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Forschungsbau für Synmikro: "ZSM 2"

Foto: Christian Stein
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Allgemein

Das Zentrum für Synthetische Mikrobiologie (Synmikro) erhält bis Mitte 2021 einen neuen Forschungsbau. Der Wissenschaftsrat hatte den Forschungsbau 2014 als Vorhaben von überregionaler Bedeutung zur gemeinsamen Bund-Länder-Förderung empfohlen. Das neue Gebäude entsteht in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem kleineren Modulbau von Synmikro, der bereits 2014 eröffnet wurde.

In dem neuen Forschungsbau werden künftig acht Abteilungen von Synmikro sowie zwei unabhängige Forschungsgruppen unter einem Dach arbeiten. Auf vier Geschossen mit insgesamt 6.250 Quadratmetern Fläche stehen den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern dann moderne Labore und Büroräume sowie ein Vortragssaal zur Verfügung.  

Architektur

Der Neubau besteht aus zwei Gebäudeflügeln, die einen länglichen Innenhof rahmen. Ein über zwei Geschosse verglaster Rücksprung betont den Haupt­eingang, an den sich ein großzügiges Foyer und ein zweigeschossiger Vortragsraum mit 150 Sitzplätzen anschließen.

Die beiden Obergeschosse des Gebäudes verlaufen ringförmig, umlaufende Galerien sind über einen Luftraum mit dem Eingangsbereich verbunden. In den Schmalseiten der nördlichen und südlichen Ge­bäuderiegel sind Büros untergebracht, in den tieferen Längsseiten befinden sich Labore. Der zentrale Hof ermöglicht eine natürliche Belichtung auch der innenliegenden Räume. 

Von außen wird das Gebäude durch eine dunkle Klinkerfassade geprägt, die wiederum durch Lochfenster eine ruhige und klare Gliederung erhält. Kontrastierend dazu erhält der In­nenhof eine Bandfassade mit hellen Fassadenbändern aus eloxiertem Aluminium.

Anfang 2017 wurde mit den Erdarbeiten begonnen, Ende 2020 sollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Zentrums die neuen Räume beziehen können. Der Forschungsbau für SYNMIKRO ist eines der größten zur Förderung empfohlenen Bauvorhaben. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf rund 61 Millionen Euro. Davon entfallen 51 Millionen Euro auf den Bau sowie 4,3 Millionen Euro auf die Ersteinrichtung und 5,3 Millionen Euro auf den Erwerb von Großgeräten wie speziellen Elektronenmikroskopen.

Auf der Basis der Wissenschaftsrats-Empfehlung und nach der Förderentscheidung durch die gemeinsame Wissenschaftskonferenz des Bundes und der Länder wird der Bund voraussichtlich 25 Millionen Euro übernehmen und das Land Hessen die restliche Summe von 36 Millionen Euro tragen.

Daten

  • Bauherr: Land Hessen
  • Nutzer: Philipps-Universität Marburg
  • Baubeginn: 1. Quartal 2017
  • geplante Fertigstellung: 1. / 2. Quartal 2021
  • Baukosten: ca. 51 Millionen Euro
  • Kosten für Ersteinrichtung: ca. 4,3 Millionen Euro
  • Gerätekosten: ca. 5,3 Millionen Euro
  • Projektleitung: Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH), Regionalniederlassung Mitte
  • Architektur: Nickl und Partner Architekten AG
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