Hauptinhalt

Neuerscheinungen

Wir dokumentieren auf dieser Seite vorrangig aktuellere Publikationen der letzten Zeit. Diese Dokumentation soll vor allem einen Einblick in das Forschungsprofil des Instituts für Hessische Landesgeschichte geben. Vollständige Publikationslisten der einzelnen, dem Institut zugeordneten Personen finden Sie auf deren Profilseiten. 

Sabine Mecking (Hg.) i.V.m. Alfons Kenkmann, Markus Köster, Georg Mölich und Christoph Nonn i.A. des Brauweiler Kreises für Landes- und Zeitgeschichte e.V.
Narrative der Landeszeitgeschichte
Zeitschrift: Geschichte im Westen, 34
Essen 2019

GiW2019_Cover.jpg

Für die Landeszeitgeschichte ist es sicherlich naheliegend, Bundesländer zu erforschen und das landesgeschichtliche Angebot an deren Grenzen zu orientieren, auch wenn sie sich darin nicht erschöpft. Zwar waren die meisten deutschen Flächenländer bei ihrer Gründung nach dem Zweiten Weltkrieg historisch betrachtet weitgehend Kunstgebilde, mit Ausnahmen wie Bayern und Sachsen, nun aber existieren sie bereits seit einigen Dekaden und entfalten mit einem Alter von mehr als 70 Jahren im Westen und 30 Jahren im Osten der Republik Prägekraft für mehrere Generationen. Diesem Umstand trägt auch das aktuelle GiW-Zeitschriftenheft „Narrative der Landeszeitgeschichte“ Rechnung. Der Themenschwerpunkt mit seinen acht Beiträgen vermittelte landes- und zeitgeschichtliche Perspektiven, die über Nordrhein-Westfalen hinaus auch interessante Einblicke in die Geschichte der Bundesrepublik liefern.

Hier können Sie die Publikation direkt beim Verlag bestellen.

Martin Göllnitz / Matteo Millan (Hg.)
Studentische Gewalt / Violenza studentesca (1914–1945), Themenheft
Zeitschrift: Storia e regione, 28/1
Innsbruck / Wien / Bozen 2019

4036.jpg
studienverlag.at

Weiten Teilen Europas gelang es nach dem Ersten Weltkrieg nicht, den Zustand einer post-war-society zu überwinden, in der die öffentliche Teilhabe an Politik zuweilen mit einem hohen Maß an innenpolitischer Gewalt einherging. Insbesondere für die sich neu formierende Rechte und die paramilitärischen Verbände spielte militantes Verhalten eine Schlüsselrolle. Jugendliche und insbesondere Studierende waren wichtige Multiplikatoren in solchen Bewegungen, da sie diese als Experimentierfelder für gewalttätige Erfahrungen betrachteten, wobei sie ihren Mangel an Kriegserfahrung oft durch zunehmende Brutalität gegen innere und äußere Feinde kaschierten. In den hier versammelten Beiträgen werden die regionalen Dimensionen studentischer Gewalträume und -kulturen untersucht. Im Vordergrund steht dabei die Frage, wie die regionalen Verhältnisse einen Radikalisierungsprozess beschleunigen bzw. bremsen konnten und welche spezifischen Gewaltkulturen sich in den diversen regionalen Gewalträumen entfalteten.

Das deutsch- bzw. italienisch-sprachige Editorial (PDF) bzw. die englisch-sprachigen Abstracts (PDF) können Sie kostenfrei vorab lesen.

Hier können Sie das Themenheft bestellen.

Martin Göllnitz / Nils Abraham / Thomas Wegener Friis / Helmut Müller-Enbergs (Hg.)
Konflikt und Kooperation. Die Ostsee als Handlungs- und Kulturraum
Berlin 2019

Peter Lang Verlag
Peter Lang Verlag

Seit dem Ende des Kalten Krieges und der Erweiterung der Europäischen Union gerät der Ostseeraum als politische und historische Einheit immer stärker in das Blickfeld von Politik, Wissenschaft und Öffentlichkeit. Eine intensive Beschäftigung mit dieser Region macht jedoch recht rasch deutlich, dass nicht nur die „eine Ostsee" existiert, sondern viele Ostseeräume, die in erster Linie durch Kooperationen und Konflikte, Handel und kulturelle Beziehungen sowie den daran beteiligten Protagonisten initialisiert und konstruiert werden.

In dem vorliegenden Band analysieren 23 ExpertInnen aus fünf Ostseeländern und Israel die durchaus unterschiedlichen Raumkonstruktionen und Verflechtungen innerhalb der Ostseeregion, die als ein spannungs- und konfliktreicher Handlungs- und Kulturraum verstanden wird.

Hier können Sie das Buch direkt beim Verlag bestellen.

Frank Kawelovski / Sabine Mecking (Hg.)
Polizei im Wandel. 70 Jahre Polizeiarbeit in Nordrhein-Westfalen
Köln 2019

Greven Verlag
Greven Verlag

Die nordrhein-westfälische Polizei ist eine der größten Länderpolizeien in Deutschland. Mehr als 40.000 Polizisten sind heute im Einsatz, wenn es um Kriminalität, Verkehr oder Gefahrenabwehr geht. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte sich die Polizei als Organisation und mit ihrem Personal in einen demokratischen Staat neu einzufügen, sie wandte sich dabei ab von Obrigkeitsdenken und militärischen Strategien, hin zu Dialog und verlässlicher Partnerschaft.

Wie sich dieser konfliktreiche Wandel zwischen alten Denkmustern und gesellschaftlichem Aufbruch vollzog, zeigt der Band anschaulich mit Einsatzbeispielen und Einblicken in den polizeilichen Arbeitsalltag. Acht chronologisch gegliederte Kapitel fassen die wechselvolle Geschichte der Polizei in Nordrhein-Westfalen von den Anfängen bis zur Gegenwart prägnant zusammen und machen sie mit zahlreichen, größtenteils erstmals veröffentlichten Fotos unmittelbar erlebbar.

Hier können Sie das Buch direkt beim Verlag bestellen.

Sabine Mecking (Hg.) i.V.m. Alfons Kenkmann, Markus Köster, Georg Mölich und Christoph Nonn i.A. des Brauweiler Kreises für Landes- und Zeitgeschichte e.V.
Der Kalte Krieg in der Region, Themenheft
Zeitschrift: Geschichte im Westen, 33
Essen 2018

Der Kalte Krieg in der Region, Themenheft

Der Kalte Krieg, der nach dem Sieg über das nationalsozialistische Deutschland aus den bisherigen Kriegsverbündeten und Alliierten erbitterte Feinde machte, markierte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts neue weitreichende Konfliktlinien und Deutungsmuster. Er spaltete die Welt unter Führung der Sowjetunion und den USA in Ost und West. Die Systemkonkurrenz zwischen den beiden Blöcken bzw. ihren Führungssupermächten umfasste neben den politischen und militärischen Dimensionen auch wirtschaftliche, technische, kulturelle und sportliche Anstrengungen, um die Bedeutung und den Einfluss des jeweils anderen weltweit einzudämmen und zurückzudrängen. Das Themenheft widmet sich mit sieben Beiträgen den regionalen Spuren des Kalten Krieges im Westen Deutschlands.

Hier können Sie die Publikation direkt beim Verlag bestellen.

Sabine Mecking / Erika Münster-Schröer / Stadtarchiv Ratingen (Hg.)
Stadtrundgang: Ratingen in der Weimarer Republik. Chancen und Risiken der Demokratie vor Ort - ein Studierendenprojekt
Ratingen 2018

Stadtrundgang: Ratingen in der Weimarer Republik. Chancen und Risiken der Demokratie vor Ort - ein Studierendenprojekt

Im Jahr 2018 liegt die Gründung der Weimarer Republik 100 Jahre zurück. Anlass genug, daran zu erinnern, welche Möglichkeiten sich eröffneten und welche Herausforderungen damit vor Ort verbunden sein konnten. Der vorliegende Stadtführer zur Weimarer Republik ist in einem Praxisprojekt an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW in Duisburg in Kooperation mit dem Stadtarchiv Ratingen unter der Leitung von Prof. Dr. Sabine Mecking und Dr. Erika Münster-Schröer von Studierenden erarbeitet worden. Anhand von 15 Stationen werden zentrale Entwicklungen in der ersten deutschen Demokratie am Beispiel der Stadt Ratingen erläutert.

Die Publikation direkt im Stadtarchiv Ratingen bestellen.

Martin Göllnitz
Der Student als Führer? Handlungsmöglichkeiten eines jungakademischen Funktionärskorps am Beispiel der Universität Kiel (1927-1945)
Schriftenreihe: Kieler Historische Studien, 44
Ostfildern 2018

Jan Thorbecke-Verlag
Jan Thorbecke-Verlag

Die Grenzlanduniversität Kiel gilt als nationalsozialistische Musterhochschule, an der der Parteiwille regierte und die Professoren und Studierenden dem NS-Regime zuarbeiteten. Doch ausgerechnet zu den studentischen Funktionären des Studentenbundes existiert bislang keine eigenständige Untersuchung. Erstmalig wird daher das jungakademische Führerkorps am Beispiel der Kieler Universität vor dem Hintergrund einer Politkarriere betrachtet.
Die Studie widmet sich auf breiter Quellen- und Literaturbasis den spannungsreichen, von Kooperation wie Konfrontation geprägten Beziehungen zwischen dem studentischen Funktionärskorps, den Hochschulbehörden und den nationalsozialistischen Staats- und Parteistellen im Zeitraum von 1927 bis 1945 – einer Zeit gesellschaftlicher Umbrüche und zahlreicher politischer Konflikte.

Hier können Sie das Buch direkt beim Verlag bestellen.

Oliver Auge / Martin Göllnitz (Hg.)
Landesgeschichte an der Schule. Stand und Perspektiven
Schriftenreihe: Landesgeschichte, 2
Ostfildern 2018

Jan Thorbecke Verlag
Jan Thorbecke Verlag

Der Band "Landesgeschichte an der Schule" dokumentiert die Ergebnisse einer Tagung, die vom 1. bis 2. Dezember 2016 in Kiel stattfand. Der gemeinsame Tenor der 13 Beiträge lautet, die Erkenntnispotentiale der Landes- und Regionalgeschichte sowie die darin enthaltenden fachdidaktischen Kategorien der Exemplarität, des Lebensweltbezuges und der Subjektorientierung nicht zu unterschätzen und zugleich einen differenzierten Blick auf den gegenwärtigen Geschichtsunterricht vorzunehmen.
In ihrer komplementären Ausrichtung verdeutlichen die Aufsätze, dass der Dialog zwischen Fachwissenschaft und Fachdidaktik auf der einen und den schulischen Lehrkräften auf der anderen Seite zu ertragreichen Ergebnissen führen kann. Der zweite Band der Reihe "Landesgeschichte" nimmt somit eine wichtige Standortbestimmung der modernen Landesgeschichte im Schulunterricht des 21. Jahrhunderts vor.

Hier können Sie das Buch direkt beim Verlag bestellen.