18.02.2026 Wahlpflichtfach für Vorkliniker, Institut für Geschichte der Pharmazie und Medizin SoSe2026
Wahlpflichtfach für Vorkliniker, Institut für Geschichte der Pharmazie und Medizin
SoSe2026
Bezeichnung der Veranstaltung: Blockseminar/praktische Übung
Kinder als Opfer der Medizin im Nationalsozialismus
Verantwortlicher Hochschullehrer:
Prof. Dr. Maike Rotzoll
Veranstaltungsform, Umfang, Ort:
Mittwochs 16-18 Uhr c.t., alle zwei Wochen, Veranstaltungsbeginn am 15.4.2026
[Termine: 15.4., 28.4., 13.5., 27.5., 10.6., 24.6., 8.7.]
ORT Institut für Geschichte der Pharmazie und Medizin, Roter Graben 10, Büro Prof. Rotzoll
Beschreibung:
2027 jährt sich die Eröffnung der Marburger Kinderklinik zum 100. Mal. Dieses Ereignis lag kurz vor dem Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft, dessen Auswirkungen auf die klinische Arbeit mit den Kindern weitgehend unerforscht sind. Gleiches gilt für Kinder und Jugendliche aus Marburg und Umgebung, die in Medizinverbrechen des Nationalsozialismus gerieten und Opfer der Zwangssterilisation oder der „Euthanasie“-Verbrechen wurden.
Dies ist ein Anlass, die Ausstellung „Im Gedenken der Kinder. Die Kinderärzte und die Verbrechen an Kindern in der NS-Zeit“ der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) e.V. https://www.im-gedenken-der-kinder.de/ im Jahr 2027 nach Marburg zu holen und diese durch einige lokal bedeutsame Darstellungen zu ergänzen.
Die Erarbeitung dieser mit Marburg und Umgebung verbundenen Geschichten soll in dem vorklinischen Wahlfach gemeinsam erfolgen. Nach einführenden Sitzungen werden gemeinsam Quellen wie Krankengeschichten oder Erbgesundheitsakten erarbeitet und kontextualisiert, Bildmaterial ausgewählt und schließlich Ausstellungstafeln gestaltet. Auf diese Weise entwickelt sich eine neue Perspektive auf eine häufig vernachlässigte Opfergruppe im Nationalsozialismus – Kinder und Jugendliche mit psychischen Erkrankungen und Behinderungen.
Leistungsnachweis:
regelmäßige Teilnahme, Kurzreferat und Erarbeitung eines Ausstellungstextes
Anmeldung: MARVIN („first come – first served“), max. 8 Teilnehmer
LV-20-107-944