19.10.2018 "Familienbilder." Monographie zur Geschichte der wissenschaftlichen Beratung der Familienpolitik in der BRD ist erschienen.

Mark Jakob untersucht das Verhältnis von gesellschaftlichem Wandel, wertegeleiteter Familienpolitik und wissenschaftlicher Forschung in der Bundesrepublik von den 1950er zu den 1980er Jahren. Unter den Bedingungen beschleunigten Strukturwandels konnte die Familienpolitik immer weniger auf einen einheitlichen Begriff von Gesellschaft zurückgreifen, um ihre Politik einzubetten und zu legitimieren. Das Versprechen der Sozialwissenschaft, objektive Befunde und Deutungen gesellschaftlichen Wandels als Orientierungspunkte familienpolitischer Maßnahmen vorzulegen, konnte diese Unsicherheit nicht ausgleichen. Das Bundesfamilienministerium war damit nur eingeschränkt fähig, ein Programm „rationaler“, d. h. wissenschaftsgestützter Familienpolitik zu entwickeln und umzusetzen.

Mark Jakob: Familienbilder. Sozialer Wandel, Wissenschaft und Familienpolitik in der BRD 1954–1982. Wiesbaden 2018

Link zur Verlagsseite:
https://www.springer.com/de/book/9783531182827

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