Institutsprofil
Zentrale Aufgabe des Forschungszentrums Deutscher Sprachatlas ist die Erforschung der Dialekte, Substandardvarietäten und Regionalsprachen der deutschen Sprache. Für diese Aufgabe bietet das Institut der „scientific community“ umfassende Forschungsmöglichkeiten. Hierzu gehören umfangreiche, zum größeren Teil einmalige Sammlungen und Dokumentationen (Forschungsmaterialien), eine Spezialbibliothek, linguistische Sprachdatenerhebungs- und Analyseeinrichtungen und ein sprachgeographisches Computerlabor.
Die am Institut arbeitende spezialisierte und international vernetzte Arbeitsgruppe forscht vor allem zu den Themen Dialektologie, Regionalsprachenforschung, Phonetik, Prosodie, Phonologie, Morphologie und Syntax und entwickelt Methoden der linguistischen Datenerhebung und Datenanalyse. Dies sind auch die thematischen Schwerpunkte der von den Institutsmitgliedern abgehaltenen Lehrveranstaltungen.
Einen aktuellen Arbeitsschwerpunkt des
Instituts stellt das Projekt "Digitaler Wenker-Atlas" (DiWA) dar. Im
Rahmen dieses Projektes wird Georg Wenkers „Sprachatlas des deutschen
Reichs“ nicht allein erstmals und online publiziert, sondern durch die
Verknüpfung mit Tondateien, bibliographischen, soziodemographischen,
topographischen, kulturhistorischen und nicht zuletzt linguistischen
Daten zu einem einmaligen dialektologischen und
variationslinguistischen Informationssystem erweitert. Zum ersten Mal
wird so der Wandel der gesprochenen Sprache über ein Jahrhundert hinweg
systematisch analysierbar.

