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Wissenschaftlich Mitarbeitende und Promovierende

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Foto: Stolper

Anna-Lena Bauer, M.Sc.

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Anna-Lena Bauer ist seit April 2017 als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin an der Professur für Behavioral Finance tätig. Im Anschluss an ein Bachelorstudium in European Business und in International Business und Management mit Schwerpunkt Finance in Regensburg sowie in Groningen absolvierte sie ihr Masterstudium im Fach Financial Economics an der University of Glasgow. Während ihres Studiums sammelte sie erste Erfahrung in den Finance- und Controlling-Abteilungen verschiedener multinationaler Unternehmen in den Vereinigten Staaten, Luxemburg und Spanien.

  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen VerantwortungsbereicheVerantwortungsbereiche

    - Durchführung der Übungsveranstaltung zum Modul Quantitative Methods in Empirical Finance
    - Durchführung der Übungsveranstaltung zum Modul Entrepreneurial Finance
    - Durchführung der Übungsveranstaltung zum Modul Quantitative Empirische Forschungsmethoden
    - Betreuung von Arbeiten im Modul Seminar Empirical Finance
    - Betreuung von Abschlussarbeiten

  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen ForschungForschung

    Gutes Markenimage = gute Aktie?

    Gegenstand des derzeit laufenden Forschungsprojekts von Anna-Lena Bauer und Prof. Dr. Stolper an der Schnittstelle der Themenfelder Markenführung und Investorenverhalten ist die Frage, ob private Haushalte neben ihrer Rolle als Konsumenten auch in ihren Anlageentscheidungen vom Markenimage eines Unternehmens beeinflusst sind und somit ein brand bias beobachtet werden kann. Speziell soll untersucht werden, ob und ggf. in welchem Ausmaß Aktien von Unternehmen, deren Produkte und Dienstleistungen bei deutschen Verbrauchern ein besonders gutes Markenimage besitzen, in den Wertpapierdepots privater Haushalte in Deutschland signifikant übergewichtet sind.

    Wie wirkt sich Narzissmus im Fondsmanagement aus?

    Im Projekt "Fund manager narcissim" untersucht Anna-Lena Bauer gemeinsam mit Prof. Dr. Stolper und Dominik Scheld wie sich Persönlichkeitsmerkmale auf Anlageentscheidungen von professionellen Investoren auswirken. In diesem Kontext beleuchtet das Projekt narzisstische Tendenzen von Fondsmanagern. Unter Verwendung von wortgetreu transkribierten Interviews mit US-amerikanischen Managern zielt das Projekt hierbei darauf ab i) mittels textanalytischer Verfahren narzisstische Charaktereigenschaften von Fondsmanager zu identifizieren, ii) deren Auswirkungen auf das Portfoliomanagement (z.B. Risiko-Rendite Verhältnis) zu analysieren sowie iii) zu untersuchen ob und inwiefern Anleger auf narzisstische Fondsmanager reagieren.

    Welche Charaktereigenschaften prägen Fondsmanager?

    Im Projekt "The Big5 in fund management" untersucht Anna-Lena Bauer gemeinsam mit Prof. Dr. Stolper und Dominik Scheld den Einfluss der aus der Psychologie bekannten "Big 5" Persönlichkeitsdimension auf Fondsmanager. Neben einer umfassenden Typisierung des Fondsmanagements strebt das Projekt hierbei an den Einfluss von Persönlichkeitsdimensionen im Rahmen professioneller Investments messbar zu machen. Die voraussichtlichen Ergebnisse des Projektes erlauben Einblicke in das "Innenleben" der Fondsmanager(innen) sowie Aufschlüsse über den potentiellen Zusammenhang zwischen professioneller Geldverwaltung und psychologischen Charaktereigenschaften.

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Foto: ING Bank

Michel Bartoschik, M.Sc.

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Michel Bartoschik ist seit März 2020 als externer Doktorand in der Kapitalmarktforschung an der Professur für Behavioral Finance tätig. Im Anschluss an ein Bachelorstudium in Betriebswirtschaftslehre an der Universität Mannheim und der Nanyang Technological University Singapur absolvierte er sein Masterstudium in Business Research mit Spezialisierung in Finance an der Universität Mannheim / Graduate School of Economic and Social Sciences Mannheim. Während seines Studium sammelte er erste Erfahrungen in einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, in Banken und der Industrie. Seit Oktober 2019 berät er für die ING Bank Unternehmen mit integrierten, produktübergreifenden Finanzierungslösungen bei der Transformation ihrer Kapitalstruktur.

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Philipp Ritter, M.Sc.



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Philipp Ritter ist seit August 2017 als externer Doktorand in der Kapitalmarktforschung an der Professur für Behavioral Finance tätig. Er studierte Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Finance & Accounting an der Philipps-Universität Marburg und der Boğaziçi-University Istanbul und sammelte studienbegleitend erste Erfahrung bei einem Ministerium sowie bei externen und internen Unternehmensberatungen. Im Januar 2016 stieg er im Inhouse-Consulting der Commerzbank AG ein und hat dort seither in zahlreichen Projekten mitgewirkt.

  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen VerantwortungsbereicheVerantwortungsbereiche

    - Betreuung Seminar Empircal Finance
    - Betreuung von Abschlussarbeiten

  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen ForschungForschung

    Global diversifiziert trotz Fokus auf heimischen Aktieninvestments?

    Die ökonomische Theorie schlägt vor, dass Anleger ihre Investments global diversifizieren um ihr Risiko zu minimieren. In der Praxis konnte dagegen wiederholt nachgewiesen werden, dass Anleger Aktien bevorzugen, die von Unternehmen ihres Heimatlands ausgegeben werden ("Home Bias") und damit aus akademischer Sicht vermeintlich irrational agieren. In einem derzeit laufenden Forschungsprojekt gehen Philipp Ritter und Prof. Dr. Stolper der Frage nach, ob der Home Bias tatsächlich mit der vermuteten Risikokonzentration einhergeht oder ob nicht vielmehr auch mit heimischen Aktieninvestments ein global diversifiziertes Aktienportfolio gebildet werden kann.

    "Haushalte weltweit investieren am Kapitalmarkt bevorzugt in Aktien von Unternehmen ihres Heimatlandes ("Home Bias") und nehmen damit im Vergleich zu einem international diversifizierten Portfolio eine vermeintlich höhere Risikokonzentration in Kauf. Ob und in wie fern der Home Bias tatsächlich Nachteile birgt, ist für beide Seiten des Kapitalmarkts relevant: für Anleger wie auch für Finanzinstitute bei der Ausgestaltung ihrer Produkte."

    "Gleich und gleich" im Peer-to-Peer Lending: welchen Einfluss haben Gemeinsamkeiten zwischen Kreditgeber und Kreditnehmer bei Online Investments?

    Das Forschungsprojekt untersucht zum ersten Mal die Rolle von sozialer Homophilie – die Tendenz, mit ähnlichen Menschen zu interagieren – im Kontext von Peer-to-Peer (P2P) Lending. P2P Lending ermöglicht Privatinvestoren, Kredite an andere Privatpersonen zu vergeben. Dies geschieht durch direkte Interaktion auf P2P-Plattformen und einzelne Kredite werden typischerweise im Verbund mit weiteren auf der P2P-Plattform aktiven Privatanlegern ausgereicht – traditionelle Intermediäre, wie beispielsweise Banken, werden dabei nicht benötigt. Die Ergebnisse zeigen, dass bei der Auswahl der Projekte, in die Anleger einer großen deutschen P2P-Plattform investieren, ein robuster und signifikanter Einfluss von demografischer und geografischer Gemeinsamkeiten (Alter, Geschlecht, Wohnsitz) besteht: je ähnlicher sich Kreditgeber und Kreditnehmer sind, desto eher kommt eine Anlage zustande. Auch die Anlagesumme steigt bei zunehmender Ähnlichkeit von Kreditgeber und -nehmer messbar. Dieser Effekt sozialer Homophilie ist bei den weiblichen Investoren auf der Plattform ausgeprägter als bei den männlichen Anlegern. Zudem zeigt sich, dass Anleger mit denjenigen finanzierten Projekten, bei denen eine größere Gemeinsamkeit zwischen Kreditgeber und -nehmer besteht, im Schnitt einen geringeren Zins erwirtschaften. Ob es sich bei dem beobachteten Homophilie-Effekt um rationales Verhalten handelt oder ob er sich der bewussten Kontrolle des Anlegers entzieht, bleibt eine spannende Forschungsfrage für Anschlussprojekte.

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Foto: Stolper

Dominik Scheld, M.Sc. - Wiss. Mitarbeiter (FTS)



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Dominik Scheld ist seit Juni 2018 als externer Doktorand sowie seit Mai 2020 als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Rahmen des von der Fritz Thyssen Stiftung gesponserten Projekts "Mutual fund information disclosure: regulatory compliance, signaling, and investor response" in der Kapitalmarktforschung an der Professur für Behavioral Finance tätig. Im Anschluss an ein Bachelorstudium der Wirtschaftswissenschaften an der Goethe Universität Frankfurt und einem Masterstudium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Mannheim sowie der Università Commerciale Luigi Bocconi in Mailand ist er seit November 2015 bei der Strategieberatung Bain & Company beschäftigt und berät Unternehmen im Industrie-, Banken-, und Versicherungssektor.

  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen VerantwortungsbereicheVerantwortungsbereiche

    - Begleitung des Moduls Case Studies in Entrepreneurial Finance
    - Betreuung Seminar Empirical Finance
    - Betreuung von Abschlussarbeiten

  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen ForschungForschung

    Im Rahmen des von der Fritz Thyssen Stiftung gesponserten Projekts "Mutual fund information disclosure: regulatory compliance, signaling, and investor response" wird die Wirksamkeit von Produktinformationen für Investmentfonds untersucht.  Das Forschungsprojekt gliedert sich in drei eigenständige Studien. Im Speziellen wird untersucht i) ob Produktinformationen für den Privatanleger verständlich sind, ii) wie lokale Interventionen zur Bereitstellung von entscheidungsrelevanten Informationen auf Angebots- wie Nachfrageseite wirken sowie iii) welchen Einfluss strategisches "Signaling" durch Fondsmanager auf Privatanleger hat.

    Sind Produktinformationen für Investmentfonds verständlich?

    Mit der Einführung von zusammenfassenden Produktinformationsblättern (PIBs) für Investmentfonds in 2012, unterstreicht die europäische Finanzregulierung die Wichtigkeit in der Verwendung von einfacher und verständlicher Sprache für die Beschreibung von Finanzprodukten. Zielsetzung ist es dem Privatanleger einen einfacheren und transparenteren Zugang zu Produktinformation für Investmentfonds zu verschaffen. Wir bewerten, ob durch die Einführung von PIBs sowie zugehörige Richtlinien zur Standardisierung und Vereinfachung der Sprache die Verständlichkeit von Informationen für Investmentfonds verbessert wurde. Mittels Methoden automatisierter Textanalyse untersuchen und bewerten wir hierbei erstmals quantitativ im Rahmen einer Vollerhebung alle in Deutschland zum Verkauf registrierten Investmentfonds.

    Welche Wirkung haben lokale Veröffentlichungspflichten?

    Leistung und Kosten eines Investmentfonds sollten transparent für den Anleger sein. Während die Kosten eines Investments in Fonds seit langem transparent veröffentlicht werden, wird die Leistung nur in Form von erzielten Renditen veröffentlicht, welche gemäß bestehender Literatur nicht unbedingt Vorhersagekraft für künftige Leistung liefern. Vielmehr scheint es für den Anleger, welcher sich entscheiden in einen aktiv gemanagten Fonds zu investieren, zu verstehen, ob das Fondsmanagement historisch versucht hat "aktiv" den Markt zu schlagen. Seit April 2018 sind eine Reihe der größten US-Investmentfondsanbieter verpflichtet, Privatanlegern neben den Kosten ebenfalls ein Maß für die Leistung, d.h. die "wahre Aktivität" des Fondsmanagements offenzulegen. Wir bewerten die Reaktion der Privatanleger und die angebotsseitige Reaktion der Branche auf diese Intervention. Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die vom Regulator intendierten Effekte nicht eingetreten sind: i) die Intervention hat keinen Effekt auf das Portfoliomanagement der Anbieterseite gehabt, ii) Privatanleger sind in nicht in der Lage die entscheidungsrelevante Information der historischen Aktivität des Fondsmanagements rational in Anlageentscheidungen zu übersetzen.

    Reagieren Anleger auf bewusstes (strategisches) Signaling des Fondsmanagements?

    "Skin-in-the-Game" (SitG)–private Beteiligungen des Fondsmanagements am eigenen Fonds– ermöglichen es Interessen von Fondsmanagern und Anlegern durch Risikopartizipation in Einklang zu bringen. Seit 2005 sind amerikanische Fondsmanager verpflichtet ihre Anteile an selbst verwalteten Fonds offenzulegen. Jedoch kann die Information für Privatanleger als unzugänglich betrachtet werden, da sie weder standardisiert noch transparent gegenüber diesen ausgewiesen wird. Wir verwenden einen alternativen, für Privatanleger deutlich zugänglicheren, Kommunikationskanal, über den Fondsmanager SitG signalisieren: Aktionärsbriefe. Diese lassen zumeist zwar nicht das exakte Investment des Managers ableiten, liefern sehr wohl aber eine verbale Indikation, ob persönliche Anteile durch das Fondsmanagement gehalten werden. Mit Hilfe von Textanalyse untersuchen wir eine umfassende Stichprobe an Aktionärsbriefen von Investmentfonds (~ 16.000 Beobachtungen). Erste Erkenntnisse zeigen, dass Privatanleger auf bewusstes "Signaling" des Fondsmanagers reagieren. Wir finden signifikante Mittelzuflüsse durch Privatanleger im unmittelbaren Zusammenhang mit der Veröffentlichung von Aktionärsbriefen, die verbal SitG kommunizieren. Im Gegensatz dazu beobachten wir, dass Privatanleger nicht auf den tatsächlich vom Management investierten Betrag, der alleinig durch Sekundärquellen und spezialisierte Fondsdatenprovider ausgewiesen wird, reagieren.

    Ferner ist Dominik Scheld an den Projekten zur Beantwortung der Fragen "Wie wirkt sich Narzissmus im Fondsmanagement aus?" und "Welche Charaktereigenschaften prägen Fondsmanager?" beteiligt (siehe Forschung bei Anna-Lena Bauer).