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Neubau der Universitätsbibliothek


Universitätsbibliothek
Die neue Universitätsbibliothek vom Pilgrimstein aus gesehehen (Horst Fenchel / Bildarchiv Foto Marburg).

Am 30. April 2018 wurde die neue Universitätsbibliothek (UB) der Philipps-Universität Marburg nach rund vierjähriger Bauzeit offiziell eröffnet. Das markante Bauwerk befindet sich in der Marburger Innenstadt, zwischen Elisabethkirche und Altem Botanischem Garten. Die Bibliothek ist das Herzstück des geistes- und sozialwissenschaftlichen „Campus Firmanei“. Auf rund 18.500 Quadratmeter Fläche fanden rund 3,2 Millionen Medieneinheiten Platz. Platz; den Nutzerinnen und Nutzern steht ein wesentlich größerer Freihandbestand als bislang zur Verfügung. Die Zusammenlegung der Bestände von neun geistes- und sozialwissenschaftlichen Bereichsbibliotheken sowie der Universitätsbibliothek ermöglicht längere Öffnungszeiten und fördert interdisziplinäres Arbeiten. Die Bibliothek ist täglich von 8 bis 24 Uhr geöffnet.

Das Gebäude wurde von dem Darmstädter Architekturbüro Sinning geplant, das 2009 den städtebaulichen Ideen- und Realisierungswettbewerb gewonnen hat. Die Baukosten von rund 120 Millionen Euro (inklusive Gerätekosten) werden durch das HEUREKA-Programm (Hochschul-Entwicklungs- und Umbauprogramm: RundErneuerung, Konzentration und Ausbau von Forschung und Lehre in Hessen) getragen.

Bislang verteilten sich die universitären Buchbestände auf insgesamt 25 Außenstellen sowie die Zentrale Universitätsbibliothek, die in einem 1967 fertig gestellten Gebäude an der Stadtautobahn untergebracht war. Das 60er-Jahre-Gebäude entsprach jedoch nicht mehr den Anforderungen an eine moderne Universitätsbibliothek: Durch die neuen Studiengänge arbeiten mehr Studierende in der Bibliothek als früher, zudem fehlten Gruppenarbeitsräume und Computerarbeitsplätze.




Von außen...


 

Der Eingang zur UB
Die Besucher gelangen über das Atrium in die Bibliothek. (Foto: Brigida Gonzalez (c))
Die Architekten haben ein Gebäude entworfen, das sich harmonisch in die historische Umgebungsbebauung einfügt. Der viergeschossige Neubau orientiert sich in seiner Höhe an den historischen Nachbarbauten und greift deren Farbgebung auf. Die Sandsteinfarbe von Elisabeth-Kirche und Schäferbau findet sich im Atrium wieder, der helle Putz der angrenzenden Gründerzeitbauten bestimmt die Farbigkeit der Fassaden.

Ein zentrales Element des Entwurfs ist eine gläserne Eingangshalle, die das lang gestreckte Gebäude diagonal durchschneidet. Sie dient, von der Elisabethkirche kommend, als Durchgang und spannt zugleich einen geschützten öffentlichen Raum auf. Es ergeben sich Aus- und Durchblicke: im Norden auf die Elisabeth-Kirche, im Süden zum Botanischen Garten hin.  Ein bestehender, denkmalgeschützter Gründerzeitbau, in dem sich ehemals die Hautklinik befand, wird grundlegend saniert und für die Bibliotheksverwaltung umgebaut. Als Bindeglied zwischen Altbau und Bibliothek fungiert ein zweigeschossiges Bauteil, in dem sich ein Informations- und Medienzentrum befindet.

Um den ebenfalls denkmalgeschützten Alten Botanischen Garten zu schonen, wird ein neuer Weg die Besucher an der Grünanlage vorbei über den Mühlgraben zum Hörsaalgebäude und zur Mensa führen. Während der Bauarbeiten wurden die zum Teil sehr alten Bäume zudem durch ein eigens installiertes Bewässerungssystem bedarfsgerecht mit Wasser versorgt.

 

 


...nach innen



k-UB-Atrium_UB_Horst Fenchel.jpg
Alt und Neu: Das Atrium der Universitätsbibliothek erlaubt Ausblicke auf den Botanischen Garten und auf den historischen "Schäfer-Bau" (Horst Fenchel / Bildarchiv Foto Marburg).
Auch im Innenraum greift der Neubau die Besonderheiten Marburgs auf: die typischen Fachwerkgassen werden mit den Vorsprüngen der Atriumfassaden zitiert, die Treppen und "Leseterrassen" erinnern an die Topographie der Oberstadt.

Die Besucher betreten das Gebäude über das gläserne Atrium. Dieses dient nicht nur als Foyer der Bibliothek, sondern auch als öffentlicher Raum mit vielfältigen Nutzungen. Im Westteil des Erdgeschosses ist eine Cafeteria geplant, im Ostteil befinden sich Freihandbereiche der Bibliothek, Sitzgelegenheiten rings um die Bibliothek gestalten den öffentlichen Raum. Im ersten Obergeschoss finden die Archive sowie Nutzer- und Freihandbereiche Platz und auch die weiteren Obergeschosse stehen für Archiv- und Freihandbereiche zur Verfügung.West- und Ostflügel des Gebäudes werden über Brücken verbunden, im durchlaufenden Untergeschoss soll das Archiv untergebracht werden. An die Stelle eines zentralen Lesesaals treten 20 Leseinseln, deren Arbeitsplätze direkt bei den Buchbeständen der einzelnen Fachgebiete liegen. Sie befinden sich in vertikal gestaffelten "Leseterrassen" die zwar die Bereiche trennen, zugleich aber auch Blickbezüge im Innern und Ausblicke auf den Botanischen Garten und die Kirche gewähren.

Die Bibliothek soll nicht nur ein attraktiver Lernort sein, sondern auch ein kulturelles Zentrum universitären und städtischen Lebens. Die markante Architektur schafft die räumlichen Voraussetzungen für öffentliche Ausstellungen und Lesungen im Zentrum der Stadt.

 

 

Die Bibliothek als Lern- und Begegnungsort


 
Leseterrassen
Die Nutzerarbeitsplätze sind unter anderem auf den Leseterrassen angeordnet. (Foto:Horst Fenchel / Bildarchiv Foto Marurg)

Große Teile der zusammengeführten Buchbestände stehen den Nutzerinnen und Nutzern nun im Freihandbereich zur Verfügung. Monographien und Zeitschriften der verschiedenen Fächer sind schnell und unkompliziert zugänglich. Historische Buchbestände sind im Sondermagazin des neuen Gebäudes untergebracht. In einem angeschlossenen Sonderlesesaal kann mit historischen Beständen gearbeitet werden.

Ein Großteil der 727 Einzelarbeitsplätze werden in sogenannten „Leseinseln“ über den gesamten Freihandbestand verteilt; hinzu kommen 37 Einzelarbeitskabinen und verschieden große Gruppenräume mit flexibler Möblierung. Ergänzt wird das Angebot durch drei Schulungsräume und ein Medienzentrum, in dem audiovisuelle Medien nicht nur bearbeitet sondern auch produziert werden können. „Die Bibliothek versteht sich nicht nur als ‚Ort des stillen Lernens‘ sondern bietet bewusst Räume und Arbeitsplätze, die auf Kommunikation und wissenschaftliche Interaktion ausgerichtet sind“, erläutert UB-Direktorin Dr. Andrea Wolff-Wölk. Dem tragen auch die sogenannten Lounge-Bereiche Rechnung; ausgestattet mit Sesseln und Sofas, sollen die Lounge-Bereiche dem Arbeiten in entspannter Atmosphäre und als Kommunikationsorte dienen.

Ein Veranstaltungs- und ein Ausstellungsraum sollen die Bibliothek zu einem kulturellen Zentrum universitären und städtischen Lebens machen. Dazu trägt auch die im Erdgeschoss der UB gelegene Cafeteria „CoLibri“ bei, die circa 240 Plätze bietet und vom Studentenwerk betrieben wird.



Hintergrundinformationen 



Welche Bibliotheken sind im Neubau untergebracht?


Was bietet die neue UB?

FAQs zum Neubau


 

...mehr Bilder



ZUB Grundriss EG
Grundriss des Erdgeschosses
ZUB Lageplan
Lageplan
Schaufenster
Form und Farbe
Die Innenwände im Atrium greifen die Farbigkeit der historischen Sandsteinbauten auf (Horst Fenchel / Bildarchiv Foto Marburg).

 

Bildnachweis: Alle Pläne von Sinning Architekten, Darmstadt

Zuletzt aktualisiert: 12.09.2018 · Ellen Thun

 
 
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