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Aus dem G-Gang zum Mitglied des Hessischen Landtags. 10 Fragen an MdL Timon Gremmels (SPD)!


Zur Person
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Von 1995 bis 2003 studierte ich im Hauptfach Politikwissenschaft und in den Nebenfächern Rechtswissenschaften und Friedens- und Konfliktforschung in Marburg. Eine Zeit die ich nicht missen möchte. Insbesondere deshalb nicht, weil sie mir die Möglichkeit bot, mein aktives politisches Engagement in der SPD, den Jusos und der Kommunalpolitik zu reflektieren und besser verstehen zu können. Das Studium bot mir außerdem die Möglichkeit meinen Horizont zu erweitern. Im Gedächtnis sind mir insbesondere zwei prägende Auslandsaufenthalte in Griechenland und der Türkei geblieben sowie erste publizistische Erfahrungen mit Professor Ralf Zoll, bei dem ich damals studentische Hilfskraft war.

Auch mein Berufsweg nach dem Studium war und ist bestimmt von der Politik. Im Anschluss an mein Studium arbeitete ich vier Jahre lang als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Europaabgeordneten Barbara Weiler in ihrem Kasseler Büro. Danach verschlug es mich im Jahr 2007 als Programmreferent der hessischen SPD zur Landtagswahl 2008 nach Wiesbaden. Nach der Wahl wechselte ich als Referent für Wirtschaft, Verkehr, Energie, Landesentwicklung und Europa zur SPD-Fraktion im Hessischen Landtag. 

Nach zwei politisch ausgesprochenen turbulenten Jahren in Wiesbaden zog es mich im Februar 2009 zurück in die nordhessische Heimat und aus der Politik in die Erneuerbare-Energien-Branche. Beim Vorstand der SMA Solar Technology AG war ich für die Stabsstelle „Corporate Social Responsibility“ verantwortlich. Dies allerdings nur bis Ende 2009, da ich nach der Bundestagswahl 2009 für die in den Bundestag eingezogene und damalige Landtagsabgeordnete Ulrike Gottschalck in den Hessischen Landtag nachrückte.

Seit November 2009 bin ich somit als Abgeordneter für die SPD im Hessischen Landtag. Ich vertrete den Wahlkreis Kassel-Land II und bin Mitglied im Umwelt- und im Petitionsausschuss. Außerdem bin ich seit 2001 Mitglied des Kreistages im Landkreis Kassel und der Gemeindevertretung in Niestetal.

10 Fragen an Timon Gremmels

1. Warum haben Sie sich für das Studienfach Politikwissenschaft und für Marburg entschieden?

Ich habe mich schon immer für Politik in Theorie und Praxis interessiert und wollte mein politisches Engagement bei den Jusos und in der SPD mit politikwissenschaftlichem Wissen unterfüttern.

Für Marburg entschied ich mich, da ich gebürtiger Marburger bin und wieder in meine Heimatstadt wollte. Zum anderen reizte mich der damals ins Leben gerufene interdisziplinäre Studiengang „Friedens- und Konfliktforschung“.

2. Auf welches Teilgebiet der Politikwissenschaft haben Sie sich spezialisiert?

Das politische System der Bundesrepublik Deutschland, hier insbesondere Landes- und kommunalpolitische Fragestellungen unter Berücksichtigung direktdemokratischer Beteiligungsmöglichkeiten. Damals eine echte Nische. Dementsprechend schrieb ich auch meine Diplomarbeit zur damals in Hessen neu eingeführten Möglichkeit des Kumulieren und Panaschierens bei Kommunalwahlen.

3. Welche Professor/in hat Sie während Ihrer Studienzeit am meisten beeindruckt und warum?

Professor Theo Schiller, weil er als Vizepräsident der Uni und ich als Vertreter der Jusos in Konvent und Senat einen Konflikt um die Verleihung der Ehrensenatorenwürde an Reinfried Pohl via Hessenschau ausgetragen hatten und er mich dennoch fair geprüft hat.

4. Welche guten und schlechten Erinnerungen verbinden Sie mit ihrem Studium in Marburg?

Im Nachhinein fast nur gute. Man verklärt vieles. Aber die Zeiten der Studierendenproteste Mitte der 90er und meine Erfahrungen in Senat und Konvent haben mich bis heute geprägt. Mein Tipp an alle Studierende: Engagiert Euch! Ob im StuPa, AStA, Fachschaft etc. Ihr werdet dabei viel fürs Leben lernen.

5. Haben Sie im Ausland studiert?

Leider nein. Mein kommunalpolitisches Mandat lies keine längeren Auslandsaufenthalte zu. Ein großer Nachteil. Interessiert hätte ich mich für Aufenthalte in England oder den USA.

6. Würden Sie heutigen Abiturient/innen ein Studium der Politikwissenschaft empfehlen?

Ja, es ist ein spannendes und abwechslungsreiches Fach, mit genügend Möglichkeiten zur Spezialisierung.

7. Was war zu Studienbeginn Ihr Berufswunsch?

Politikberatung und –gestaltung im weitesten Sinne.

8. Sehen Sie Ihr Studium als notwendige Voraussetzung für Ihren beruflichen Werdegang?

Ich hätte meinen Berufsweg prinzipiell sicherlich auch mit einem anderen geistes- oder gesellschaftswissenschaftlichen Studium gehen können.

9. Was möchten Sie heute Studienanfängern der Politikwissenschaft mit auf den Weg geben?

Ein Studium ist mehr als die Aufnahme von Fachwissen. Nutzt die Zeit, um auch über den Tellerrand Eures Studienfaches zu schauen. Dank der Abschaffung der Studiengebühren fällt das sicherlich leichter.

10. Was wünschen Sie heute dem Marburger Institut für Politikwissenschaft?

Eine lange Zukunft und dass alle Stellen zügig und gut besetzt werden, gute moderne Räume, eine gute Ausstattung mit Fachliteratur und dass das Alumni-Projekt die erhofften Erwartungen erfüllt. 
  



Zuletzt aktualisiert: 18.10.2010 · leowardm

 
 
 
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