20.10.2026 Reformen ja, soziale Einschnitte nein

Die ver.di-Betriebsgruppe beteiligte sich am Sozialprotest in Frankfurt am Main.

Foto: Ralf Spiegel (Fototeam Hessen)
Zahlreiche Menschen protestierten Ende September in Frankfurt und bundesweit gegen den Abbau des Sozialstaats. Auch die ver.di-Betriebsgruppe der Uni Marburg war dabei.

Wir waren dabei: Zahlreiche Gewerkschaftsmitglieder aus der Uni Marburg haben am 26. September 2026 in Frankfurt am Main gegen sozialen Kahlschlag protestiert. Bundesweit demonstrierten fast 200.000 Menschen gegen die Pläne der Bundesregierung, soziale Errungenschaften zu schleifen. Natürlich beteiligte sich auch die ver.di-Betriebsgruppe der Uni Marburg.

Die Regierungskoalition hat zahlreiche Vorhaben angekündigt, die aus Gewerkschaftssicht den Fortbestand des Sozialstaats gefährden:

  • So soll statt des Acht-Stunden-Tages eine 40-Stunden-Woche gelten, mit der Folge, dass die Arbeitstage und -wochen erheblich länger werden könnten.
  • Sachgrundlose Befristungen sollen ausgeweitet werden können, mit allen Unsicherheiten, die das für Beschäftigte mit sich bringt.
  • Die Regelaltersgrenze soll steigen. Wir sollen länger arbeiten und später in Ruhestand gehen.
  • Das Rentenniveau droht nach dem Jahr 2031 abgesenkt zu werden - weniger Rente für Viele wäre die Folge.
  • Die telefonische Krankschreibung soll abgeschafft, ärztliche Krankschreibung vom ersten Tag der Krankheit an verpflichtend eingeführt werden.

Dagegen hatten ver.di, der Deutsche Gewerkschaftsbund mit zahlreichen Mitgliedsgewerkschaften und weitere Organisationen zu Kundgebungen in 15 Städten aufgerufen. In Berlin, Bremen, Erfurt, Essen, Freiburg, Hamburg, Hannover, Kiel, Leipzig, Magdeburg, Nürnberg, Rostock, Saarbrücken und Stuttgart gingen Tausende auf die Straße, um zu signalisieren: So geht es nicht, nicht mit uns!

In Frankfurt sagte ver.di-Vorsitzender Frank Werneke: „Das, was uns die Union und die SPD als ‚Reformen‘ verkaufen wollen, ist nichts anderes als ein Angriff auf die Rechte der abhängig Beschäftigten und den Sozialstaat!“

Die Betriebsgruppe der Uni Marburg hatte stark mobilisiert, so dass ein großes Kontingent aus Mittelhessen nach Frankfurt reiste. Denn klar ist: Wenn die Betroffenen jetzt nicht dagegen halten, folgen weitere Grausamkeiten. Wir bleiben dran!