Forschung zur Prävention internalisierender Störungen
Angst- und depressive Störungen werden unter dem Begriff der
internalisierenden Störungen zusammengefasst und gehören zu den
häufigsten psychischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen.
Bleiben sie unbehandelt, besteht die Gefahr der Chronifizierung und der
Entwicklung von weiteren, begleitend auftretenden psychischen
Erkrankungen. Sowohl Angst- als auch depressive Störungen sind mit
erhöhtem Leiden verknüpft und beeinträchtigen deutlich die
psychosoziale Entwicklung der betroffenen Kinder wie auch deren
Familienleben. Internationale Gesundheitsorganisationen wie die
Weltgesundheitsorganisation (WHO, 2004) fordern deshalb vehement die
Planung, Durchführung und Verbreitung präventiver Maßnahmen, um das
Auftreten von Angst und Depression zu reduzieren.
Unsere Arbeitsgruppe führt seit 2007 verschiedene Untersuchungen zur
Prävention von Angst- und depressiven Störungen durch. So bieten wir
sowohl ein präventives, kognitiv-verhaltenstherapeutisches
Gruppenprogramm für 8-12jährige Kinder als auch ein begleitendes
Elterntraining an und untersuchen deren kurz- und mittelfristige
Wirksamkeit. Gleichzeitig untersuchen wir, welche Zugangswege es
Familien am ehesten ermöglichen, adäquate Hilfsangebote in Anspruch zu
nehmen. Darüber hinaus befassen wir uns mit der Lebensqualität und dem
Auftreten psychopathologischer Symptome bei Kindern. Hierzu führten wir
eine regionale, epidemiologische Untersuchungen bei Kindern der 3. bis
5. Klassen durch und verknüpften diese Untersuchung mit dem Angebot,
den teilnehmenden Familien eine Rückmeldung über die Ergebnisse und
ggf. weitere Hilfsmöglichkeiten anzubieten. Ein weiterer Schwerpunkt
unserer Arbeitsgruppe liegt in der Diagnostik von Angst- und
depressiven Störungen bei Kindern und Jugendlichen in verschiedenen
Kontexten.
Ein Präventionskurs für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren wird über das Institut für Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin angeboten (Flyer als Download).
Mitarbeiter des Projektes:
Dr. Sylvia Eimecke, Diplom-Psychologin
Dr. Jan Pauschardt, Diplom-Psychologe
Prof. Dr. F. Mattejat, Diplom-Psychologe



