheiden kann, wobei die beiden alternierenden Marktzustände direkt aus dem beobachteten Verhalten aller Modellvariablen abgeleitet werden. Die Studie findet empirische Belege dafür, dass in ruhigen Marktphasen die Preise von Unternehmensanleihen hauptsächlich durch Kredit- und Zinsänderungsrisiken getrieben sind. Allerdings verlieren diese beiden Einflussfaktoren in Phasen nervöser, volatilerer Märkte an Bedeutung und (mangelnde) Liquidität rückt als Determinante in den Vordergrund.

    Die Studie The Nonlinear Dynamics of Corporate Bond Spreads: Regime-Dependent Effects of their Determinants (Fischer & Stolper, 2019) dokumentiert das Projekt und ist in Deutsche Bundesbank Discussion Paper 2019 (8), veröffentlicht.

  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen Wie arbeiten Wertpapieranalysten?Wie arbeiten Wertpapieranalysten?

    Wertpapieranalysten kommen in ihrer Rolle als Informationsintermediäre zwischen börsennotierten Unternehmen und Investoren einer für effiziente Kapitalmärkte besonders wichtigen Aufgabe nach. Hierzu zählt, dass sie den Markt in regelmäßigen Berichten über Informationsereignisse unterrichten, die für die analysierte Aktiengesellschaft kursrelevant sein können. In diesem explorativen Projekt wurden Originalberichte von Wertpapieranalysten genutzt, um erstmals die Informationsereignisse zu extrahieren, die zur Erstellung eines Berichts führen, und vergleicht deren relative Relevanz für die Arbeit des Analysten. Die Ergebnisse dieser Arbeit legen nahe, dass Analysten bei der Überführung von Ertragsschätzungen in Kursziele und Transaktionsempfehlungen besonderen Wert auf nicht-finanzielle Informationsereignisse legen. Darüber hinaus zeigt sich, dass zukunftsgerichtete Aussagen der Unternehmensführung mit Strategiebezug besonders häufig zur Anpassungen der in Analystenberichten ausgewiesenen zusammenfassenden Maße (i) Ertragschätzung, (ii) Kursziel und (iii) Transaktionsempfehlung führen.

    Die Studie Tagging the Triggers: An Empirical Analysis of Information Events Prompting Sell-Side Analyst Reports (Kerl, Stolper & Walter, 2012) dokumentiert das Projekt und ist in Financial Markets and Portfolio Management 26(2), 217–246, veröffentlicht.