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Institut für Geschichte der Pharmazie und Medizin (i. Gr.)

Das Institut für Geschichte der Pharmazie stellt eine Besonderheit des Fachbereichs Pharmazie der Philipps-Universität Marburg dar. Als selbstständige Einrichtung ist es in dieser Form im deutschsprachigen Raum einzigartig. Das Institut betreut die nicht-experimentellen Disziplinen des durch die Approbationsordnung geregelten Studienganges Pharmazie und bietet zudem Absolvent/innen naturwissenschaftlicher Fächer – insbesondere Pharmazeut/innen – einen zweisemestrigen wissenschaftshistorischen postgradualen Qualifikationskurs an. Die Einführung eines interdisziplinären Masterstudienganges ist geplant. Es besteht nach Absolvierung des Qualifikationskurses die Möglichkeit, eine pharmazie- oder naturwissenschaftshistorische Dissertation zu erarbeiten und diese mit der Promotion zum Dr. rer. nat. abzuschließen. Inzwischen erstreckt sich die Zuständigkeit des Institutes auch auf bestimmte Bereiche medizinischer Lehre und Forschung sowie die Betreuung pharmazeutischer und medizinischer Sammlungen.

Im größeren Rahmen der Wissenschaftsgeschichte befassen sich Lehre und Forschung mit der Entwicklungs- und Problemgeschichte der Naturwissenschaften, mit Konzepten von Körper, Krankheit und Heilung von der Frühzeit bis heute, der Disziplin- und Arzneimittelgeschichte und der traditionellen Anwendung von Heilpflanzen und anderen Komponenten der Materia medica. Die Entstehung und Entwicklung des europäischen Apothekenwesens sowie die Institutions- und Kulturgeschichte vom Altertum bis heute bilden weitere Schwerpunkte. Lehr- und Forschungsaufgaben werden durch ein interdisziplinäres Team aus Natur- und Geisteswissenschaftler/innen wahrgenommen.

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