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30.10.2018

Spazieren geht über Studieren

Allgemeinmedizin sucht Spazierpatinnen und -paten für Projekt zur Bewegungsförderung bei älteren Menschen

jüngere Frau hilft älterer Frau eine Treppe hinunter vor einer Haustür Foto: Nina Grede

Bewegung tut gut. Ob sie auch die körperliche Leistungsfähigkeit bei älteren Menschen steigert, das untersucht ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Projekt in der Allgemeinmedizin der Philipps-Universität Marburg. Viele Seniorinnen und Senioren leben alleine, haben kaum soziale Kontakte und bewegen sich selbstständig nur noch wenig. Doch um Krankheiten vorzubeugen, empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mindestens zweieinhalb Stunden körperliche Aktivität pro Woche. Durch das Projekt „POWER“ der Philipps-Universität Marburg in Zusammenarbeit mit der Universität Witten/Herdecke erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Projekt entweder ein aktivierendes Bewegungsprogramm in Form von begleiteten Spaziergängen oder sie werden mit spezifischen Gesundheitsinformationen versorgt. Interessierte werden einer der beiden Gruppen zufällig zugewiesen. In dem Projekt soll untersucht werden, ob die begleiteten Spaziergänge die körperliche Leistungsfähigkeit und Lebensqualität von älteren Personen verbessern. Zusätzlich zu einer Steigerung der körperlichen Aktivität werden möglicherweise neue Bekanntschaften, auch generationsübergreifend, geschlossen. Untersucht werden soll auch, ob die begleiteten Spaziergänge dauerhaft in bestehende Hilfsstrukturen, etwa Bürgerhilfen, integriert werden können.

„POWER“ läuft seit September 2018 in Marburg und Umgebung. Als erste Gemeinde wurde die Gemeinde Ebsdorfergrund angesprochen, in der das Projekt von Bürgermeister und Bürgerhilfeverein große Unterstützung erhält. „Für die weitere Umsetzung suchen wir noch Menschen in und um Marburg, die als Spazierpaten die Begleitung dieser Spaziergänge ermöglichen“, sagt Prof. Dr. Norbert Donner-Banzhoff, Hausarzt und Projektleiter in der Abteilung für Allgemeinmedizin der Universität Marburg.

Die Spaziergänge sollen sechs Monate lang dreimal wöchentlich für rund 30 Minuten stattfinden. Die Spazierpatinnen und -paten erhalten eine Schulung und organisieren das Programm danach selbstständig gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Projekts. Das Projekt „POWER“ hat eine Gesamtlaufzeit von vier Jahren.

Gesucht werden Personen aller Altersgruppen, die Zeit und Lust haben, sich über sechs Monate als Spazierpatinnen und -paten ehrenamtlich zu engagieren.

Die ehrenamtlichen Begleiterinnen und Begleiter sollten mindestens 16 Jahre alt sein, ein Handy besitzen, über gute deutsche Sprachkenntnisse verfügen und Freude am Umgang mit älteren Menschen haben. Im Rahmen des Projektes wird den Spazierpatinnen und -paten angeboten, an monatlichen Treffen mit anderen ehrenamtlichen Begleiterinnen und Begleitern teilzunehmen, um sich gemeinsam über die Erfahrungen auszutauschen. Außerdem wird das Engagement durch eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 50 Euro im Monat gewürdigt.  

Interessierte können sich für weitere Informationen an das Projektteam der Abteilung für Allgemeinmedizin in Marburg wenden:

Telefon: 06421 28-65124

E-Mail:   

Web: www.uni-marburg.de/fb20/allgprmed   

Kontakt

Zuletzt aktualisiert: 30.10.2018 · Gerd Rinke

 
 
Fb. 20 - Medizin

Fb. 20 - Medizin, Baldingerstraße, D-35032 Marburg
Tel. +49 6421 58-66201, Fax +49 6421 58-61548, E-Mail: dekanat.medizin@staff.uni-marburg.de

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