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Gründer und Leiter

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Foto: Archiv DSA

Georg Wenker wurde 1852 in Düsseldorf geboren, besuchte dort 1867 das dortige Gymnasium, an dem er 1872 das Reifezeugnis erhielt. Ab Sommersemester 1872 studierte er in Zürich, Bonn und Marburg und legte in Tübingen 1876 mit der Arbeit Über die Verschiebung des Stammsilbenauslautes im Germanischen das Doktorexamen ab. Im Jahr 1877 trat er eine Bibliothekarsstelle an der Königlichen Universität Marburg an. 1886 ernennt ihn die Koninklijke vlaamsche Academie voor taal- en letterkunde in Gent zum auswärtigen Ehrenmitglied. Nachdem 1888 das Institut eine staatliche Institution wurde, war Wenker deren Leiter. Er starb im Jahre 1911.

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Foto: Archiv DSA

Ferdinand Wrede kam 1863 in Spandau zur Welt. Sein Studium absolvierte er an der Universität Berlin in den Fächern Germanistik und Geschichtswissenschaften, worauf er 1884 an der Universität Berlin in Germanistik promovierte. Sechs Jahre später habilitierte er sich in Marburg in Germanischer Philologie. Das Prädikat Professor erhält er im Dezember 1899. Ab 1902 hat er eine Bibliothekarsstelle der Königlichen Bibliothek Berlin mit Wohnsitz in Marburg inne. 1911 wurde er ordentlicher Honorarprofessor, und seitdem leitete er die Arbeiten am Sprachatlas des Deutschen Reiches wie auch jene am neugegründeten Hessen-Nassauischen Wörterbuch. 1919 wurde er zum Oberbibliothekar ernannt, im Folgejahr zum persönlichen Ordinarius und zum Direktor der Zentralstelle für den Sprachatlas des Deutschen Reichs und der deutschen Mundartenforschung. Wrede verstarb 1934.

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Foto: Archiv DSA

Walther Mitzka wurde 1888 in Posen geboren, wo er das Gymnasium besuchte und 1906 die Reifeprüfung ablegte. Von 1906 an bis 1912 studierte er an den Universitäten Marburg, Heidelberg und Berlin. Er promovierte 1911 in Marburg in den Fächern Deutsch, Alte und Neue Geschichte und machte ein Jahr darauf das Staatsexamen in Deutsch, Geschichte und Theologie. Von dieser Zeit an war er Studienrat bis ins Jahr 1927, als er die venia legendi im Fach Germanistik an der Universität Königsberg erhielt und dort zwei Jahre eine Dozentur bekleidete. 1933 wurde er ordentlicher Professor für Deutsche Philologie an der Universität Marburg und Direktor des Deutschen Sprachatlasses, des Germanistischen Seminars und des Phonetischen Kabinetts. Mitzka wurde 1956 emeritiert und starb 20 Jahre später in Bonn.

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Foto: Archiv DSA

Ludwig Erich Schmitt wurde 1908 in Lennep geboren. Nach der Reifeprüfung 1928 studierte er bis 1933 in Gießen, Marburg, Berlin und zuletzt an der Universität Leipzig, wo er 1934 promovierte und bis 1941 als Universitätsassistent (ab 1938 Oberassistent) am dortigen Germanistischen Institut tätig war. Ab 1939 war er zusätzlich Assistent an der Universität Groningen. Er habilitierte sich an der Universität Leipzig im Juli 1941 und war dann bis 1943 Universitätsprofessor an der Universität Groningen. 1944 vertrat einen Lehrstuhl in München. Von 1945 bis 1953 war er außerordentlicher Professor in Leipzig. Nach Lehrverbot und Flucht nahm er Lehraufträge in Köln und Gießen wahr. 1956 wurde er als ordentlicher Professor für Germanische Philologie an die Universität Marburg berufen und zum Direktor des Sprachatlas-Instituts ernannt. Schmitt wurde 1976 emeritiert und starb 1994.