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Peter Becker-Preis für Friedens- und Konfliktforschung der Philipps Universität Marburg

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Zur Unterstützung zur Umsetzung von Friedensforschung in praktische Projekte wird seit 2004 alle zwei Jahre der Peter-Becker-Preis verliehen. Dotiert mit 5.000 Euro handelt es sich hierbei um den höchsten Preis für Friedens- und Konfliktforschung in Deutschland. Gestiftet wird der Preis vom Marburger Anwalt Peter Be-cker. Er ist Vorstandsmitglied der International Association of Lawyers against Nuclear Arms. Mit dem Preis sollen herausragende Arbeiten und Projekte gefördert werden, die einen bedeutsamen Beitrag zur Friedens-förderung leisten.

Lesen Sie mehr in der Satzung des Peter-Becker-Preises.

 



Peter-Becker-Preis 2016

Peter-Becker-Preis

Hiermit wird für das Jahr 2016, zum siebten Mal, der Peter-Becker-Preis öffentlich ausgeschrieben. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Der Peter-Becker-Preis prämiert Arbeiten oder Projekte, die wissenschaftliche Erkenntnisse über die Entstehung, den Verlauf und die Bearbeitung von Konflikten vorantreiben und eine praktische Umsetzung im Sinne der Konfliktregelung ermöglichen bzw. durchführen. Insbesondere soll mit dem Preis die Stärkung und Verbesserung ziviler Konfliktbearbeitung im gesellschaftlichen und transnationalen Bereich gefördert werden. Er kann auch für Arbeiten oder Projekte vergeben werden, die sich mit Konflikten im außereuropäischen Ausland befassen und die umgesetzt worden sind oder zumindest umgesetzt werden können. Über die Vergabe des Preises entscheidet eine Kommission, der neben dem Stifter des Preises und Mitgliedern des Zentrums für Konfliktforschung der Philipps-Universität Marburg auch Personen des öffentlichen Lebens mit inhaltlicher Affinität zu Fragen ziviler Konfliktbearbeitung angehören.

Den vollständigen Text der Ausschreibung können Sie hier herunterladen: Ausschreibung (deutsch) / Call for Nominations (english).

Die Frist für die Einreichung der Arbeiten oder Projekte endet am 31. Oktober 2016. Die Arbeiten sind einzureichen bei:

Zentrum für Konfliktforschung
der Philipps-Universität Marburg
PD Dr. J.M. Becker
Ketzerbach 11
35032 Marburg



Peter-Becker-Preis 2014

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Der Peter-Becker-Preis 2014 wurde geteilt verliehen. Die Refugee Law Clinic in Gießen erhielt für ihr Ausbil-dungsprogramm im Bereich des Flüchtlingsrechts sowie für ihre Beratung für Flüchtlinge im Asylverfahren den ersten Teil des Hauptpreises. Frau Dr. Natasha Gill von der Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) Zürich erhielt für Ihr Buch "Inside the Box", in dem die Mediationsmethode der "Integrierten Simulationen" beschrieben und analysiert wird, den zweiten Teil des Hauptpreises.
Einen Anerkennungspreis, vom Preisstifter zusätzlich zur Verfügung gestellt, verlieh die Universität dem Hei-delberger Institut für Internationale Konfliktforschung für seine Arbeit, u.a. für die Erstellung des jährlichen Konfliktbarometers.

Die Refugee Law Clinic ist ein Ausbildungsprojekt der Universität Gießen. Sie bildet Studierende sowohl theoretisch als auch praktisch im Asyl- und Flüchtlingsrecht aus. So können Studierende im Laufe der Ausbil-dung bereits ihr gelerntes Wissen anwenden, praktische Erfahrungen sammeln und ehrenamtliche Asylver-fahrensberatung leisten. Die Refugee Law Clinic bietet einmal wöchentlich in der Erstaufnahmeeinrichtung Gießen einen Informationsabend an. Ziel ist es, den Geflüchteten einen Überblick über das deutsche Asylver-fahren zu vermitteln und sie in der Wahrnehmung ihrer Rechte zu unterstützen. Darüber hinaus unterstützt die Refugee Law Clinic auch einzelne Geflüchtete, indem sie sie auf ihre Anhörung im Asylverfahren vorbe-reitet.

Dr. Natasha Gill erhielt den Preis für ihre Publikation „Inside the Box: Using Integrative Simulations to Teach Conflict, Negotiations and Mediation”. Das Buch wurde vom renommierten Konfliktmediator Christopher W. Moore als zurzeit modernste und beste Arbeit gelobt, die den Nutzen von Simulationstechniken für die Ver-besserung von Mediations- und Verhandlungsfähigkeiten untersucht.

Das Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung veröffentlicht seit 1992 jährlich ein Konfliktbarometer. Es präsentiert Informationen über die Entstehung, den Verlauf und die Beilegung inner- und zwischenstaatlicher politischer Konflikte. Das Barometer trägt so zum Verständnis des globalen Konflikt-geschehens bei. Gewaltlose und gewaltsame Krisen, Kriege, Staatsstreiche sowie Friedensverhandlungen ste-hen dabei im Mittelpunkt der Untersuchung.

Die Verleihung des Peter Becker-Preises 2014 fand am 11. Dezember 2015 in der Alten Aula der Philipps-Universität Marburg statt.

Einen Bericht der Universität Marburg über die Preisverleihung finden Sie hier.

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier.



Peter-Becker-Preis 2012

Das Zentrum für Konfliktforschung hat am 22.11.2013 den Peter-Becker-Preis 2012 verliehen. Die Einladung finden Sie hier. Die Preisträger_innen sind folgende:

Dr. Rama Mani ist eine international renommierte Expertin auf den Gebieten Friedens- und Konfliktforschung, Internationales Recht und Internationale Beziehungen. Sie ist Senior Research Associate am Oxford’s Centre for International Studies sowie Direktorin des multidisziplinären Forschungsprojekts “Ending Mass Atrocities: Protect: Southern Cultural Perspectives“. Momentan forscht sie zur Bedeutung von Religion in Konflikten und Peacebuilding. Seit Beginn ihres akademischen Werdeganges setzt sie sich für die Verbindung und gegenseitige Bereicherung von praktischer Friedensarbeit und Friedensforschung ein. Als Vertreterin des „globalen Südens“ sucht sie hierbei den direkten Austausch zwischen Basisgruppen und Zivilbevölkerung, sowie Studierenden und internationalen Akademiker_innen. Dr. Rama Mani sprach als Keynote Speaker bei den Zentrumstagen 2012 zum Thema „The constitution of Peace. Current Debates and Future Perspectives.“

Das Komitee für Grundrechte und Demokratie e.V. engagiert sich seit 1980 für die Einhaltung und Umsetzung von demokratischen Grund- und Freiheitsrechten in Deutschland sowie weltweit und ist dabei einer pazifistischen politischen Tradition verhaftet. Durch „Ferien vom Krieg“, d.h. Ferienbegegnungen mit Jugendlichen aus Kriegs- und Spannungsgebieten, sowie die Entsendung von Beobachtern zu Schauplätzen möglicher Menschenrechtsverletzungen und durch viele andere Projekten engagiert sich das Komitee aktiv für die friedliche Lösung von Konflikten, sowie die Respektierung und Förderung von demokratischen und Grundrechten.

Dipl.-Psych. Nina Winkler, Vorstandsmitglied der Hilfsorganisation vivo und PhD-Kandidatin in klinischer Psychologie an der Universität Konstanz erhält den Peter-Becker-Nachwuchspreis 2012. Sie arbeitet zur Zeit für die Vereinten Nationen im Südsudan (UNESCO) an Trainingsprogrammen, die ehemaligen Bürgerkriegskämpfern die Fähigkeiten zur friedlichen Konfliktlösung, zu zivilbürgerlichem Handeln und psychosozialem Coping in ihren Dörfern vermitteln und damit die Konfliktspirale auf gesellschaftlicher Ebene unterbrechen sollen. Darüber hinaus ist sie als Kurzzeitexpertin für verschiedene Organisationen tätig. Durch ihre Arbeit strebt sie sowohl eine verbesserte Verbreitung wissenschaftlicher Ergebnisse in die Praxis, als auch den intensivierten Wissensaustausch zwischen verschiedenen Fachdisziplinen an.



Peter-Becker-Preis 2010

Am 6. Mai 2011 feierte das Zentrum für Konfliktforschung der Philipps-Universität Marburg (ZfK) in der Alten Aula (Reitgasse, Nähe Rathaus/Marktplatz) sein zehnjähriges Jubiläum. Am selben Tag wurde überdies zum vierten Mal der Peter Becker-Preis für Friedens- und Konfliktforschung verliehen.

Geehrt wurden Prof. Dr. Gavi Salomon von der Universität Haifa (Israel) für sein Lebenswerk als Friedenspädagoge sowie das Minds of Peace Experiment und Dr. Sapir Handelman (Wayne State University, Detroit, USA), schließlich das Day Care Center for Arab and Jewish Children at Risk in Jaffa (Israel).

Die Laudatio hielt Uli Jäger, Geschäftsführer des Instituts für Friedenspädagogik Tübingen e.V.

Das Netzwerk "Peace counts", Träger des Peter Becker-Preises 2008, zeigte neue Exponate der Wanderausstellung „Peace counts – die Erfolge der Friedensmacher“.

Das Programm der Festveranstaltung können Sie hier herunterladen.

  • Die Laudatio von Uli Jäger finden Sie hier.
  • Die Präsentation des Preisträgers Prof. Dr. Gavriel Salomon finden Sie hier.
  • Die Präsentation von Dr. Sapir Handelman finden Sie hier.
  • Die Präsentation von Lana Sirri vom Day Care Center for Arab and Jewish Children at Risk in Jaffa finden Sie hier.
 
Presseberichte zur Veranstaltung finden Sie unter nachfolgenden Links:




Frühere Preisträger 

Verleihung Peter Becker Preis

2008: "Peace Counts on Tour"

Preisträger war das Projekt "Peace Counts on Tour", das vom Institut für Friedenspädagogik Tübingen und dem Journalistennetzwerk „Peace Counts Project“ getragen wird. Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, die Wahrnehmung für Ursachen und Eskalationsverläufe von gewaltsamen Auseinandersetzungen in Konflikt- und Krisensituationen zu erweitern. So soll Friedens- und Konfliktfähigkeit gefördert und ein Blick für neue Lösungs- und Handlungsansätze geschärft werden. schärfen. Das Projekt verknüpft Erkenntnisse aus der Friedens- und Konfliktforschung mit moderner Friedenspädagogik und konstruktivem Journalismus. Hier finden Sie den offiziellen Pressebericht der Universität zur diesjährigen Preisverleihung.

Die Preisverleihung fand am 29. Mai 2009 in der Alten Aula der Universität statt (Programm der Veranstaltung). Die Laudatio für die Preisträger hielt der renommierte Friedensforscher Prof. Dr. h.c. Senghaas. Anschließend wurde in einem Round Table mit Medienvertretern über die Darstellung von Frieden in den Medien diskutiert.
 
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2006: Prof. Dr. Herbert Wulf

Neben Herbert Wulfs Lebenswerk galt der Jury vor allem das jüngste Buch des Friedensforschers und Experten für Sicherheitspolitik als preiswürdig. In seinem 2005 veröffentlichtem Werk "Internationalisierung und Privatisierung von Krieg und Frieden" stellt er die demokratische Kontrolle über die Streitkräfte durch Privatisierung und Internationalisierung weltweiter Militäreinsätze in Frage. Weitere Informationen zum Preisträger und der Verleihung finden Sie im offiziellen Pressebericht der Universität.

Hier finden Sie einen Pressebericht zu der Verleihung 2007.
 
Senghaas und Co sitzend

2004: Dr. Ulrich Schneckener

Für sein 2002 erschienenes Buch "Auswege aus dem Bürgerkrieg" erhielt der Politikwissenschaftler Dr. Ulrich Schneckener den Peter-Becker Preis. In seinem Buch setzt er sich mit vergangenen und aktuellen ethnischen Konflikten in Europa auseinander, stellt mögliche Lösungsmodelle vor und diskutiert ihre Anwendbarkeit auf die jweiligen spezifischen Konflikte. Gerade dieser Praxisbezug hat die Jury beeindruckt.

Den Nachwuchspreis erhielten die Ägypter Dr. Simon Mason und der Äthiopier Dr. Yakob Arsano, die in einer Forschungsarbeit am Beispiel der Probleme um die Wasserverteilung am oberen Nil praktische Vorschläge zur Konfliktregelung vorstellen. Informationen zur Preisverleihung finden Sie im Bericht des Unijournals.

Hier finden Sie einen Pressebericht zu der Verleihung 2005.


Zuletzt aktualisiert: 05.08.2016 · Pohls

 
 
 
Zentrum für Konfliktforschung

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Tel. +49 6421/28-24444, Fax +49 6421/28-24528, E-Mail: konflikt@staff.uni-marburg.de

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