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Bachelor- und Masterarbeiten

Mona Borgelt: "Die Verfassungsdebatte in der Türkei" (MA)

Nach der Wahl im Juni 2011 war vom Parlament eine Kommission bestehend aus allen Parteien eingesetzt worden, die den Auftrag bekam, dem Hohen Haus baldmöglichst einen Entwurf einer neuen Verfassung vorzulegen. Ziel war es endgültig das immer noch geltende Grundgesetz der Militärjunta von 1982 abzulösen. Zwar hatte es immer wieder Verfassungsänderungen gegeben, jedoch waren sich alle Parteien einig, dass eine moderne, europakompatible Türkei eine neue demokratische und freiheitlichere Verfassung braucht. Nach zwei Jahren Verhandlungen wurde die Parlamentskommission aufgelöst. Auf 60 Artikel hatte man sich einigen können, was etwa die Hälfte des neuen Verfassungstextes entspricht. In den letzten Monaten soll es überhaupt keine Annäherung mehr unter den Parteien gegeben haben, zu viele Streitpunkte stünden einer Einigung im Weg.Die Arbeit wird sich mit genau diesen Streitpunkten befassen. Es soll herausgearbeitet werden warum eine neue Verfassung, trotz parteiübergreifender Zustimmung, bislang nicht erfolgreich war.

Betül Sakınır: "Frauenpolitik der AKP im Kontext der CEDAW" (BA)

Im Mittelpunkt dieser Untersuchung steht die Frauenpolitik der türkischen Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung (Adalet ve Kalkınma Partisi, AKP), die seit 2002 stärkste Fraktion im türkischen Parlament ist. Unter jener Regierungspartei, die oft als post-islamistisch, im Sinne des Konzepts von Asef Bayat, bezeichnet wird, hat sich das Frauenbild in Politik und Gesellschaft widersprüchlich zu den Leitlinien der Partei entwickelt. Die Frauenpolitik und das Bild der Frau in der Gesellschaft wurden sowohl aus der Perspektive des Konzeptes des Post-Islamismus als auch zentral aus der Perspektive der UN-Konvention zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (Convention on the Elimination of All Forms of Discrimination Against Women, CEDAW) betrachtet und unter der Leitfrage „Inwiefern ist die, von der AKP als post-Islamistischlancierte, Leitkultur kompatibel mit der UN-Frauenrechtskonvention?“ bewertet.

 

Zuletzt aktualisiert: 05.10.2015 · Meierhof

 
 
 
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