28.09.2026 Forschendes Lernen am ZGS: Lehrprojekt zu Marburger Frauen im Nationalsozialismus
Studierende haben in einem Seminar am ZGS die Biografien von Frauen aus Marburg und Umgebung in der NS-Zeit erforscht. Daraus sind eine Ausstellung, ein Katalog und erste Publikationen entstanden. Die Lehrbeauftragte Randi Becker stellt Konzept und Ergebnisse nun in einem Beitrag vor.
Im Sommersemester 2024 bot die Lehrbeauftragte Randi Becker am Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung (ZGS) das Seminar „Marburger Frauen im Nationalsozialismus“ an. Die Studierenden rekonstruierten darin auf Grundlage von Archivquellen jeweils die Biografie einer Frau aus Marburg oder dem Umland. Dabei untersuchten sie Verfolgungsgeschichten ebenso wie Handlungsspielräume und Formen der Beteiligung von Frauen am NS-System. Die Seminarsitzungen vermittelten die Grundlagen zu Geschlechterverhältnissen im Nationalsozialismus.
Die Forschungsergebnisse der Studierenden wirken über das Seminar hinaus. Aus ihnen entstand eine Wanderausstellung. Sie wurde 2025 in der Universitätsbibliothek und von Mai bis Juli 2026 im Hessischen Staatsarchiv Marburg gezeigt. Begleitend erschien ein Ausstellungskatalog. Erste studentische Arbeiten sind inzwischen in Sammelbänden veröffentlicht.
Das Projekt verbindet Forschung, Lehre und Wissenstransfer mit einer Geschlechterperspektive auf die lokale Geschichte des Nationalsozialismus. Die Studierenden arbeiten als Forschende und bringen ihre Ergebnisse in die Öffentlichkeit.
Wie das Seminar konzipiert war und welche Ergebnisse es hervorgebracht hat, beschreibt Randi Becker in ihrem Beitrag im Blog der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW):
Marburger Frauen im Nationalsozialismus. Ein Lehrprojekt von Randi Becker