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Pragmalinguistik

Die Pragmalinguistik als ein zentraler Bereich der Sprachwissenschaft beschäftigt sich mit den verschiedensten Formen sprachlichen Handelns bzw. sprachlicher Interaktionen unter Einbezug soziokultureller, kognitiver und situativ-kontextueller Bedingungen. Sie stellt ein sehr breites Forschungsfeld dar, das sich im Anschluss an die sprachphilosophischen Theorien von John L. Austin, H. Paul Grice, John R. Searle, Ludwig Wittgenstein (u.a) sowie u.a. den soziologischen Ansätzen von Alfred Schütz, Peter Berger, Thomas Luckmann, Aaron Cicourel und Harold Garfinkel (u.a.) entwickelt und in viele Forschungsbereiche und Analysegebiete ausdifferenziert hat (und sich auch weiter ausdifferenziert). Analysefelder der Pragmalinguistik sind u.a. Sprache und Politik, Sprache und Kunst, Sprache und Recht, Wissenschaftskommunikation, Sprache und Geschlechtsidentitäten, Sprache und Institutionen, Sprache und Religion, sprachliche Gewalt, Sprache in  den (internetbasierten) Medien, rituelle Kommunikation, Sprache und Kultur. Pragmalinguistische Forschung kann sich auf alle sprachstrukturellen Ebenen beziehen und sowohl historischen wie gegenwartsbezogenen Sprachgebrauch zum Gegenstand haben. Dabei fragt sie stets nach den funktionalen Zusammenhängen sprachlichen Handelns.


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