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Veranstaltungen des Lehrstuhls

Brigida González / ARGE Uni-Bibliothek Marburg
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Tagung

Gefühlte Demokratie. Die Weimarer Erfahrung im 20. und 21. Jahrhundert

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    Gefühlte Demokratie. Die Weimarer Erfahrung im 20. und 21. Jahrhundert

    Symposium im Hessischen Landtag, Wiesbaden 25. und 26. November 2021

    Die Geschichte der Demokratie ist auch die Geschichte von Emotionen. Demokratie wird gelebt, Demokratie wird gefühlt. Menschen begegnen der Demokratie mit Gefühlen. Befürwortung oder Ablehnung von Demokratie drücken sich auch emotional aus. Das lässt sich mit Blick auf die Demokratie unserer Gegenwart ebenso beobachten wie in der historischen Auseinandersetzung mit der deutschen − und hessischen − Demokratiegeschichte im 20. Jahrhundert. Diese ist eng verbunden mit der Weimarer Demokratieerfahrung, ihrer Bedeutung und Wirkung von der Zwischenkriegszeit über die Zeit nach dem Nationalsozialismus bis zu den Herausforderungen der Demokratie in der Gegenwart. Auch vor diesem Hintergrund nimmt das Symposium im Hessischen Landtag den 75. Jahrestag des Inkrafttretens der Hessischen Verfassung am 1. Dezember 1946 zum Anlass, die emotionalen Dimensionen von Demokratie und Demokratiegeschichte zu diskutieren.

    Wissenschaftliche Konzeption und Organisation:
    Prof. Dr. Eckart Conze (Marburg), Prof. Dr. Christoph Cornelißen (Frankfurt a.M.), Prof. Dr. Ewald Grothe (Gummersbach/Wuppertal), Prof. Dr. Andreas Hedwig
    (Marburg), Prof. Dr. Sabine Mecking (Marburg)

    Zum Tagungsflyer mit Programm

Zeit in der Landesgeschichte (13.-14. Januar 2022)

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    Zeit in der Landesgeschichte (13.-14. Januar 2022)

    Tagungsleitung: Dr. Martin Göllnitz (UMR, Marburg), Dr. Markus Müller (LMU, München) und Dr. Evelien Timpener (JLU, Gießen)

    Tagungstermin: 13.-14. Januar 2022

    Tagungsort: Justus-Liebig-Universität Gießen

    Förderung: TBA

    Downloads: TBA

    Die offizielle Tagungsankündigung finden Sie auch auf H-Soz-Kult.


    Tagungsprogramm

    Eine wissenschaftliche Tagung der AG Landesgeschichte des Verbands der Historikerinnen und Historiker Deutschlands lädt Promovierende und PostDocs der Landesgeschichte nach Gießen ein, um dort über die ihren Abschlussarbeiten und Forschungen zugrundeliegende Konzeption von Zeit zu reflektieren und zu referieren.

    Zeit kann und muss als eine der zentralen Kategorien der Geschichtswissenschaft bezeichnet werden: sowohl methodisch als auch thematisch. Ohne Zeit oder ohne eine gewisse Konzeption von Zeit gäbe es keine Vorstellung von Geschichte und so nicht einmal die Möglichkeit, diese wissenschaftlich zu untersuchen. Trotzdem ist immer wieder von einer gewissen „Zeitvergessenheit“ die Rede, da die Geschichtswissenschaft ihren Umgang mit Zeit zu wenig bewusst reflektiere. Gerade der wissenschaftliche Nachwuchs hat die Chance, sich schon in den akademischen Qualifikationsarbeiten kritisch mit diesem Phänomen auseinanderzusetzen. Eine wissenschaftliche Tagung der AG Landesgeschichte des Verbands der Historikerinnen und Historiker Deutschlands lädt deshalb Promovierende und PostDocs der Landesgeschichte nach Gießen ein, um dort über die ihren Abschlussarbeiten und Forschungen zugrundeliegende Konzeption von Zeit zu reflektieren und zu referieren. Gerade die Landesgeschichte hat sich solchen Fragen stärker zu stellen, da sie den Anspruch erhebt, bei ihrem Blick auf bestimmte unterhalb der staatlichen Ebene liegende Länder oder Regionen epochenübergreifende Perspektiven einnehmen zu können. Es fehlt der Landesgeschichtsforschung bisweilen am Austausch, gerade junger Landeshistoriker*innen über die Ländergrenzen hinaus.

    Drei thematische Schwerpunkte bieten sich neben weiteren sicherlich an, eine solche Reflexion zu begleiten: Zentrale Bedeutung kommt bei der Frage nach der methodischen Bestimmung der Zeit zu-nächst der Chronologie zu, die bereits Jean Bodin als „Ariadnefaden“ der Geschichtswissenschaft bezeichnete. Die oft mit Blick auf ihre Sinnhaftigkeit hinterfragte und doch nie wirklich abgelöste chronologische Gliederung historiographischer Darstellungen gerät gerade vor dem Hintergrund einer global denkenden Geschichtswissenschaft neu in den Blick. Diese Erkenntnis kann auch in der Landesgeschichte zu einer Sensibilisierung in Bezug auf lokale oder regionale Chronologien führen, die oft vom politischen oder kulturellen Zentrum her konzipiert werden und wurden. Direkt wird so die Frage nach der Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen aufgeworfen, die sich gerade in der räumlichen Konkretisierung der Landesgeschichte fassen lässt.
    Zweitens lässt sich das Zeitverständnis der historischen AkteurInnen rekonstruieren, was mentalitäts- und sozialhistorische Fragestellungen impliziert, da Zeit und ihr Erleben und Wahr-nehmen als soziale Kategorien sowohl aus der individuellen Perspektive als auch aus der Perspektive von Gruppen in den Blick genommen werden können. Religiöse Vorstellungen spiegeln sich hierin gesellschaftlich normiert genauso wider wie naturwissenschaftliche Erkenntnisse.
    Die Analyse von Kontinuität und Wandel führt drittens zu Fragen nach Dekadenz und Rück-schritt, nach Progression und Fortschritt – während Veränderung häufig leichter zu fassen ist, bereitet die Identifikation von Kontinuitätslinien oft methodische Schwierigkeiten: Die diachrone Perspektive der Landesgeschichte kann hier gängige Narrative in Frage stellen und mit ihrem Blick auf die Vielfalt historischer Entwicklungen vermeintliche Teleologien aufbrechen.

    Diese und weitere Anfragen lassen sich bereits in der Qualifikationsphase an konzipierte oder bereits begonnene Forschungsarbeiten herantragen. Die Tagung lädt zur Reflexion darüber ein, wie dies konkret funktionieren kann. Daneben soll sie Nachwuchswissenschaftler*innen Gelegenheit zur Vernetzung und zum Austausch geben, aber auch Raum lassen, um zukunftsweisende Themen und neue Positionierungen der Landesgeschichte zu diskutieren.

    Donnertag, 13. Januar 2022

    TBA

    Freitag, 14. Januar 2022

    TBA

    Der Nachwuchs-Workshop der AG Landesgeschichte sowie der öffentliche Abendvortrag stehen allen Interessierten offen. Es gilt das Infektionsschutzkonzept der Universität Gießen; bei Erforderlichkeit tritt die 3G-Regel (geimpft, genesen oder getestet) in Kraft. Für die Teilnahme an der Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich unter:  (Anmeldeschluss: 31. Dezember 2021).

Tagung

Skandal!? Stadtgeschichten aus Marburg im 20. Jahrhundert (30. September-1. Oktober 2021)

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    Skandal!? Stadtgeschichten aus Marburg im 20. Jahrhundert (30. September-1. Oktober 2021)

    Tagungsleitung: Prof. Dr. Sabine Mecking und Dr. Martin Göllnitz

    Tagungstermin: 30. September bis 1. Oktober 2021

    Tagungsort: Vortragsraum der Universitätsbibliothek Marburg, Deutschhausstraße 9, 35032 Marburg

    Förderung: Stadt Marburg, Marburger Universitätsbund e.V., Sparkasse Marburg-Biedenkopf, Ursula-Kuhlmann-Fonds

    Downloads: Tagungsflyer (als PDF) / Tagungsplakat (als PDF)

    Die offizielle Tagungsankündigung finden Sie auch auf H-Soz-Kult.

    Der gleichnamige Tagungsband ist in der Reihe "Histoire" (Bd. 190) des Transcript Verlags (Bielefeld) erschienen und kann hier erworben werden.

    Tagungsprogramm

    Das Tagungs- und Publikationsprojekt widmet sich am Beispiel Marburgs schlaglichtartig Ereignissen und Verhältnissen des 20. Jahrhunderts, die zeitgenössisch oder auch erst später in der Stadtgesellschaft und allgemeinen Öffentlichkeit als Skandal wahrgenommen wurden. Ebenso thematisiert es den ausgebliebenen sowie den vergessenen Skandal. Skandale werden hier als öffentliche Normkonflikte und gesellschaftliche und politische Selbstreinigungsmechanismen verstanden, die zum Alltag moderner Gesellschaften gehören. Dabei werden sie als politische, soziale und mediale Phänomene aus einer interdisziplinären Perspektive beleuchtet, um ihre Funktionsweisen, Verlaufsmuster und Auswirkungen analysieren zu können. Mit ihren schlüpfrigen Details, heftigen Emotionsausbrüchen und überkommenen Moralvorstellungen bieten Skandale ein spannendes und innovatives Forschungsfeld für die Stadtgeschichte.
    Die von der Stadt Marburg, dem Marburger Universitätsbund e.V., dem Ursula-Kuhlmann Fonds, der Philipps-Universität Marburg und der Sparkasse Marburg-Biedenkopf finanzierte Tagung sowie der öffentliche Abendvortrag stehen allen Interessierten offen.

    Donnerstag, 30. September 2021

    Begrüßung und Einführung

    13.00 Uhr: Grußworte
    Stadträtin Kirsten Dinnebier (Stadt Marburg)
    Vizepräsident Prof. Dr. Thomas Nauss (UMR, Marburg)

    13.20 Uhr: Begrüßung und Einführung
    Prof. Dr. Sabine Mecking & Dr. Martin Göllnitz (Marburg)

    13.40 Uhr: Skandalgeschichte als Stadtgeschichte
    Prof. Dr. Oliver Auge (Kiel)

    Panel I: Gewalt und Skandal

    14.20 Uhr: Die Marburger Jäger-Truppe und ihre militaristische Nachgeschichte
    Dr. Klaus-Peter Friedrich (Marburg)

    15.00 Uhr: Die Morde von Mechterstädt - Tragödie und/oder Skandal
    Dr. Dietrich Heither (Hattersheim)

    15.40 Uhr: Pause

    Panel II: Intrigen und Affären

    16.10 Uhr: Sex, Lügen und Philosophie: Hannah Arendt und Martin Heidegger
    Prof. Dr. Christoph Nonn (Düsseldorf)

    16.50 Uhr: Die Marburger Rede vom 17. Juni 1934 - Eine Festtagsrede mit politischer Sprengkraft?
    Dr. Martin Göllnitz (Marburg)

    17.30 Uhr: Pause

    17.40 Uhr: Johann Wilhelm Mannhardt als Skandalopfer? Hintergründe und Folgen der Demonstration von NS-Studenten vor der Deutschen Burse am 18. Juni 1935
    Dr. Dr. h.c. Hans-Werner Retterath (Freiburg)

    18.20 Uhr: Die Marburg Files: Operation Willi, die englische Krone und der Faschismus
    Jonas Breßler (Mainz)

    Öffentlicher Abendvortrag

    20.00 Uhr: Skandalgeschichte als Zeitgeschichte
    Prof. Dr. Martin Sabrow (Potsdam)


    Freitag, 1. Oktober 2021

    Panel III: Skandale der Nachkriegszeit

    09.00 Uhr: Ein »fanatischer Gegner des Nationalsozialismus«. Das Spruchkammerverfahren für Karl Theodor Bleek
    Dr. Albrecht Kirschner (Marburg)

    09.40 Uhr: Hindenburg in Marburg
    Dr. Ulrich Hussong (Marburg)

    10.20 Uhr: Für eine »gewisse Glücksfähigkeit«. Die Kinder von Goddelau und die Gründung der »Lebenshilfe« in Marburg
    PD Dr. Silke Fehlemann (Dresden/Düsseldorf)

    11.00 Uhr: Pause

    Panel IV: Skandal und BRD

    11.30 Uhr: Wie kam Abendroth in die Alte Jägerkaserne? Eine Hausbesichtigung Anfang der 1950er Jahre mit einem Ausblick auf das nachfolgende Jahrzehnt
    Dr. Wolfgang Hecker (Marburg)

    12.10 Uhr: Ein »Atom-Mädchen« lässt sich anwerben. Ulrike Meinhof in ihrer Marburger Zeit
    Dr. Wolfgang Kraushaar (Hamburg)

    12.50 Uhr: Mittagspause

    14.10 Uhr: DDR-Spionage in Marburg
    Dr. Helmut Müller-Enbergs (Berlin/Odense)

    14.50 Uhr: Schrankenlos für den Autoverkehr. Marburg an der Lahn und Autobahn
    PD Dr. Anne Maximiliane Jäger-Gogoll (Siegen)

    ab 15.30 Uhr: Verabschiedung und Rückreise

    Über die Tagung wurde am 1. Oktober 2021 auch positiv in der "Oberhessischen Presse" berichtet. Den von Manfred Hitzeroth verfassten Pressebericht können Sie hier als PDF-Scan lesen.

Tagung

Polizei und Sicherheit in urbanen Räumen vom 18. bis 21. Jahrhundert (9.-11. September 2021)

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    Tibor Wiese
    Flyer Kolloquium

    Zum Poster.
    Zum Flyer.

    Polizei und Sicherheit in urbanen Räumen vom 18. bis 21. Jahrhundert
    (30. Kolloquium zur Polizeigeschichte)

    Tagungsleitung: Prof. Dr. Sabine Mecking und Dr. Martin Göllnitz 

    Tagungstermin: 9.-11. September 2021

    Tagungsort: Hessisches Staatsarchiv Marburg, Friedrichsplatz 15, 35037 Marburg (Landgrafensaal)

    Förderung: Sonderforschungsbereich 138 „Dynamiken der Sicherheit“ Gießen/Marburg

    Im Zentrum des 30. Kolloquiums zur Polizeigeschichte steht das Themenfeld „Polizei und Sicherheit in urbanen Räumen vom 18. bis 21. Jahrhundert“. Als zentrale Sicherheitsexpertin des Staates trägt die Polizei durch ihre spezifischen Sicherheitsheuristiken und Sicherheitsrepertoires in hohem Maße dazu bei, wie städtische Räume wahrgenommen werden: als Räume der Sicherheit oder eben der Unsicherheit. Die Analyse von Diskursen und Praktiken der Polizei vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart soll dabei helfen, die historischen Kontexte, in denen polizeiliche Wahrnehmungen, Bewertungen und Bewältigungen von sicherheitsrelevanten Situationen entstehen, aufzuzeigen, um daran anknüpfend Kontinuitäten und Diskontinuitäten der Polizeipraxis herauszuarbeiten.
    Eine wichtige Rolle spielt dabei die Frage, wie diese Praktiken öffentlich bzw. von verschiedenen städtischen Öffentlichkeiten wahrgenommen wurden und wie auf sie reagiert wurde. Denn hinsichtlich des städtischen Raumes verknüpfte sich immer auch die Vorstellung von Sicherheitsräumen mit dem Bedürfnis einer Person oder einer Gruppe nach Herstellung und Verstetigung eines Sicherheitsgefühls durch Berechenbarkeit, Vorhersagbarkeit und Kontrolle. Das 30. Kolloquium zur Polizeigeschichte widmet sich mithilfe unterschiedlichster regionaler und methodischer Zugänge folglich der spannenden Frage, ob und wie die Polizei derartige Sicherheitsvorstellungen im städtischen Raum in den letzten drei Jahrhunderten umsetzte.
    Für die Teilnahme an der Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich unter: (Anmeldeschluss: 20. August 2021).


    Donnerstag, 9. September 2021

    13:00 – 14:00 Uhr: Anmeldung und Kennenlernen

    14:00 – 14:30 Uhr: Begrüßng und Einführung

    Johannes Kistenich-Zerfaß (HStA Marburg)
    Grußwort

    Martin Göllnitz und Sabine Mecking (beide Marburg)
    Polizei, Sicherheit und Stadt – Thema und Forschung

    14:30-18:00 Uhr: Panel 1 – Sicherheitsheuristiken und -repertoires
    Moderation: Klaus Weinhauer (Bielefeld)

    Anne Purschwitz (Halle)
    Armut und Faulheit als Form von Devianz im urbanen Raum
    ‚Polizei‘ als Instrument und Projektionsfläche von sozialer Disziplinierung (1700-1850)

    Paul Schacher (Leipzig)
    „Der Anlaß zur Gesundung kam auch für Leipzig von außen her“
    Das Problem des Polizierens im urbanen Raum während der Revolution 1918/19 am Beispiel der sächsischen Großstadt Leipzig

    16:00-16:30 Uhr: Kaffeepause

    Oliver Benjamin Hemmerle (Grenoble/Mannheim)
    Norddeutsche Städte von Paris aus kontrollieren
    Polizei und Sicherheit im französischen Polizeiberichtswesen für Napoleon (1811-1814)

    Julius Heise (Marburg)
    Vom Schlagstock zur Schreibmaschine
    Polizeiarbeit im Spätkolonialismus

    18:00 – 19:00 Uhr: Pause

    19:00 – 20:30 Uhr: Öffentlicher Abendvortrag
    Moderation: Sabine Mecking (Marburg)

    Eckart Conze (Marburg)
    Sicherheit
    Ein historisches Konzept zwischen Versprechen und Bedrohung


    Freitag, 10. September 2021

    9:00 – 11:00 Uhr: Panel 2 – Sicherheitsakteure (I)
    Moderation: Gerhard Fürmetz (München)

    Florian Grafl (München)
    Das „Chicago Europas“?
    Die Polizei als Sicherheitsakteurin und ihre öffentliche Wahrnehmung in Barcelona vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zum spanischen Bürgerkrieg (1888-1936)

    Sarah Frenking (Erfurt)
    Gatekeeper der Nation
    Grenzpolizeikommissare im Reichsland Elsass-Lothringen und ihre Experteninszenierung um 1900

    Hendrik Malte Wenk (Dresden)
    Der Abschnittsbevollmächtigte der Deutschen Volkspolizei
    Ambivalente Sicherheit im städtischen Wohngebiet

    11:00 – 11:30 Uhr: Kaffeepause

    11:30 – 13:00 Uhr: Panel 2 – Sicherheitsakteure (II)
    Moderation: Herbert Reinke (Kerpen)

    Marcus Böick (Bochum)
    Verbündete oder Gegner in urbanen Angst-Räumen?
    Private Sicherheitsfirmen und die Polizei im 20. Jahrhundert

    Bettina Blum (Paderborn)
    Polizei in transnationalen Räumen
    Royal Military Police und deutsche Polizei in nordwest-deutschen Garnisonsstädten 1955-2019

    13:00 – 14:30 Uhr: Pause

    14:30 – 16:00 Uhr: Panel 3 – Sexualität als Sicherheitsfeld
    Moderation: Martin Göllnitz (Marburg)

    Frank Jacob (Bodø/Norwegen)
    Die Polizei, die SS und die Prostitutionskontrolle im urbanen Raum des Zweiten Weltkrieges:
    Eine unterfränkische Lokalperspektive

    Nora Lehner (Wien)
    „Sind Wiens Kriminalbeamte arme Hascher?“
    Kommerzielle Sexualität und Zuhälterei im Spannungsfeld von polizeilicher Fremd- und Selbstwahrnehmung im Wien der 1960er Jahre

    16:00 – 20:00 Uhr: Pause

    20:00 – 21:30 Uhr: Filmvorführung
    Moderation: Sabine Mecking (Marburg)

    Thomas Schubert (München)
    Polizei und die Fernsehreihe „Stahlnetz“


    Samstag, 11. September 2021

    9:15 – 11:15 Uhr: Panel 4 – Die Polizei intern
    Moderation: Florian Wenninger (Wien)

    Michael Ibrahim-Sauer (Münster)
    Demokratielernen in der Polizei
    Zur Kontinuität höherer Polizeiausbildung am Beispiel der politischen Bildungsarbeit in Berlin-Charlottenburg und Münster-Hiltrup (1925–1949)

    Jan Renken (Göttingen)
    Polizeigewerkschaften in der Bundesrepublik
    Perspektiven und Probleme der historiographischen Analyse

    Alexander Heit (Essen)
    „Es geht um uns, um unsere ureigensten Interessen“
    Die Gewerkschaft der Volkspolizei als Bewältigungsagentur für Kontingenz (1989–1990)

    11:15 – 11:30 Uhr: Kaffeepause

    11:30 – 13:00 Uhr: Panel 5 – Spurensuche: Quellen
    Moderation: Gerhard Sälter (Berlin)

    Gerhard Fürmetz (München)
    Vermisstenbücher, kriminaltechnologische Gutachten, Polizeiliche Kriminalstatistik
    Serielle Unterlagen des Bayerischen Landeskriminalamts und ihr Nutzen für die Polizeigeschichtsforschung

    Bastian Gillner (Duisburg)
    Die Digitalisierung der Polizeiarbeit:bessere, schlechtere oder andere Überlieferung im Archiv?

    13:00 – 14:00 Uhr: Pause

    14:00 – 16:00 Uhr: Panel 6 – Unsicherheit
    Moderation: Lena Haase (Trier)

    Gerhard Sälter (Berlin)
    Unsicherheit als Resultat polizeilichen Handelns
    Das Beispiel Ost-Berlins im Kalten Krieg

    Barbara Manthe (Bielefeld)
    Polizei und Rechtsterrorismus in der Bundesrepublik Deutschland 1949–1990

    Margo De Koster (Gent) / Herbert Reinke (Kerpen)
    „gantz scharen töchteren und wyber“
    Urban Nights and Urban (Dis-) Order: A Research Agenda

    16:00 Uhr: Verabschiedung

     

Ringvorlesung

Landeszeitgeschichte. Perspektiven - Chancen - Herausforderungen (WS 2019/20)


Tagung

Die Chancen von Weimar im rheinisch-westfälischen Vergleich (26.-27. September 2019)

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    Die Chancen von Weimar im rheinisch-westfälischen Vergleich (26.-27. September 2019)

    Die Perspektiven auf die Weimarer Republik, deren Gründung sich gerade zum 100. Mal jährt, sind bisher in Forschung, Lehre und Vermittlung in Museen und Gedenkstätten immer noch stark von deren Ende und dem Scheitern der ersten deutschen Demokratie geprägt. Dabei werden Potentiale und Chancen in Politik, Wirtschaft und Kultur, die sich insbesonde-re in den frühen Jahren der jungen Republik boten, häufig übersehen. In dem Tagungspro-jekt soll dieses Desiderat in einer dezidiert regionalen und vergleichenden landesgeschichtli-chen Perspektive diskutiert werden. Als Konsequenz des Krieges und der nachfolgenden Besetzung des Rheinlandes und später des Ruhrgebietes teilten Rheinland und Westfalen sich in besetztes und unbesetztes Gebiet. Somit entstanden ein interessantes Beziehungs- und Spannungsfeld innerhalb und zwischen den Regionen im Westen. Eine differenzierte Untersuchung der sich daraus ergebenden Gemeinsamkeiten und Unterschiede ermögli-chen neue Blickwinkel sowohl auf die Regionen als auch auf die Periode. Gab es gemeinsa-me Signaturen der Weimarer Zeit oder unterschieden sich die regionalen Gegebenheiten je nach Ausrichtung der Besatzungsmacht bzw. der freien Gebiete so stark, dass singuläre Entwicklungspfade entstanden?

    Zum Programm

    Tagungsbericht: Die Chancen von Weimar im rheinisch-westfälischen Vergleich, 26.09.2019 – 27.09.2019 Krefeld, in: H-Soz-Kult, 31.10.2019, www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-8493.

    Veranstalter
    NS-Dokumentationsstelle der Stadt Krefeld in der Villa Merländer, Stadtarchiv Krefeld i.V.m. dem Historischen Institut der Universität Mannheim, Lehrstuhl für Hessische Landesgeschichte der Philipps-Universität Marburg, LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte des Landschaftsverbandes Rheinland, Bonn

Forschungsatelier

Geschlecht. Macht. Staat. Normative Rahmung und soziale Praxis von Geschlechterzuschreibungen in der Politik seit 1500 (14.-15. November 2019)

52. Deutscher Historikertag in Münster 2018

Leitung der Sektion „Verpönte Partizipation. Aus- und Eingrenzung durch unkonventionelles Protestverhalten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts“ auf dem 52. Deutschen Historikertag in Münster am 28. September 2018

Antrittsvorlesung

Mehr als Knüppel und Knöllchen. Polizeigeschichte als Landes- und Zeitgeschichte (26. Juni 2019)

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