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Landesgeschichte aus dem Blick der westlichen Nachbarn (Ringvorlesung)

Vortrag in der Reihe "Landeszeitgeschichte. Perspektiven - Chancen - Herausforderungen"

Veranstaltungsdaten

27. November 2019 18:15 – 27. November 2019 19:45

Historischer Sitzungssaal im Rathaus, Markt 1, Marburg

Das Konzept der Landesgeschichte ist in den Niederlanden nicht gebräuchlich. Die niederländischen Provinzen spielen sowohl in der Tagespolitik als auch im historischen Narrativ eine untergeordnete Rolle. Vertrauter ist hier der Begriff der Regionalgeschichte, unter dem sich bei unseren westlichen Nachbarn in den letzten Jahrzehnten eine sehr lebendige Forschung entwickelt hat. Hierbei wird stark auf die wachsende Bedeutung des kulturellen Erbes eingegangen, aber auch wissenschaftliche Großprojekte wie etwa die jüngst erschiene vierbändige Prachtausgabe der Geschichte Zeelands stossen auf breites Interesse bei wissenschaftlichem und nicht-wissenschaftlichem Publikum. Der Vortrag beleuchtet die Unterschiede und die Gemeinsamkeiten der niederländischen und deutschen Wissenschaftskulturen im Umgang mit Regionen, Ländern und Raum und fragt nach den dahinterstehenden Prämissen.

Prof. Dr. Raingard Esser ist Professorin für die Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Groningen. Dort ist sie auch Direktorin der Graduate School for the Humanities (GSH). Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf dem Gebiet der Migrationsforschung und der Erinnerungskulturen. Ihre derzeitigen Forschungsprojekte befassen sich mit den materiellen Kulturen in Zeiten konfessionellen und politischen Umbruchs in den Niederlanden und mit dem Management von frühneuzeitlichen Grenzen.

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Referierende

Prof. Dr. Raingard Esser, Groningen
(Vortrag i.R.d. BMBF-geförderten Projekts „Kleine Fächer-Wochen“ der HRK im Rathaus Marburg, Markt 1, Historischer Sitzungssaal)

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