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Allgemeines


In den angloamerikanischen Ländern gehört die Arbeit mit Simulationspatienten (SPs) längst zum Standard. Inzwischen hat über die Hälfte der deutschen Universitäten, an denen Medizin gelehrt wird, diese Ressource erkannt und nutzt sie in verschiedenen Konzepten. In Rollenspielen mit den speziell für diese Zwecke geschulten SPs können die angehenden Ärzte gezielt ihre kommunikativen Fertigkeiten trainieren und verbessern. Man setzt sich also intensiv mit Fragen hinsichtlich möglicher Problematiken im Gespräch auseinander, um auf die echten Patienten adäquat vorbereitet zu sein. Hierzu zählt zum Beispiel die Frage, wie man eine angemessene, vertrauensvolle Arzt-Patienten-Beziehung herstellt? Dabei handelt es sich keinesfalls  ausschließlich um Anamnesegespräche. Gerade schwierige Gesprächssituationen  brauchen Übung: Beratungs- und Aufklärungsgespräche, das Erläutern bestimmter Untersuchungstechniken bis hin zum Überbringen schlechter Nachrichten können hier realitätsnah im geschützten Rahmen erprobt werden. Der Einsatz von Simulationspatienten ist nicht nur sinnvoll, weil reale Patienten in klinischen Settings oft übermäßig durch die Konfrontation mit in voller Semesterstärke auftretenden, übenden Studierenden belastet werden, sondern auch deshalb, weil Simulationspatienten den Studierenden über ihr Auftreten und ihr Gesprächsverhalten dezidiert Rückmeldung geben können. Während die Psychosomatik in Marburg schon seit einigen Jahren Simulationspatienten für das Üben schwieriger Gesprächssituationen einsetzt, starteten im WS 2008/2009  verschiedene Institute des Fachbereichs als Pilotprojekt den SP-Einsatz in ihrem Unterricht im Maris. Inzwischen laufen alle Angebote für das vollständige Semester.

 

Zuletzt aktualisiert: 04.10.2011 · Steinmel

 
 
 
Fb. 20 - Medizin

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