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Herzlich Willkommen

auf meiner Homepage bei der Philipps-Universität Marburg,

Fachbereich 3 (Philosophie und Gesellschaftswissenschaften), Institut für Politikwissenschaft

 
 

 

 
 




Seit 2015 bin ich als Professorin für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Politik und Geschlechterverhältnisse am Institut für Politikwissenschaft der Philipps-Universität Marburg - wie man sagt - im Ruhestand. Das merke ich und das merkt man u.a. daran, dass ich diese Homepage weitgehend selbst gestalte. Immerhin: die Uni und das HRZ, der Fachbereich und das Institut wie auch einzelne Kolleginnen und Kollegen unterstützen mich dabei. Vielen Dank. Dennoch: im aktiven Dienst verfügen ProfessorInnen über MitarbeiterInnen, die ihnen die Gestaltung und Pflege ihrer Homepages weitgehend abnehmen. Im Ruhestand ist das nicht mehr so. Ich bitte also um Entschuldigung für die Mängel und Defizite dieser Seite. Für entsprechende Hinweise bin ich dankbar - vor allem dann, wenn sie mit Tips für technische und inhaltliche Verbesserungen verbunden sind.

 

Die Homepage enthält Informationen zu meinem Werdegang, zu den wichtigsten Forschungsprojekten und Publikationen. Vieles davon ist Vergangenheit, manches wirkt weiter. Manches hat sich erst "im Ruhestand" ergeben und manches ist auch erst im Werden.


Zur Einstimmung für das Stöbern auf dieser Seite - frei nach Bertold Brecht:

 

Wenn man siebzig wird und auch gebrechlich,

Da drängt es eineN doch nach Ruh',

Zumal: die Weisheit ist im Lande wieder einmal schwächlich

Und die Bosheit nimmt an Kräften wieder einmal zu.

 

 

Bertold Brecht verhalf in seiner poetischen "Legende von der Entstehung des Buches Tao Te King" dessen Autor, dem weisen Laotse, auf seinem Weg in die Emigration bekanntlich zu dem ganz unverhofften Glück einer Begegnung mit dem eher ärmlichen ("Flickjoppe. Keine Schuh."), aber wissbegierigen Zöllner ("Die Stirne eine einzige Falte./Ach, kein Sieger trat da auf ihn zu./Und er murmelte: 'Auch du?'"), der dem "Weisen seine Weisheit" nun doch noch einmal abverlangte. Ob Wissenschaft zur Weisheit verhilft, ist heutzutage einigermaßen fraglich und professoraler Ruhestand ist nicht Emigration. Ich hege dennoch die zweifellos unbescheidene Hoffnung, mit dieser Homepage einen kleinen Beitrag zur Erinnerung an und zum Fortbestand von Feminismus als Teil und als Methode kritischer Wissenschaft in politischer Perspektive und praktischer Absicht leisten zu können. Ich freue mich auch über Kommentare, Anfragen und Anstöße oder auch Vorschläge in diesem Sinn.

Es gibt in der Philosophie ein Konzept mit dem "echt philosophischen", d.h. nicht für jedermann und jedefrau auf Anhieb verständlichen Titel "Transzendentalpragmatik". Es wurde maßgeblich geprägt durch Karl-Otto Apel und enthält sprachlich die Komponenten tanscendere (hinübergehen, überschreiten) und pragma (Handeln). Philosophie ist danach - stark vereinfacht formuliert - das Nachdenken über die Bedingungen der Möglichkeit von Wahrheit (Erkenntnis) und Freiheit (Handeln), wobei das Handeln im Zuge des sog. linguistic turn aber auch als Sprachhandlung bzw. Sprechakt verstanden wird. Politische Wissenschaft ist selbst auch Sprache, aber sie hat auch auch mit anderen Institutionen und Methoden des Handelns zu tun (z.B. Gewalt und Krieg, Ausbeutung, Ausgrenzung, Überwachung, Diskriminierung, Armut und Reichtum, Macht und Ohnmacht, Wahlbeteiligung und Wahlenthaltung, Geburt, Krankheit und Tod, Natur und Technik, Städtebau und Verkehr, Theater und Finanzen, Schwimmbäder und Kinderkrippen, transnationale Institutionen und globalen Wandel) und ihre Intentionen richten sich auch nicht nur auf Denken und Reden, sondern auch auf machen, nicht nur auf Verständigung sondern auch auf Verwirklichung. Die materiell-praktische Seite des Gegenstands politischer Wissenschaft und ihrer eigenen Verfasstheit ist eng verflochten mit ihrer diskursiven sprachlichen Konstruktion. Die politische Konstruktion der Wirklichkeit umfasst immer sowohl deren diskursive wie auch deren materiale Seite. Der philosophische Rückgriff auf die (linguistisch-diskursiven)Bedingungen der Möglichkeit wahrer Erkenntnis und freien Handels übersetzt sich in der politische Wissenschaft in die Rekonstruktion der politisch-praktischen Bedingungen der Möglichkeit von Denken und Handeln im Spannungsverhältnis zwischen Kritik, Norm und Utopie. Das philosophische Konzept der Transzendentalpragmatik entfaltet in diesem Kontext einen - ursprünglich durchaus nicht vorgesehenen - politischen Sinn: im Hier und Jetzt wirksam eingreifen und den Dingen dabei in eine sozial-emanzipatorische Perspektive versetzen - theoretisch ebenso wie praktisch.


Meine Schwerpunkte in diesem Projekt waren und sind immer noch:

Arbeits- und Sozialpolitik

Politische Ökonomie

Geschlechterverhältnisse und feministische Theorie

Kritik, Utopie, Demokratie
 
 

Mitgliedschaften und wichtige Projekte

Zentrum für Gender Studies und feministische Wissenschaft (zeitweise wissenschaftliche Direktorin)
Wissenschaftlicher Beirat der Hans-Böckler-Stiftung (beendet)
Leitung von GendA - Netzwerk feministische Arbeitsforschung (beendet)
Leitung von GendA - Forschungs- und Kooperationsstelle Arbeit, Demokratie, Geschlecht (beendet)
Vorstandsvorsitzende des Trägervereins des Sozialwissenschaftlichen Forschungszentrums Berlin-Brandenburg - SFZ e.V. (beendet)
 
 

Vertrauensdozentin

 

Kontakt



Zuletzt aktualisiert: 21.11.2018 · kurzsche

 
 
Fb. 03 - Gesellschaftswissenschaften und Philosophie

Politikwissenschaft, Wilhelm-Röpke-Straße 6g, D-35032 Marburg
Tel. +49 6421/28-24387, Fax +49 6421/28-28991, E-Mail: politikwissenschaft@staff.uni-marburg.de

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