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Biomedizinisches Forschungszentrum

Foto: Markus Farnung
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Das 2005 fertiggestellte, in zwei Baustufen errichtete Biomedizinische Forschungszentrum (BMFZ) liegt an der Schnittstelle der naturwissenschaftlichen Institute und des Klinikums auf den Lahnbergen. Städtebaulich greift es die Ausrichtung von Mensa und Medizinischer Bibliothek auf. Die Anlage setzt sich aus drei Baukörpern zusammen, die einen dreieckigen Innenhof umschließen. Aufgrund der Hanglage sind die beiden Seitenflügel im Süden und Osten viergeschossig, zum Innenhof hin aber dreigeschossig ausgebildet. Ein halbrunder Baukörper zwischen den beiden Gebäudeflügeln markiert den Haupteingang des Forschungszentrums.

Die gelbe Klinkerfassade der Forschungsflügel verleiht dem Gebäude eine freundliche Erscheinung; horizontal angeordnete Fensterbänder mit außenliegenden Metalljalousien gliedern die Fassade. Der Kopfbau erhielt eine Metallverkleidung und eine großflächige Verglasung, die den Haupteingang und das Treppenhaus mit Tageslicht versorgt.

In dem Forschungszentrum sind neben den Instituten für Mikrobiologie, Virologie und Immunologie auch weitere Forschungsgruppen projektbezogen untergebracht. Um die Labor- und Büroflächen unterschiedlicher Größe flexibel zusammenlegen zu können, baut das Gebäude auf einer modularen Struktur auf. Zentral angeordnet finden sich auf jedem Stockwerk sogenannte „Multi-User Räume“ wie beispielsweise Kühl- und Dunkelräume, Lager und Seminarräume. Die zentralen Verwaltungs- und Besprechungsräume sowie eine Cafeteria befinden sich im Eingangsbereich. Die Attika auf dem Dach der Forschungsflügel birgt die aufwändige Gebäudetechnik des BMFZ. Weitere technische Anlagen wurden unter dem Innenhof untergebracht.

Neben den für gentechnologische Arbeiten nach Sicherheitsstufe S2 ausgelegten Büros und Laboren, beherbergt das Forschungsgebäude auch Spezialbereiche, wie beispielsweise einen Gentechnik-Sicherheitsbereich S3 und einen Zentralen Radionuklid-Bereich; diese sind aus Sicherheitsgründen mit speziellen Schleusen ausgestattet.

Daten:

  • Bauherr: Land Hessen vertreten durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst und das Hessische Ministerium der Finanzen
  • Nutzer: Philipps-Universität Marburg
  • Projektleitung: Hessisches Baumanagement Regionalniederlassung Mitte
  • Architekten: Schuster, Pechthold, Schmidt Architekten
  • Realisierung: 2000-2005
  • Nutzfläche: 6.800 m²
  • Baukosten: rund 44 Millionen Euro
  • Adresse: Hans-Meerwein-Straße 2
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